Anthropic hat gerade einen Leitfaden zu „effektivem Kontext-Engineering“ veröffentlicht, und die zentrale Botschaft lautet: „Hört auf, alles in eure KI-Prompts zu stopfen.“ Für alle, die ihre eigenen Agenten entwickeln möchten, ist das ein hervorragender Leitfaden.
Die große Idee
Kontext (also das, was ihr mit der KI teilt) ist wie das Arbeitsgedächtnis eurer KI – und es hat ein begrenztes Aufmerksamkeitsbudget. Wenn ihr zu viele Informationen hineinpackt, verliert sie den Fokus (genau wie wir in Meetings um 15:00 Uhr @__@).
Darauf kommt es beim Aufbau von KI-Workflows wirklich an.
- Prompts auf der „richtigen Flughöhe“ schreiben. Nicht zu starr („wenn der Nutzer X sagt, dann tue Y“), aber auch nicht zu vage („sei hilfreich“). Findet den Goldilocks-Bereich, der klare Vorgaben macht, ohne die KI bis ins kleinste Detail zu bevormunden.
- Das Toolset schlank halten. Wenn ihr nicht sagen könnt, welches Tool eine KI in einer bestimmten Situation verwenden sollte, kann sie es auch nicht. Klarheit schlägt Vollständigkeit.
- Vielfältige Beispiele verwenden, statt erschöpfende Listen zu erstellen. Zeigt der KI 3–5 gute Beispiele dafür, was ihr möchtet, statt jeden möglichen Sonderfall aufzulisten.
Interessanterweise Anthropic’s Claude Code nicht ganze Codebasen vorab in den Kontext lädt, sondern Tools verwendet, um Dateien „just in time“ abzurufen. Ihr merkt euch schließlich auch nicht den gesamten Inhalt eures Aktenschranks, sondern nur, wo die Dinge liegen.
Kurz gesagt
Behandelt Kontext wie eine kostbare Ressource. Weniger ist oft mehr. Wir schlüsseln Anthropics Ratschläge zum Kontext-Engineering in dieser ausführlicheren Analyse auf. Schaut sie euch an!
Anmerkung der Redaktion: Dieser Inhalt erschien ursprünglich im Newsletter unserer Schwesterpublikation The Neuron. Um mehr von The Neuron zu lesen, meldet euch hier für den Newsletter an.


