ChatGPT-Nutzer können jetzt eine kompakte Version von Deep Research ausprobieren, der generativen KI-Funktion, die vergleichsweise langsame, aber gründliche Antworten liefert. Das kompakte OpenAI o4-mini ist seit dem 24. April für die kostenlosen Tarife sowie für ChatGPT Plus, Team und Pro verfügbar. Ab kommender Woche wird es auch für Nutzer der Enterprise- und Education-Tarife verfügbar sein, wobei dieselben Nutzungsregeln wie für Team-Nutzer gelten.
Damit sind Antworten von Deep Research durch die KI erstmals auch für Nutzer der kostenlosen Stufe verfügbar.
Das kompakte o4-mini wird nach Erreichen eines Nutzungslimits aktiviert, abhängig von der jeweiligen Stufe
Anders als die vollständige Version, erscheint das kompakte o4-mini nicht in der Modellauswahl, sondern wird aktiviert, sobald der Nutzer das Nutzungslimit der kostenlosen Version erreicht. Für Team- und Plus-Nutzer liegt das Limit bei 25 Aufgaben pro Monat, für Pro-Nutzer bei 250 Aufgaben. Kostenlose Nutzer können bis zu fünf Antworten vom kompakten o4-mini erhalten.
Antworten des kompakten o4-mini werden „in der Regel kürzer sein, dabei aber die Tiefe und Qualität beibehalten, die Sie inzwischen erwarten“, schrieb OpenAI am Donnerstag auf X (ehemals Twitter).
Das Unternehmen wies bei der Nutzung des kompakten o4-mini eine Genauigkeit von 45,6 % im Benchmark BrowseComp Agentic Browsing aus, verglichen mit 51,5 % bei der Nutzung von Deep Research.
Das Stufenmodell kommt OpenAI zugute, indem es Nutzer in günstigere Tarife verschiebt
Die kompakte Version von Deep Research sei „deutlich günstiger im Betrieb“, schrieb OpenAI. Für das Unternehmen ist es ein weiterer Teil der Kalkulation, eine höhere Nutzung mit leistungsfähigeren Angeboten auszubalancieren – darauf bezog sich Sam Altman diese Woche im Zusammenhang mit Nutzern, die ihre Prompts durch Höflichkeit um Tokens erweitern.
Reasoning-Modelle sind in der generativen KI inzwischen der neue Standard
Reasoning-Modelle legen ihre Herleitung offen und können komplexe mathematische und naturwissenschaftliche Probleme „durchdenken“. Die Integration von Reasoning-Modellen in Chatbots ist bei großen KI-Unternehmen inzwischen gängige Praxis. Anthropic bietet Claude 3.7 Sonnet und seine Varianten an. Die Gemini-2.0-Familie von Google und die Grok-3-Familie von xAI umfassen beide Reasoning-Modelle. DeepSeek wurde unter anderem wegen der Reasoning-Leistung seines R1-Modells bekannt.


