Wer schon einmal in ein Selfie hineingezoomt und sich gefragt hat, ob der eigene Haaransatz wirklich schon so weit zurückgegangen ist, bekommt von der KI möglicherweise jetzt eine Antwort – ob man sie nun hören will oder nicht.
Eine Welle neuer KI-Tools verspricht, die Kopfhaut zu scannen, die Haardichte zu beurteilen und frühe Anzeichen von dünner werdendem Haar hervorzuheben, die man selbst möglicherweise nur schwer erkennt. Diese Tools gehören zu einer rasch wachsenden KI-Kategorie, die Bildanalyse mit Körperpflege verbindet und Nutzern ein klareres Bild davon vermittelt, was auf ihrem Kopf vor sich geht.
Zu diesem Trend gehören Neuzugänge wie MyHair AI sowie eine Reihe von Verbraucherplattformen, die eigene Erkennungsmodelle entwickeln und Haarausfall von einer Frage des Ratens in etwas Messbares verwandeln.
KI-Tools gegen Haarausfall gewinnen an Fahrt
TechCrunch berichtete davon, dass MyHair entstand, nachdem Gründer Cyriac Lefort bei einem Haarschnitt gesagt wurde, dass er langsam etwas Haar verliere. Lefort zufolge „ging ich davon aus, dass ich keine Glatze bekomme, und ich glaube das bis heute nicht. Aber wenn dir jemand sagt, dass du dein Haar verlierst, kaufst du, was immer diese Person empfiehlt.“
Diese Bemerkung brachte ihn dazu, eine Branche zu erkunden, die er als verwirrend und voller unbestätigter Behauptungen beschrieb. „Haarausfall ist für Männer und Frauen ein ausgesprochen emotionales Thema“, fügte er hinzu.
Später tat sich Lefort mit Tilen Babnik zusammen, um MyHair AI zu entwickeln. Die Anwendung analysiert hochgeladene Fotos und scannt das Haar, um Messwerte wie Dichte, Dicke und mögliche Bereiche mit dünner werdendem Haar zu bestimmen. Sie erstellt anhand von 22 wichtigen Datenpunkten einen Haarscore, gibt personalisierte Empfehlungen zur Haarpflege und überwacht das Haar im Laufe der Zeit.
CXOToday merkte an, dass das System zahlreiche Bilder untersucht, um Muster zu erkennen, und Nutzern anschließend dabei hilft, personalisierte Routinen gegen Haarausfall oder zum Haarschutz zu erstellen, während sie im Laufe der Zeit Fotos hochladen. Auf der Plattform aufgeführte Spezialisten und Kliniken nutzen die App, um Haarproben von bereits behandelten Patienten zu analysieren und so den Prozess zu beschleunigen. Auch mehrere führende Dermatologen in New York haben Interesse an dem Experiment gezeigt, woraufhin Lefort über die Einführung einer Buchungsplattform und die Einbindung weiterer Partnerkliniken nachdenkt.
ForkLog und TechCrunch merkten beide an, dass das Unternehmen sein KI-Modell mit mehr als 300.000 Haarbildern trainiert hat – ein Hinweis auf den technischen Aufwand hinter einer Lösung, die manche als unnötig betrachten könnten.
Ein größerer Wandel bei Technologien für die persönliche Haargesundheit
Laut Yahoo Tech, hat MyHair AI bereits mehr als 1.000 zahlende Abonnenten und 200.000 Nutzerkonten. Das Produkt gewinnt als Teil einer größeren Welle von Tools für die Haargesundheit an Sichtbarkeit, die auf Computer Vision basieren, wobei leichtgewichtige Apps für eine schnelle Beruhigung immer häufiger werden.
Verzeichnisse für KI-Tools führen eine wachsende Zahl von Plattformen auf, die die Dichte messen, Nutzerfotos auf Veränderungen im Laufe der Zeit vergleichen oder Bilder mit etablierten Skalen für Haarausfall abgleichen, um frühe Anzeichen für dünner werdendes Haar hervorzuheben. Da immer mehr Plattformen Computer Vision für die alltägliche Körperpflege einsetzen, entwickelt sich die Haargesundheit zu einem der überraschenderen Bereiche, in denen KI-gestützte Erkenntnisse allmählich eine wichtige Rolle spielen.
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