OnePlus beginnt damit, ColorOS in die Hände von Nutzern der OnePlus-15er-Serie zu geben – zunächst an eine kleine Gruppe von Testern in Indien.
Das Programm umfasst das OnePlus 15 und 15R und gewährt einer begrenzten Gruppe indischer Nutzer vor einer breiteren Veröffentlichung frühen Zugriff auf die Software. Für Nutzer und IT-Teams, die OnePlus-Geräte verwalten, bietet die Beta einen ersten Einblick in den Wechsel des Unternehmens zu Oppos Softwareplattform, wirft aber auch praktische Fragen zu Stabilität, Kompatibilität, Datensicherungen und der späteren Migration von OxygenOS auf.
Indien erhält einen ersten Einblick in ColorOS
OnePlus teilte mit, dass es eine ausgewählte Gruppe von Nutzern des OnePlus 15 in Indien eingeladen habe, an seinem vertraulichen geschlossenen ColorOS-Betaprogramm teilzunehmen. Dadurch erhalten sie vor der offiziellen Veröffentlichung der Software frühen Zugriff. Bewerbungen waren vom 6. bis zum 7. Aug. möglich; das Programm war auf 300 Nutzer begrenzt.
Teilnehmer müssen die indische Variante des OnePlus 15 verwenden, über ein registriertes OnePlus Community-Konto verfügen, eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterzeichnen und einer Telegram-Gruppe zur laufenden Kommunikation mit dem Softwareteam beitreten.
OnePlus stellte außerdem klar, dass die Beta nicht für zuverlässigen täglichen Einsatz gedacht ist. Das Unternehmen warnte, dass der Build instabil sein könne, und riet den Teilnehmern, regelmäßig Sicherungskopien anzulegen, falls es zu Abstürzen, nicht reagierenden Apps oder anderen Kompatibilitätsproblemen kommt.
Die Programme zur Verbesserung der Nutzererfahrung und „Automatische Updates über Nacht“ werden nach dem Upgrade ebenfalls automatisch aktiviert. OnePlus verlangte, dass Tester vor der Bewerbung über den Abschnitt „Beta-Programm“ in den Geräteeinstellungen den Build CPH2745_16.0.9.400(EX01) verwenden.
Wer die ColorOS-Beta erhalten kann
Android Authority wies darauf hin, dass die geschlossene ColorOS-Beta auch für das OnePlus 15R verfügbar ist. Das Programm ist derzeit auf die indischen Varianten des OnePlus 15 und 15R beschränkt. OnePlus kündigte 300 Plätze für das OnePlus 15 an, während Android Authority von weiteren 300 Plätzen für das 15R berichtete.
Digital Trends berichtete, dass OnePlus zuvor bestätigt habe, dass berechtigte Geräte von OxygenOS zu ColorOS wechseln würden. Das Unternehmen begründete die Änderung mit der Bündelung von Entwicklungsressourcen mit Oppo und der Beschleunigung künftiger Updates.
Der Indien-zuerst-Testansatz gibt lokalen OnePlus-Nutzern früher die Gelegenheit zu sehen, wie der Softwarewechsel funktioniert. Der Zugriff bleibt jedoch auf eine kleine geschlossene Gruppe beschränkt und steht nicht der breiteren Nutzerschaft offen.
Wie ColorOS OnePlus verändert
Laut Digital Trends hatte OnePlus zuvor bestätigt, dass berechtigte Geräte von OxygenOS zu ColorOS wechseln würden. Das Unternehmen hat die Änderung mit der Bündelung von Entwicklungsressourcen mit Oppo und der Beschleunigung künftiger Software-Updates begründet.
ColorOS bringt OnePlus näher an Oppos Softwareökosystem heran und markiert einen deutlichen Bruch mit OxygenOS als eigenständiger Benutzeroberfläche des Unternehmens. Die aktuelle Beta macht diesen geplanten Wechsel zu einer tatsächlichen Softwareeinführung, bei der indische Nutzer zu den Ersten gehören, die die neue Plattform testen.
OnePlus hat bislang nicht erläutert, wie sich der Wechsel auf die Geräteverwaltung, Einstellungen, Benutzeroberflächen oder langfristigen Update-Richtlinien auswirken wird. IT-Teams werden wahrscheinlich mehr Details zu diesen Bereichen benötigen, bevor ColorOS weitere Geräte am Arbeitsplatz erreicht.
OnePlus hat in den hier ausgewerteten Quellen noch keinen Zeitplan für eine breitere stabile Veröffentlichung bestätigt. Bis dahin gilt es vor allem zu beobachten, welche Geräte als Nächstes ColorOS erhalten, wie bestehende OxygenOS-Installationen migriert werden und ob OnePlus klarere Hinweise für Nutzer und Organisationen bereitstellt, die eingesetzte Geräte verwalten.
Für alle, die die Beta bereits jetzt in Betracht ziehen, ist der sicherere Ansatz unkompliziert: Testen Sie sie auf einem nicht kritischen Gerät, halten Sie eine aktuelle Sicherungskopie bereit und warten Sie auf die stabile Veröffentlichung, bevor Sie sich bei der täglichen Arbeit auf ColorOS verlassen.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel erschien ursprünglich in unserer Schwesterpublikation TechRepublic.


