SAS hat kürzlich die Übernahme des britischen Unternehmens Hazy bekannt gegeben, eines der frühesten Vorreiterunternehmen im Bereich der Technologie für synthetische Daten. SAS mit Hauptsitz in North Carolina lotet seit Jahren die Grenzen der KI der nächsten Generation aus. Mit dieser jüngsten Übernahme erweitert das Unternehmen seine Aktivitäten im KI-Bereich, stärkt sein bestehendes KI-Portfolio und ermöglicht es Kunden, bei Bedarf synthetische Daten zu generieren.
„Durch die Integration ihrer Technologie können wir unseren Kunden beispiellose Möglichkeiten bieten, Daten sicher und effektiv zu nutzen“, sagte SAS-CEO Jim Goodnight. „So können sie Szenarien untersuchen und modellieren, die zuvor außerhalb ihrer Reichweite lagen, und sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.“
Was ist Hazy?
Hazy wurde Anfang 2017 gegründet und war das erste Unternehmen, das synthetische Daten auf Unternehmensebene nutzbar machte. Die Technologie für synthetische Daten soll Daten aus der realen Welt nachbilden und identifiziert und imitiert mithilfe von generativen KI-Algorithmen die Muster, Trends und Strukturen, die typischerweise in realen Daten vorkommen. Das bietet verschiedene Vorteile:
- Verringert Compliance- und Datenschutzrisiken
- Beseitigt natürliche Verzerrungen, die die Ergebnisse der Datenerfassung und -analyse verfälschen können
- Vereinfacht interne Prozesse, indem Testdaten zur Validierung neuer Systeme und externer Anbieter verwendet werden
Für das anfängliche Training des KI-Systems von Hazy sind zwar authentische Datensätze aus der realen Welt erforderlich, doch die Software kann bei Bedarf synthetische Daten generieren.
Was ist SAS?
SAS, auch bekannt als Statistical Analysis System, begann als landwirtschaftliches Softwareprojekt zur Analyse von Böden, Wetter und Saatgut. Nachdem das Projekt 1976 bereits 100 Kunden hatte, gründeten die Beteiligten SAS Institute, Inc., um technischen Support und regelmäßige Software-Updates anzubieten. Das SAS-Team treibt seitdem die Innovation in der Datenanalyse voran, und angesichts der jüngsten Nachrichten zur Übernahme durch SAS wird das Team das Feld auch in den kommenden Jahren weiter anführen.


