Das Silicon-Valley-Startup d-Matrix hat 160 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln erhalten, darunter eine Investition von Microsofts Risikokapitalgesellschaft MSFT.O, für einen neuen KI-Chip, den das Unternehmen bis nächstes Jahr ausliefern will. Das in Santa Clara, Kalifornien, ansässige und vom Technologieriesen Microsoft unterstützte Unternehmen d-Matrix hat Kunden eingeladen, seine neue KI-Inferenzhardware Corsair, die auf die Interaktion generativer Modelle mit Endnutzern ausgerichtet ist. Der Chip wurde entwickelt, um die Anforderungen bei der Bereitstellung von KI-Endnutzerdiensten zu erfüllen, etwa für Chatbots und Videogeneratoren.
Nvidia dominiert seit einigen Jahren den Markt für KI-Chips. Statt in Konkurrenz zu treten, will d-Matrix den Technologieriesen mit seinem Fokus auf die Anforderungen von Systemendnutzern ergänzen. Nvidia-Chips werden zum Trainieren von KI-Systemen eingesetzt, die riesige Datenmengen verarbeiten. d-Matrix hat seine Chips entwickelt, um den Anforderungen und Wünschen von Nutzern gerecht zu werden, die mehr Antworten von KI erzeugen möchten. Corsair wurde für umfangreiche Nutzeranfragen entwickelt und eignet sich ideal für Anwendungen künstlicher Intelligenz mit mehreren Nutzern, die gleichzeitig Systemantworten anfordern – insbesondere bei individuellen Ausgaben.
Die Zukunft ist Video
d-Matrix nahm im vergangenen Jahr 110 Millionen US-Dollar auf, zu einer Zeit, als Chipunternehmen Schwierigkeiten hatten, neue Investitionen anzuziehen. In diesem Jahr führten die Mitgründer Sid Sheth und Sudeep Bhoja das Unternehmen bei der Vermarktung seines neuesten Chips an, der hohe Leistung, Effizienz und Skalierbarkeit bietet.
„Wir bekommen großes Interesse an Videoanwendungen mit, bei denen Kunden zu uns kommen und sagen: ‚Hey, seht her, wir wollen Videos generieren, und wir wollen eine Gruppe von Nutzern, die jeweils mit ihrem eigenen Video interagieren‘“, sagte CEO Sid Sheth.
Corsair verspricht, Herausforderungen bei Energieeffizienz, Geschwindigkeit der Tokengenerierung, Kosten und Skalierbarkeit von KI-Inferenz zu bewältigen. Der Chip bietet das Potenzial, die Art und Weise zu revolutionieren, wie generative KI Daten verarbeitet bei komplexen Workloads und Anforderungen. d-Matrix war eines der ersten Unternehmen, das eine Chiplet-basierte Architektur in seinem Chip einsetzte. Damit werden Flexibilität und Skalierbarkeit hervorgehoben, während zugleich die Kosten sinken. Der Chip kann in Server von Rechenzentren installiert und integriert werden, wodurch generative KI wirtschaftlich nutzbar wird.


