Die Wahl des richtigen Cloud-Providers – oder einer Gruppe von Cloud-Anbietern – ist heute entscheidend. Doch Leistung und Kosten sind lediglich Ausgangspunkte. Unternehmen benötigen außerdem Agilität und Flexibilität, um digitale Initiativen auszuweiten – vom IoT und der Robotik bis hin zu digitalen Zwillingen und maschinellem Lernen. Die ideale Cloud-Plattform erfüllt Ihre individuellen Geschäftsanforderungen.
Zwei Cloud-Plattformen stehen derzeit besonders im Fokus: AWS und Heroku. Erstere ist natürlich allgemein bekannt. Amazon Web Services gibt es seit 2006 und kontrolliert inzwischen 41 % des Cloud-Marktes. Der Cloud-Riese bietet eine enorme Bandbreite an Funktionen und Möglichkeiten. Heroku dagegen, 2007 gegründet und inzwischen Teil von Salesforce, konzentriert sich stark auf entwicklerorientierte Cloud-Services.
Am besten betrachtet man AWS als eine universell einsetzbare Plattform für die Cloud – auch wenn sie zahlreiche Tools und Funktionen bietet, die für Entwickler und Data Scientists attraktiv sind. Heroku konzentriert sich darauf, Salesforce-Daten nutzbar zu machen und zu monetarisieren – die Cloud-Plattform eignet sich jedoch auch für zahlreiche andere Entwicklungszwecke. Ihre Stärke liegt in der integrierten Unterstützung einer großen Bandbreite an Entwicklungssprachen.
Hier sehen wir uns genauer an, wie diese beiden Cloud-Provider im Vergleich abschneiden und was Sie wissen müssen, wenn Sie auf der Suche nach Enterprise-Clouds sind, die möglicherweise Softwareentwicklung und DevOps-Unterstützung umfassen.
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Heroku vs. AWS: Gesamtvergleich
AWS: Amazon Web Services ist eine durchgängige Plattform mit globaler Präsenz. Sie bietet mehr als 200 Produkte, Services, Tools und Ressourcen zum Aufbau und zur Verwaltung von Computing-Frameworks. Dazu gehören Services für Computing, Speicher, Netzwerke, Datenbanken, Analysen, maschinelles Lernen, IoT und mobile Anwendungen. AWS unterstützt unter anderem .NET, Docker, Ruby, NodeJS, Go, PHP und Python. Die Plattform eignet sich ideal für Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen und Bereichen, darunter Finanzdienstleistungen, Medien und Unterhaltung, Einzelhandel, Marketing und Werbung, Spieleentwicklung und weitere.
Im Backend umfasst AWS Web-Services, darunter über Amazon Elastic Compute (EC2) verfügbare Cluster, Amazing Simple Storage Service (Amazon S3), GPU-Verfügbarkeit sowie verschiedene Betriebssysteme und Konfigurationen, die unterschiedlichste Aufgaben optimieren – von der Softwareentwicklung bis zum Customer-Relationship-Management (CRM).
Amazon nutzt eine leistungsfähige Sammlung von APIs, um Entwicklern Funktionen bereitzustellen. Einstellungen müssen jedoch meist manuell konfiguriert werden. In der Regel basieren die Gebühren auf einem Pay-as-you-go-Modell (verbrauchsabhängig).
Heroku: Der Cloud-Provider bietet eine Cloud-Plattform, die stark auf Softwareentwicklung ausgerichtet ist. Sie ermöglicht eine umfassende Integration mit Salesforce-Daten, stellt Entwicklern aber auch eine umfangreiche Sammlung von Tools zum Erstellen und Bereitstellen von Webanwendungen zur Verfügung. Dazu gehört die Unterstützung der Sprachen Ruby, Java, PHP, Python, Scala und Node.js. Heroku bietet mehr als 200 Add-ons von Drittanbietern, über 7.800 Open-Source-Buildpacks und mehr als 7.200 sofort einsatzbereite Heroku Buttons. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf der Entwicklung datengetriebener Apps mit vollständig verwalteten Datendiensten.
Daher eignet sich Heroku ideal für Unternehmen, die Apps entwickeln möchten, ohne sich um die zugrunde liegende Infrastruktur kümmern zu müssen. Heroku passt sich automatisch an die Anforderungen und Bedürfnisse der Software an, die ein Unternehmen entwickelt.
Anwendungen, die auf der Heroku-Plattform laufen, verwenden typischerweise eine eindeutige Domain, die HTTP-Anfragen an den Container einer bestimmten Anwendung weiterleitet. Diese verteilen wiederum die Rechenlast auf mehrere Server, die das Unternehmen betreibt. Heroku-Services werden auf Amazons EC2-Plattform gehostet.
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Heroku vs. AWS: Vergleich von Benutzerfreundlichkeit und Leistung
AWS: Ein Teil der Attraktivität von AWS liegt in der Breite der Services und Funktionen. Für nahezu jede Aufgabe gibt es Anwendungen und Tools – etwas, womit Heroku nicht aufwarten kann. Das kann jedoch potenziell seinen Preis haben. Die deutlich stärkere Abhängigkeit von manuellen Konfigurationen kann Unternehmen belasten.
In der Praxis bietet AWS zahlreiche Services, doch die drei meistgenutzten sind AWS EC2, AWS Elastic Beanstalk und AWS Lambda. Der erste stellt Bausteine bereit, die Teams zu einer funktionsfähigen Infrastruktur für ein Projekt zusammensetzen müssen; der zweite ist ein Platform-as-a-Service-Angebot (PaaS), das Apps über AWS-Cloud-Befehle bereitstellt und dem Angebot von Heroku am nächsten kommt; der dritte ist eine serverlose Plattform, die Code ausführt, aber aufgrund ihrer geschlossenen Architektur nur begrenzte Anpassungs- und Skalierungsmöglichkeiten bietet. In den Nutzer-Communities gibt es einige Beschwerden über unklare Fehlercodes und die Unfähigkeit, Probleme zu beheben. Auch die hochtechnischen Aspekte können abschreckend wirken.
Heroku: Die Benutzeroberfläche und das Framework des Anbieters haben gegenüber AWS einen klaren Vorteil. Sie sind für die Erledigung unterschiedlichster Aufgaben deutlich benutzerfreundlicher. Dazu gehören ein leistungsfähiges Dashboard und eine Kommandozeilenschnittstelle (CLI). Eine der größten Stärken von Heroku sind jedoch die integrierten intelligenten Container und die elastische Laufzeitumgebung. Diese Dynos ermöglichen leistungsfähige Orchestrierung, Lastverteilung, Sicherheit und Protokollierung über die elastische Laufzeitumgebung.
Heroku erleichtert außerdem die Anbindung über Git, GitHub oder Docker beziehungsweise über eine API, um eine automatisierte Anwendungsbereitstellung einzurichten. Die Plattform bietet Skalierung mit nur einem Klick ohne Ausfallzeiten und lässt sich über Open-Source-Buildpacks und Buttons, die im Marketplace des Unternehmens verfügbar sind, umfassend konfigurieren und flexibel anpassen. Auch die breite Sprachunterstützung ist ein Pluspunkt. Als Nachteil berichten Nutzer-Communities, dass Dynos mitunter schwer erreichbar sein können und rechenintensive Projekte auf der Plattform nicht immer reibungslos laufen.
Heroku vs. AWS: Vergleich der Flexibilität
AWS: Die Stärke von AWS liegt in der leistungsfähigen Infrastruktur, der schnellen Bereitstellung und dem umfangreichen Angebot an Ressourcen und Tools. Die Cloud-Plattform steht aus gutem Grund an erster Stelle beim Marktanteil: Wenn Sie einen Service auf AWS entwickeln möchten – Blockchain, Content Delivery, maschinelles Lernen, High-Performance-Computing oder was auch immer –, gibt es mit ziemlicher Sicherheit eine Möglichkeit dafür.
Allerdings gibt es einen Vorbehalt: AWS ist stark auf die eigenen Tools und Ressourcen ausgerichtet. Zwar lassen sich externe Services anbinden und verschiedene Entwicklungssprachen verwenden, doch der manuelle Aufbau von Komponenten kann ein Hindernis darstellen. Wenn Ihr Unternehmen eine hochgradig flexible Infrastruktur benötigt, ist AWS wahrscheinlich eine ausgezeichnete Wahl – vorausgesetzt, Sie verfügen über die Ressourcen, um die Aufgabe zu bewältigen.
Heroku: Die Benutzerfreundlichkeit der Cloud-Entwicklungsplattform macht sie ideal für Unternehmen, die neben Flexibilität auch Einfachheit suchen. Zwar erreicht sie nicht die Infrastrukturkapazitäten von AWS und bietet keine ebenso breite Palette an Funktionen und Möglichkeiten, doch sie glänzt in Bereichen wie Zusammenarbeit, Container-Unterstützung, Open-Source-Anbindung, Sprachunterstützung und Steuerungsmöglichkeiten.
Darüber hinaus ermöglicht die hohe vertikale und horizontale Skalierbarkeit der Plattform Unternehmen, sich schnell an Veränderungen anzupassen. Ein weiterer Vorteil: Heroku lässt sich gut in AWS-Produkte und -Tools integrieren, sodass sich die Funktionen erweitern lassen. Außerdem ist die Plattform äußerst einfach einzurichten, bereitzustellen und zu ändern.
Heroku vs. AWS: Sicherheit, Datenschutz und Compliance
AWS: Leistungsfähige Sicherheitskontrollen sind in die Plattform integriert. Entwicklern und anderen Nutzern stehen außerdem zahlreiche weitere leistungsfähige Tools, Funktionen und Möglichkeiten zur Verfügung. AWS verfügt über Validierungen von Drittanbietern für Tausende globaler Compliance-Anforderungen. Die Verschlüsselung ruhender und übertragener Daten ist in allen Einrichtungen und Regionen implementiert. Ein AWS-Expertenteam überwacht Probleme kontinuierlich und reagiert darauf. Zusätzliche Schutzmaßnahmen – von Identitäts- und Zugriffskontrollen sowie Anwendungssicherheit bis hin zu Host- und Endpunktsicherheit – sind über den AWS Marketplace verfügbar.
Heroku: Mit validierter Compliance, die in den Großteil des Stacks integriert ist, bietet Heroku umfassende Kontrolle über Daten und Datenschutz. Das Unternehmen führt regelmäßig Audits nach PCI, HIPAA, ISO sowie SOC1, SOC2 und SOC3 durch, wobei verschiedene Produkte und Tarife unterschiedliche Compliance-Niveaus bieten. Das Unternehmen stellt auf jeder Ebene robuste Sicherheitskontrollen bereit, von der physischen bis zur Anwendungsebene; es isoliert Kunden-Apps und -Daten und setzt auf starke Authentifizierung sowie verschlüsselte Verbindungen und zahlreiche weitere Schutzmaßnahmen, um ein außerordentlich hohes Maß an Sicherheit und Datenschutz zu gewährleisten.
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Heroku vs. AWS: Support im Vergleich
AWS: Zu den Ressourcen gehören E-Books und technische Dokumente, Unterstützung durch Experten von Drittanbietern, ein umfangreiches Wissenszentrum sowie verschiedene kostenlose und kostenpflichtige Supportstufen und -optionen. Wenig überraschend verfügt AWS außerdem über eine riesige Community, die Informationen und Unterstützung bieten kann.
Heroku: Der Anbieter stellt ein Hilfezentrum mit einer umfangreichen Wissensdatenbank bereit. Auf seiner Website bietet er außerdem eine aktuelle Statusüberwachung sowie weitere Community-Ressourcen und direkten Online-Support.
Heroku vs. AWS: Preisvergleich
AWS: Das Pay-as-you-go-Modell bietet ein hohes Maß an Flexibilität. AWS stellt einen Preisrechner zur Verfügung, der bei der Ermittlung der Kosten für verschiedene Komponenten und Lösungen hilft. Die Kosten variieren je nach Konfiguration erheblich. Eine EC2-a1.medium-Instanz mit 1 vCPU und 2 GiB Arbeitsspeicher kostet beispielsweise bei On-Demand-Nutzung etwa 0,0255 US-Dollar pro Stunde oder ungefähr 18 US-Dollar pro Monat. Eine t3.2xlarge-Instanz mit 8 vCPUs und 32 GiB Arbeitsspeicher kostet etwa 243 US-Dollar pro Monat.
Heroku: Das Unternehmen bietet ein kostenloses Free- und Hobby-Paket für 0 US-Dollar pro Monat an. Es verfügt über eingeschränkte Funktionen. Andere Tarife reichen je nach zahlreichen Faktoren von 25 US-Dollar pro Monat bis zu 250 US-Dollar pro Monat oder mehr. Die Kosten für Container (Dynos) variieren je nach Konfiguration erheblich. Der Tarif Dyno standard-2x mit 1 GB RAM kostet beispielsweise etwa 50 US-Dollar pro Monat. Der Tarif Dyno performance-L mit 14 GB RAM kostet etwa 500 US-Dollar pro Monat. Datendienste und verschiedene weitere Angebote sind ebenfalls verfügbar.
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Heroku vs. AWS: Fazit
Beide Cloud-Plattformen bieten bemerkenswerte Funktionen und Möglichkeiten. Insgesamt stellt AWS eine leistungsfähigere und flexiblere Infrastruktur bereit und bietet in einigen Fällen überlegene Automatisierungsfunktionen sowie eine größere Kontrolle über Ressourcen. Die Plattform eignet sich ideal für Unternehmen, die über ein DevOps-Team oder Entwickler verfügen, um Funktionen und Einstellungen anzupassen und zu optimieren. Daher ist AWS häufig die ideale Wahl für mittlere und große Unternehmen.
Heroku verfolgt dagegen einen engeren Fokus auf Code statt auf Infrastruktur. Die Plattform unterstützt eine große Bandbreite an Entwicklungssprachen, darunter moderne Open-Source-Sprachen. Das macht sie für kleine und mittelständische Unternehmen mit begrenzten Entwicklungsteams attraktiver. Heroku bietet eine Fülle von Tools und eine benutzerfreundliche Umgebung, die eine schnelle Bereitstellung und Inbetriebnahme von Services ermöglicht, teilweise innerhalb weniger Sekunden. Zudem lässt sich Heroku gut in AWS-Produkte integrieren und bietet eine besonders gute Anbindung an Salesforce.


