Secure Access Service Edge: Große Vorteile, große Herausforderungen

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Verfasst von
Jack E. Gold
Jack E. Gold
Jan 6, 2022
4 minute read
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Da Unternehmen zunehmend auf Cloud-Architekturen umsteigen, suchen sie nach Möglichkeiten, die Sicherheit zu erhöhen und zugleich Komplexität und Betriebskosten zu senken. Und natürlich beschleunigt auch der Wechsel zur Remote-Arbeit – der den Bedarf an Hybrid-Cloud und Software as a Service erhöht – die Notwendigkeit dieser Anforderungen.

All diese Anforderungen können durch eine aufkommende Technologie erfüllt werden, die derzeit im Hype-Zyklus für Unternehmenssicherheit weit oben steht: Secure Access Service Edge oder SASE. Die Vorteile sind bemerkenswert: SASE ist eine Architektur, die Netzwerkkonzepte wie VPN und SD-WAN mit Sicherheitskonzepten wie Zero Trust (ein weiteres überzeugendes, aber oft überhypetes Konzept) und kontextbezogenem Zugriff verbindet.

Doch derzeit ist SASE für die meisten Unternehmen eher ein Ziel oder Konzept als ein Produkt. Dennoch haben sich nahezu alle großen Anbieter dieses Konzepts bemächtigt (z. B. Cisco, Palo Alto Networks, Zscaler, Akamai, McAfee usw.) und viele ihrer Komponenten als entscheidend für die Umsetzung von SASE bezeichnet.

So attraktiv das Konzept auch klingt: In der Praxis müssen Unternehmen zahlreiche Hürden überwinden, um ihre SASE-Hoffnungen in die Realität umzusetzen.

Herausforderungen bei der SASE-Einführung

Im Großen und Ganzen ist SASE die Integration von Netzwerkdiensten und Sicherheitsdiensten, um den Zugriff von Benutzern sowie SaaS- und Multi-Cloud-Funktionen vollständig abzusichern. Dazu gehören die für SD-WAN-Bereitstellungen typischen Funktionen wie Pfadresilienz und Redundanz. Außerdem bietet SASE App-Routing, Transparenz und Reporting, anbieterspezifische softwaredefinierte Funktionen sowie VPN.

SD-WAN, das die Virtualisierung von Netzwerken und deren Betrieb unterstützt, ist weit verbreitet, setzt jedoch voraus, dass Unternehmen ältere Switches und Router mit nur einer Funktion durch neue Geräte ersetzen. Diese Virtualisierung der Netzwerke läuft bereits seit mehreren Jahren, und die Mehrheit der Unternehmen hat den Großteil ihrer Netzwerke oder zumindest einen wesentlichen Teil davon virtualisiert.

Dies ist ein entscheidender Schritt, da SASE ein virtualisiertes Netzwerk voraussetzt. Darüber hinaus sind die Netzwerke öffentlicher Clouds vollständig virtualisiert, sodass intensive Nutzer dieser Dienste einen eingebauten Vorteil haben.

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Der schwierigere Teil bei der Umsetzung von SASE ist der Bedarf an einer Sicherheitsarchitektur, die vollständig integriert und verwaltet werden kann – ähnlich wie softwaredefinierte Netzwerke. Die Mehrheit der Unternehmen verfügt derzeit jedoch über einen Flickenteppich von Sicherheitsprodukten, die nahezu immer als Einzellösungen betrieben werden.

Tatsächlich betreiben einige Unternehmen Dutzende, wenn nicht Hunderte, individueller Sicherheits-Apps – von ihren Rechenzentren oder Cloud-Instanzen über Netzwerke bis hin zu Hardware-Endpunkten und einzelnen Apps. Selbst das allgegenwärtige VPN für sichere Verbindungen über Netzwerke ist möglicherweise nicht mit allen Geräten und Servern innerhalb des Unternehmens kompatibel. Und angesichts der wachsenden Zahl verfügbarer Netzwerkoptionen (z. B. 5G, WiFi 6, Breitband) ergeben sich daraus zusätzliche Kompatibilitätsprobleme.

SASE erfordert eine einheitliche Methode für Richtlinienverwaltung, sicheren Zugriff, Bedrohungsschutz und Gerätemanagement, um vollständig implementiert werden zu können. Bei so vielen vorhandenen Sicherheitskomponenten, die im Allgemeinen nicht gut zusammenspielen, ist dies eine gewaltige Aufgabe.

Ein letztes Hindernis ist organisatorischer Art. In den meisten Unternehmen sind Netzwerk- und Sicherheitsbetrieb getrennte Gruppen, die nicht unbedingt immer eng miteinander in Kontakt stehen. Für eine vollständige Implementierung von SASE müssen Netzwerk- und Sicherheitsteams an einem Strang ziehen und zusammenarbeiten. Ohne diese Abstimmung ist die Umsetzung von SASE nicht möglich.

Die Implementierung von SASE erfordert umfangreiche Integration

Ungeachtet dessen, was viele Anbieter beim Verkauf ihrer Produkte versprechen, ist die Umsetzung von SASE tatsächlich eine große Integrationsherausforderung. Viele kleinere Unternehmen verfügen nicht über die nötigen Ressourcen, um dies zu realisieren – selbst wenn einige Komponenten bereits vorhanden sind (z. B. SD-WAN, Cloud-Access-Gateways usw.).

Selbst größere Unternehmen werden Schwierigkeiten haben sicherzustellen, dass ihr gesamtes Netzwerk, ihre Sicherheitstools und ihre Cloud-Management-Produkte Informationen austauschen und über eine einzige Schnittstelle verwaltet werden können. Zwar ist eine SASE-Implementierung auch ohne universelle Steuerungsebene oder zentrale Konsole mit einer einheitlichen Ansicht möglich, doch sind die Kosten einer solchen Lösung in Bezug auf benötigte Fachkenntnisse, Personal und Zeitaufwand deutlich höher als bei einer einzigen Verwaltungsschnittstelle. Außerdem können aufgrund mangelnder Transparenz leichter Probleme entstehen, wenn inkompatible Systeme manuell verwaltet werden.

Für viele Unternehmen besteht der beste Weg zu SASE darin, einen Systemintegrator zu finden, der nicht nur die erforderlichen Tools integrieren, sondern auch den täglichen Betrieb ihrer SASE-Architektur verwalten kann. Unternehmen sollten sich jedoch bewusst sein, dass SASE ein „bewegliches Ziel“ ist: Nur wenige Unternehmen verfügen bereits über alle Komponenten, und selbst diejenigen, die dies tun, werden im Laufe der Zeit wahrscheinlich mit Upgrades und Änderungen an der Infrastruktur konfrontiert sein, wenn die Funktionen ausgereifter werden.

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Netzbetreiber (z. B. Verizon) haben SASE-Angebote entwickelt, die zusätzlich zu ihren Konnektivitäts- und Sicherheitsdiensten „SASE as a Service“ bereitstellen können. Unternehmen müssen die Beziehung jedoch weiterhin verwalten und Ressourcen bereitstellen, um sicherzustellen, dass die neuesten Netzwerk- und Sicherheitsupdates vollständig umgesetzt werden, während sich Geschäftsanforderungen und Infrastruktur verändern.

Darüber hinaus haben Dienstanbieter ihre eigenen bevorzugten Partner, deren Lösungen möglicherweise nicht mit den Produkten der Anbieter kompatibel sind, die das Unternehmen derzeit einsetzt. Dennoch kann dies ein vorteilhafter Weg sein, da diese Betreiber sowohl ihre Einflussmöglichkeiten auf Anbieter-Apps als auch ihre Erfahrung bei der effektiven Umsetzung von SASE nutzen können.

Vor der Reife von SASE ist eine Marktkonsolidierung erforderlich

Das Konzept von SASE hat viel für sich, da es die Sicherheitslage von Unternehmen deutlich verbessern kann – insbesondere in einer von der Cloud geprägten Welt, in der wir heute leben. Die Umsetzung von SASE ist jedoch nicht so unkompliziert, wie der Hype vieler Anbieter vermuten lässt.

Tatsächlich gehen wir davon aus, dass es mindestens 3–5 Jahre dauern wird, bis sich der SASE-Markt darauf festlegt, wie die Architektur tatsächlich aussehen soll und welche Anbieter an der Spitze stehen werden (wobei eine Marktkonsolidierung zwischenzeitlich viele Akteure aus dem Markt drängen dürfte).

Unternehmen sollten die SASE-Architektur unbedingt als Möglichkeit zur Erhöhung der Sicherheit prüfen, müssen sich aber auch bewusst sein, dass die heute verfügbaren Produkte möglicherweise nicht den Produkten entsprechen, die künftig eingesetzt werden. Daher ist bei der Einführung Flexibilität erforderlich.

Jack E. Gold

Jack Gold is an industry analyst covering emerging technology. He is the principal analyst & founder at J. Gold Associates.

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