Der Sicherheitsanbieter Fortinet hat diese Woche mehrere Updates für seine SASE-Plattform angekündigt, um den Sicherheitsanforderungen hybrider Arbeitsmodelle gerecht zu werden.
Die Pandemie hat vielen Beschäftigten vermittelt, wie es ist, von zu Hause aus zu arbeiten, und die meisten möchten dies weiterhin tun – allerdings nicht ständig. Meine Untersuchungen zeigen, dass 86 % der Nutzer von zu Hause aus arbeiten möchten, aber nur 9 % vollständig remote arbeiten wollen. Außerdem werden 51 % der Beschäftigten 2–4 Tage pro Woche von zu Hause aus arbeiten und 14 % einen Tag pro Woche. Diese Zahlen weisen auf eine Welt hin, in der die meisten Unternehmen hybride Arbeitsmodelle in Betracht ziehen müssen.
Der Wandel hin zu hybrider Arbeit hat sich tiefgreifend auf die Strategien für Unternehmensnetzwerke und Sicherheit ausgewirkt. Die klar definierte Grenze, an der alles auf der einen Seite als sicher und alles auf der anderen als schlecht gilt, ist längst Vergangenheit. Hybride Unternehmen sind dynamisch und verteilt, und die „Grenze“ verändert und entwickelt sich ständig weiter. Das geschieht, wenn Beschäftigte sich innerhalb und außerhalb des Unternehmensstandorts bewegen und von verschiedenen Orten aus auf Unternehmens- und Cloud-Ressourcen zugreifen.
Netzwerk- und Sicherheitsteams haben darauf reagiert, indem sie eine Kombination aus SD-WAN, Security Services Edge (SSE) und Secure Access Service Edge (SASE) eingeführt haben. Dies bringt jedoch eigene Herausforderungen mit sich, da die Kombination aus cloudbasierter Sicherheit, Bedrohungsschutz vor Ort und hybriden Netzwerken die Komplexität erhöht, Engpässe verursacht und die Netzwerkleistung beeinträchtigt. Um diese Probleme zu lösen, ist ein konvergierter Ansatz für Sicherheit und Netzwerk erforderlich.
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Erweiterungen vereinfachen die Sicherheit
In dieser Version von FortiSASE hat das Unternehmen die Funktionen Secure Private Access und Secure SaaS Access hinzugefügt.
Secure Private Access ermöglicht Unternehmen, die Fortinets Secure SD-WAN und/oder die FortiGate Next-Generation-Firewall einsetzen, Remote-Nutzer über den nächstgelegenen Fortinet Cloud Point of Presence (PoP) mit dem Unternehmensnetzwerk zu verbinden.
So können Kunden Fortinets SD-WAN-Funktionen wie ZTNA und Firewall-as-a-Service direkt im PoP nutzen, anstatt den Nutzer über eine Zweigstelle umleiten zu müssen. Remote-Beschäftigte genießen zu Hause dasselbe Sicherheitsniveau wie im Büro, ohne Änderungen an ihrer eigenen Umgebung vornehmen zu müssen. Dadurch entsteht ein einheitliches Nutzungserlebnis. Das ist entscheidend, da Nutzer typischerweise den Weg des geringsten Widerstands wählen. Stehen Sicherheitsfunktionen der Arbeit im Weg, kann dies dazu führen, dass sie deaktiviert werden.
Mit Secure SaaS Access hat Fortinet duale Cloud-Access-Security-Broker-(CASB-)Funktionen hinzugefügt, bei denen Inline- und API-basierte CASB jeweils Einblick in nicht genehmigte und genehmigte Anwendungen bieten.
Dies hilft Unternehmen, Herausforderungen durch Schatten-IT und Datenabfluss besser zu bewältigen. In der Sicherheitsbranche gibt es den Ausdruck: „Was man nicht sehen kann, kann man nicht schützen.“ Die neue Funktion verschafft Netzwerk- und Sicherheitsteams vollständige Transparenz über alle Anwendungen. Von einzelnen Geschäftsbereichen und Endnutzern gekaufte Anwendungen haben eine große Lücke in der Überwachung geschaffen; Secure SaaS Access wird dieses Problem abmildern.
Diese neuen Funktionen ergänzen Fortinets Wertversprechen als Anbieter einer „SASE-Lösung aus einer Hand“. Im vergangenen Monat veröffentlichte das Marktforschungsunternehmen Gartner einen Market Guide für SASE-Lösungen aus einer Hand, der die Vorteile hervorhob, sämtliche Sicherheits- und Netzwerkkomponenten von einem Unternehmen zu beziehen. Die Kostenreduzierung ist ein offensichtlicher Vorteil, doch der größere Nutzen liegt in der Verringerung der Komplexität. Der Einsatz mehrerer Anbieter führt dazu, dass mehrere Richtliniensätze gepflegt werden müssen, das Änderungsmanagement komplexer wird und Inkonsistenzen bei der Sicherheit entstehen.
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Sicherheit und Netzwerk im Einklang mit aktuellen Trends
Dieser Wandel hin zur Konsolidierung von Sicherheits- und Netzwerkfunktionen bietet Fortinet eine große Chance, Marktanteile zu gewinnen. Das Unternehmen gilt seit Langem als einer der führenden Sicherheitsanbieter. Trotz seines starken Netzwerkportfolios stand es jedoch in Bezug auf die WAN-Konnektivität traditionell außen vor.
SASE hat diese Technologien zusammengeführt und Fortinets Stärken zur Geltung gebracht – inzwischen ist das Unternehmen im Magic Quadrant für SD-WAN führend und belegt bei der Fähigkeit zur Umsetzung und Skalierung den höchsten Rang. Die meisten SD-WAN-Anbieter sind entweder im Bereich Sicherheit oder Netzwerk stark, während Fortinet in beiden Bereichen seit Jahren kompetent ist.
Zwar gibt es viele Anbieter, die zum Lager der „SASE-Lösungen aus einer Hand“ zählen, doch Fortinets Stärke liegt darin, dass ein einziges Betriebssystem (FortiOS) all seine Produkte abdeckt und das Unternehmen eigene Chips entwickelt. Die Security Processing Unit, kurz SPU, ist für Sicherheitsfunktionen optimiert – ähnlich wie eine Graphics Processing Unit (GPU) auf die Anforderungen zur Erzeugung besserer Videoerlebnisse ausgelegt ist. Universell einsetzbare CPUs haben mit diesen speziellen Anwendungsfällen typischerweise Probleme. Fortinet nutzt die Kombination aus Hard- und Software, um überall einheitliche Services bereitzustellen.
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