Wenn der Black Friday näher rückt, sehen sich Onlinekäufer in diesem Jahr mit mehr als nur Angeboten konfrontiert – ihnen stehen auch hochentwickelte, KI-gesteuerte Black-Friday-Betrügereien bevor. Der Cybersicherheitsanbieter McAfee berichtet, dass drei von fünf US-Amerikanern in diesem Jahr aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Deepfake-Technologie und anderen Methoden größere Sorgen wegen Betrugsmaschen rund um die Feiertage haben.
Alarmierende Statistiken machen auf zunehmende Bedrohungen aufmerksam
Während der Weihnachtssaison 2023 gaben US-Amerikaner 273,3 Milliarden US-Dollar online aus und meldeten zwischen Oktober und Dezember Verluste in Höhe von 95,2 Millionen US-Dollar durch Betrug beim Online-Shopping. Einer von drei US-Amerikanern ist während der Weihnachtssaison Opfer eines Online-Betrugs geworden. Von denjenigen, die Geld verloren, büßte fast jeder Zehnte mehr als 1.000 US-Dollar ein.
Das Problem verschärft sich – insbesondere bei jüngeren Käufern. Unter den 18- bis 34-Jährigen ist jeder Dritte bereits durch Betrugsmaschen mit von KI erzeugten Empfehlungen von Prominenten getäuscht worden. McAfee berichtet, dass das Unternehmen allein im ersten Monat der Weihnachtseinkaufssaison bereits mehr als 81.000 bösartige Links blockiert hat, die mit Black-Friday-Betrügereien und Weihnachtsbetrug in Verbindung stehen.
Was Betrüger einsetzen
Betrüger setzen Deepfake-Technologie ein, um hyperrealistische Videos und Audiodateien zu erstellen, die vertrauenswürdige Marken und Influencer nachahmen. Zu den gängigen Betrugsmaschen gehören:
- Gefälschte Black-Friday-Anzeigen: Realistisch wirkende Anzeigen in sozialen Medien, die Nutzer auf betrügerische Websites weiterleiten
- Imitierte Websites: Online-Shops, die seriöse Händler nachahmen sollen
- Gefälschte Kundenservice-Bots: KI-Chatbots, die persönliche Daten abgreifen
So erkennen Sie KI-Betrug
Auch wenn von KI erzeugte Betrugsmaschen überzeugender denn je sind, können Sie die folgenden Anzeichen warnen:
- Unstimmigkeiten im Bild: Fehler wie verzerrte Gesichtszüge, eine nicht zusammenpassende Beleuchtung oder unnatürliches Blinzeln
- Verdächtige URLs: Webadressen mit ungewöhnlichen Zeichen oder geringfügigen Rechtschreibfehlern
- Unglaubliche Angebote: Angebote, die zu gut klingen, um wahr zu sein (und es wahrscheinlich auch nicht sind)
Sicher einkaufen
Beachten Sie diese Tipps, um Black-Friday-Betrügereien zu vermeiden:
- Lassen Sie sich Zeit: Klicken Sie nicht impulsiv; nehmen Sie sich Zeit, Angebote und Quellen zu überprüfen
- Nutzen Sie vertrauenswürdige Websites: Halten Sie sich an bekannte Händler und überprüfen Sie URLs
- Aktivieren Sie Benachrichtigungen: Abonnieren Sie E-Mail-Benachrichtigungen über exklusive Black-Friday-Angebote vertrauenswürdiger Marken
- Prüfen Sie Bewertungen: Nutzen Sie Websites wie BBB.org, um die Seriosität unbekannter Händler zu bestätigen
Wer in Geschäften vor Ort einkauft, sollte seinen Einkauf gut planen, ein Budget festlegen, das Kleingedruckte der Angebote lesen und sich über die Rückgabebedingungen informieren.
KI-Betrug und Black-Friday-Betrugsmaschen entwickeln sich weiter, doch Wachsamkeit und kluge Einkaufsgewohnheiten können Sie schützen. Nutzen Sie Technologie, um Betrügern einen Schritt voraus zu sein, und vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl – wenn ein Angebot verdächtig wirkt, ist es das wahrscheinlich auch. Setzen Sie in dieser Weihnachtssaison auf sicheres Online-Shopping, um nicht Opfer von Betrügereien zu werden.


