Laut der im Oktober veröffentlichten jüngsten Umfrage von Appen sank der Anteil der KI-Projekte mit einem nennenswerten Return on Investment (ROI) von durchschnittlich 51,9 Prozent im Jahr 2023 auf 47,3 Prozent im Jahr 2024.
Der 12-seitige Bericht von Appen, „The State of AI in 2024“, legt die Herausforderungen offen, vor denen Unternehmens-KI künftig steht, darunter Datenmanagement, die Zuverlässigkeit von KI-Modellen und die Skalierbarkeit der KI-Entwicklung.
Die Studie beleuchtet außerdem die Faktoren, die KI-Entwicklungen beeinflussen, darunter die Datenqualität sowie die Komplexität bei der Implementierung, mit denen die meisten Unternehmen bei der Einführung von KI konfrontiert sind.
Trotz des Anstiegs bei der Einführung generativer KI um 17 Prozent – 56 Prozent im Jahr 2024 gegenüber 39 Prozent im Vorjahr – ist der ROI infolge des Einsatzes von Unternehmensprojekten mit niedriger Erfolgsquote gesunken. Dieser Rückgang folgt derselben Entwicklung wie bei den KI-Projekten von Unternehmen, die tatsächlich in den Einsatz überführt werden: Ihr Anteil sank von 50,9 Prozent im vergangenen Jahr auf 47,4 Prozent in diesem Jahr.
Es ist kein neues Phänomen, dass Investitionen in generative KI und der ROI im Jahr 2024 niedrig sind. Im vergangenen Jahr wurde berichtet, dass Investitionen in generative KI lediglich ein Prozent der Cloud-Ausgaben ausmachten, was 2,5 Milliarden US-Dollar entsprach. In der ersten Hälfte des Jahres 2024 zeigte Gärtners Bericht vom Mai denselben Trend.
Die Studie von Appen nennt die Hauptgründe für diese Abwärtsentwicklung: die Bedeutung von Datenqualität und Datenmanagement sowie die Expertise von Datenpartnern. Unternehmen legen Wert auf Vielfalt, die Verringerung von Verzerrungen und Skalierbarkeit. 80 Prozent der Befragten betonten, dass „menschliche Erkenntnisse für die Weiterentwicklung von KI-Systemen entscheidend sind“.
Der Engpass beim Datenmanagement, einschließlich der Beschaffung, Bereinigung und Kennzeichnung von Daten durch Menschen, hat um 10 Prozent zugenommen. Hinzu kommt die mangelnde Verfügbarkeit von Daten, die ebenfalls um sieben Prozentpunkte gestiegen ist – von 22 Prozent im vergangenen Jahr auf 29 Prozent. 93 Prozent der Befragten sagen, dass Unternehmen nach effizienteren Möglichkeiten für das Datenmanagement suchen. Dafür benötigen sie Datenpartner mit Expertise im gesamten Lebenszyklus von KI-Daten.
Dieser Rückgang bei der Einführung von Unternehmens-KI und beim ROI könnte nur vorübergehend sein, da Unternehmen allmählich Wege finden, das Beste aus den zunehmend fortschrittlicher werdenden KI-Technologien herauszuholen. Investitionen in KI-Anwendungen für Unternehmen brauchen Zeit, um Früchte zu tragen.


