In einem Jahr, das von Gesprächen über iPhones und KI-Verbesserungen geprägt ist, gehört eines der faszinierendsten angeblichen Apple-Produkte nicht zu den Dingen, die man in der Hand hält.
Es könnte etwas sein, das Sie begrüßt, wenn Sie nach Hause kommen.
Mehrere Berichte legen nahe, dass Apple eine smarte Videotürklingel mit Face ID entwickelt, die Bewohner erkennen und die Tür möglicherweise automatisch aufschließen soll. Sollte sie auf den Markt kommen, wäre sie Apples bislang ambitioniertester Vorstoß in den Bereich der Smart-Home-Sicherheit Bereich.
Die ersten glaubwürdigen Details zu dem Projekt tauchten Ende 2024 bei Mark Gurman von Bloomberg auf. Damals berichtete er, Apple arbeite an „einer smarten Türklingel mit fortschrittlicher Gesichtserkennung, die sich drahtlos mit einem Riegelschloss verbindet. Die Idee ist, dass die Türklingel die Tür für die Bewohner eines Hauses automatisch aufschließen könnte, indem sie ihr Gesicht scannt – so wie Face ID sie in ihr iPhone lässt.“
Einfach ausgedrückt würde die gleiche Face-ID-Technologie, die beim iPhone zum Einsatz kommt, an die Haustür gebracht. Im Gegensatz zu den meisten Videotürklingeln, die sich auf Bewegungsalarme und Zwei-Wege-Audio konzentrieren, scheint Apples angebliches Gerät auf Zugangskontrolle ausgerichtet zu sein: Es soll autorisierte Gesichter erkennen und sich in kompatible smarte Schlösser integrieren.
Datenschutz als Verkaufsargument
Der Zeitpunkt könnte Apple in die Hände spielen.
Wie 9to5Mac anmerkte, löste die jüngste Kritik an Amazons Ring-Werbung während des Super Bowl, in der eine „Search Party“-Funktion hervorgehoben wurde, bei einigen Zuschauern erneut Datenschutzbedenken aus. Dadurch ist laut 9to5Mac eine „einzigartige Gelegenheit“ für Apple entstanden, mit einer auf Datenschutz ausgerichteten Botschaft in die Kategorie einzusteigen.
Bloomberg berichtete zuvor, „Apple ist der Ansicht, in diesem Bereich einen Vorteil zu haben, weil das Unternehmen sich seit Langem zum Datenschutz bekennt. Dahinter steht der Gedanke, dass Verbraucher Apple bei der Sicherheit in den eigenen vier Wänden mehr vertrauen werden als Konkurrenten. Der Dienst könnte Apple außerdem dabei helfen, Abonnements für iCloud zu verkaufen, wo Kunden die Videos speichern würden.“
Wenn die Türklingel wie erwartet HomeKit Secure Video unterstützt, würden die Aufnahmen verschlüsselt und innerhalb des Apple-Ökosystems gespeichert. Diese Datenschutzpositionierung könnte Apple dabei helfen, sich von etablierten Anbietern wie Ring und Google Nest abzuheben, die den Markt bereits dominieren.
Teil einer größeren Smart-Home-Offensive
Die Türklingel scheint kein eigenständiges Experiment zu sein.
Laut MacRumors entwickelt Apple für 2026 mehrere auf das Zuhause ausgerichtete Produkte, darunter einen neuen HomePod mini, einen speziellen Home-Hub und Sicherheitskameras.
Der angebliche Home-Hub soll Berichten zufolge Face ID, Präsenzerkennung und einen A18-Chip bieten, um Apples Intelligence-Funktionen zu unterstützen. Berichten zufolge befinden sich zwei Modelle in der Entwicklung: eine an der Wand montierte Version und ein in eine Lautsprecherbasis integriertes Modell. MacRumors berichtet, dass Apples eigene Sicherheitskameras und eine Face-ID-Türklingel später im Jahr 2026 auf den Markt kommen könnten, der Startzeitpunkt jedoch weiterhin unklar ist.
Trotz des zunehmenden Rummels sind die Details dünn, und die Zeitpläne ändern sich laufend. Mehrere Berichte warnen, dass 2026 das frühestmögliche realistische Veröffentlichungsfenster ist und Apple das Produkt bislang nicht öffentlich bestätigt hat.
Während Sie Apples Smart-Home-Ambitionen verfolgen, sollten Sie nicht verpassen, wie die große KI-Überarbeitung von Siri erneut Verzögerungen erlitten hat und damit die Erwartungen an iOS 27 und darüber hinaus neu gestaltet.


