Apples integriertes KI-Bildwerkzeug hat ein Imageproblem.
Seit dem Start von Image Playground auf der WWDC 2024 wurde das Tool weitgehend abgeschrieben, weil es Bilder im Cartoon-Stil erzeugte, die nicht mit dem mithalten konnten, was OpenAI, Google und andere Konkurrenten bereits lieferten. Auf der WWDC 2026 in dieser Woche hat Apple nun einen deutlichen Schritt gemacht, um diese Lücke zu schließen.
Das Unternehmen stellte ein neu gestaltetes Image Playground vor , das erstmals fotorealistische Bilder erzeugen kann – ermöglicht durch ein neues generatives Modell, das auf Apples Private-Cloud-Compute-Infrastruktur läuft.
Als Image Playground vor zwei Jahren auf den Markt kam, bot es nur drei visuelle Stile: Animation, Illustration und Skizze. Das Ergebnis waren Bilder mit einer stark stilisierten, kunstwerkartigen Ästhetik – damals eine bewusste Entscheidung, die jedoch zunehmend veraltet wirkte, als Konkurrenten die fotorealistische Bildgenerierung in den Mainstream drängten..
Die neue Version sprengt diese Einschränkung vollständig. Nutzer können nun Bilder praktisch in jedem Stil erzeugen, wobei der Fotorealismus die wichtigste Neuerung ist. Apple bezeichnete das Upgrade als „eine grundlegende Transformation der Bildgenerierung auf allen Plattformen“.
Bearbeiten wird intelligenter
Über die Generierung hinaus hat Apple auch die Interaktion mit und die Verfeinerung von Bildern grundlegend überarbeitet.
Statt eine Kreation zu verwerfen und von vorne anzufangen, können Nutzer Bearbeitungen jetzt in Alltagssprache beschreiben oder direkt mit dem Bild interagieren, indem sie bestimmte Bereiche antippen, einkreisen oder übermalen, um Objekte unmittelbar zu verschieben, in der Größe zu ändern oder zu bearbeiten. Das ist ein haptischerer, intuitiverer Ansatz, der Iterationen deutlich weniger frustrierend machen dürfte.
Image Playground wird außerdem auf iOS stärker verbreitet. Neben der bereits bestehenden Integration in Nachrichten kann das Tool jetzt Sperrbildschirm-Hintergründe und Kontaktposter erstellen, und Nutzer können benutzerdefinierte Seitenverhältnisse auswählen, die zu ihrem jeweiligen Projekt passen. Apple positioniert die Funktion damit weniger als Spielerei und mehr als praktisches Werkzeug, das in den alltäglichen Gerätenutzen eingebettet ist.
Datenschutz und Transparenz bleiben zentral
Neben den visuellen Verbesserungen betont Apple den Schutz der Privatsphäre und die Transparenz bei Inhalten.
Das Unternehmen erklärt, dass die generierten Bilder mithilfe von Private Cloud Compute erstellt werden und jedes KI-generierte Bild automatisch ein verborgenes SynthID-Wasserzeichen erhält, das es als KI-generiert kennzeichnet.
Das Unternehmen erklärt, dass dies auch für bearbeitete Fotos aus der verbesserten Fotos-App gilt.
Das Update kommt mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 und ist derzeit als Betaversion für Entwickler verfügbar. Die öffentliche Veröffentlichung wird für diesen Herbst erwartet.


