Certis hat gerade eine neue Art von Wachmann eingestellt.
Und der fährt auf Rädern, nutzt Sensoren und verfügt über ein KI-„Gehirn“.
Certis Group und FieldAI haben angekündigt, dass sie eine strategische Partnerschaft eingegangen sind , um autonome Roboter in realen Sicherheitsbereichen einzusetzen. Dabei werden FieldAIs Autonomiesoftware und Certis’ Kommando- und Kontrollplattformen sowie operative Arbeitsabläufe kombiniert. Die Unternehmen erklärten, Ziel seien skalierbare Einsätze in großen Sicherheitsumgebungen mit mehreren Standorten, in denen Roboter neben menschlichen Teams arbeiten.
Was die Partnerschaft tatsächlich auf den Weg bringt
Certis erklärte, seine Mozart™-Orchestrierungsplattform werde Roboter, menschliche Teams, Arbeitsabläufe und Kommandosysteme in realen Umgebungen koordinieren. Aufseiten von FieldAI stehen die Field Foundation Models™ im Mittelpunkt der Ankündigung. Das Unternehmen beschreibt sie als universell einsetzbare Autonomiesoftware, die als „Gehirn“ für verschiedene Robotertypen fungieren und in komplexen, dynamischen Umgebungen ohne vorherige Karten oder festgelegte Routen agieren kann.
FieldAI-CEO Ali Agha erklärte, der Ansatz sei darauf ausgelegt, mit „Unsicherheit“ umzugehen und sich über verschiedene Einsätze hinweg weiterzuentwickeln, während die Flotte aus neuen Umgebungen lernt. In der Mitteilung heißt es außerdem, FieldAI habe ein Büro in Singapur eröffnet, um Einsätze und Integrationsarbeiten mit Certis zu unterstützen.
Wenn diese „Robotergehirn“-Formulierung vertraut klingt, liegt das daran, dass immer mehr Robotikhersteller universell einsetzbare Autonomiesoftware statt auf einzelne Standorte zugeschnittener Skripte anbieten.
Warum der Sicherheitssektor ein Prüfstein ist
Laut der Ankündigung erklärte Ng Tian Beng, President und Group CEO von Certis, die Sicherheitsbranche „beschäftigt weltweit mehr als 30 Millionen Menschen“. Er beschrieb das Umfeld als zunehmend komplex und durch Arbeitskräftemangel geprägt, wobei Zuverlässigkeit, Sicherheit und Rechenschaftspflicht „nicht verhandelbar“ seien. Die Unternehmen positionieren Roboter als Möglichkeit, Routineaufgaben zu übernehmen, während Menschen sich auf übergeordnete Analysen und kritische Reaktionen konzentrieren.
In der Mitteilung werden als frühe Zielanwendungen unter anderem autonome Patrouillen, die Erkennung von Vorfällen in Echtzeit, die Fernüberwachung sowie koordinierte Reaktionen von Menschen und Robotern genannt. Außerdem heißt es, die Roboter seien für den Einsatz in Innen- und Außenbereichen vorgesehen, darunter öffentliche Infrastruktur, Verkehrsknotenpunkte, gewerbliche und industrielle Anlagen sowie abgelegenere oder gefährliche Orte.
Das ist Teil einer größeren Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt: KI verändert, wie Teams Arbeit priorisieren, überwachen und dokumentieren, noch bevor sich Veränderungen bei den Beschäftigtenzahlen zeigen. Und es ist Teil eines breiteren Vorstoßes in der Robotik, einschließlich der Versuche, Bildverarbeitungs- und Autonomiestacks über Einzweckmaschinen hinaus zu skalieren.
Was sich in der Sicherheitsbranche zuerst verändert, sind nicht die Uniformen, sondern die Arbeitsabläufe: Wer wird geschickt, wer überwacht, was wird automatisch protokolliert und wie wird der „Blick auf den Einsatzort“ zu einer gemeinsamen Aufgabe von Menschen und Maschinen?
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