ChatGPT kommt nach Excel: OpenAI führt Tabellenkalkulationstools mit GPT-5.4-Unterstützung ein

ChatGPT letters on blocks with a lightbulb on blue background.

Image: rfaizal707/Envato

Verfasst von
Aminu Abdullahi
Aminu Abdullahi
Mar 6, 2026
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OpenAI hat am Donnerstag die Beta-Version von ChatGPT für Excel angekündigt. Dabei handelt es sich um ein Add-in, das das neueste KI-Modell des Unternehmens direkt in Arbeitsmappen einbettet und Nutzern ermöglicht, Tabellenmodelle in natürlicher Sprache zu erstellen, zu aktualisieren und zu analysieren, anstatt Formeln manuell zu schreiben.

Nach Angaben des Unternehmens kann das Tool Nutzern dabei helfen, neue Tabellenmodelle zu erstellen, bestehende zu aktualisieren und Szenarioanalysen direkt in der Arbeitsmappe durchzuführen. Analysten können in natürlicher Sprache beschreiben, was sie benötigen, und die KI kann das Excel-Modell automatisch erstellen oder ändern.

OpenAI erklärte, dass das Ziel darin bestehe, den Zeitaufwand für wiederkehrende Aufgaben zu reduzieren, damit sich Fachleute stärker auf Analyse und Entscheidungsfindung konzentrieren können.

Das System kann außerdem erklären, wie die Ergebnisse der Tabellenkalkulation entstanden sind, indem es Antworten mit den für die Berechnungen verwendeten Zellen verknüpft. Bevor Änderungen vorgenommen werden, bittet das Tool um die Zustimmung des Nutzers, sodass Bearbeitungen bei Bedarf überprüft oder rückgängig gemacht werden können.

Mit GPT-5.4 für Finanz-Workflows

Die Tabellenfunktionen basieren auf dem neuesten KI-Modell von OpenAI, GPT-5.4, genauer gesagt auf der Variante GPT-5.4 Thinking. Das Unternehmen erklärt, das Modell sei darauf trainiert worden, komplexe Finanz- und Analyse-Workflows durchzuführen.

Laut OpenAI zeigt das Modell deutliche Verbesserungen bei Aufgaben, die Finanzanalysten häufig erledigen, darunter Modellierung, Szenariotests und ausführliche Recherche.

Bei einem internen Benchmark für Investmentbanking, der Aufgaben wie die Erstellung von Drei-Abschluss-Modellen mit korrekten Quellenangaben umfasst, stieg die Leistung des neuen Modells von 43,7 % mit GPT-5 auf 87,3 % mit GPT-5.4 Thinking.

Auch über die Finanzwelt hinaus erweist sich GPT-5.4 als leistungsfähiger Mitarbeiter. OpenAI zufolge übertraf das Modell bei GDPval in 83 % der Fälle Büroangestellte. Der Benchmark misst die Leistung bei realen Aufgaben in 44 verschiedenen Berufen.

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Finanzdaten-Integrationen hinzugefügt

Zusammen mit den Tabellenkalkulationstools führte OpenAI neue Integrationen für Finanzdaten in ChatGPT ein. Die Integrationen verbinden den Chatbot mit Anbietern von Markt- und Research-Daten und ermöglichen es Nutzern, verifizierte Daten direkt in ihre Workflows zu übernehmen.

Zu den Datenpartnern gehören Moody’s, Third Bridge, MT Newswire, MSCI, Dow Jones Factiva und FactSet.

Über diese Verbindungen können Nutzer auf Pflichtmitteilungen, Unternehmensdaten, Research-Berichte und Marktinformationen zugreifen und daraus beispielsweise Gewinnzusammenfassungen, Bewertungsübersichten oder Kreditmemos erstellen.

OpenAI erklärt, die Integrationen sollten den Bedarf verringern, während der Recherche oder Finanzanalyse zwischen mehreren Tools zu wechseln.

Verfügbarkeit und erste Einschränkungen

Die Beta wird jetzt für Nutzer von ChatGPT Plus, Pro, Team, Business, Enterprise und Edu ausgerollt. Der Rollout ist derzeit auf die Vereinigten Staaten, Kanada und Australien beschränkt.

Für Unternehmenskunden, die sich wegen sensibler Daten sorgen, wies OpenAI darauf hin, dass „mit ChatGPT Enterprise geteilte Daten nicht zum Trainieren oder Verbessern unserer Modelle verwendet werden“. Während das Excel-Add-in derzeit im Mittelpunkt steht, bestätigte das Unternehmen, dass ChatGPT für Google Sheets „bald verfügbar“ sein wird.

OpenAI wies darauf hin, dass sich die Funktion noch weiterentwickelt. Einige Antworten können länger dauern, während das Unternehmen die Leistung verbessert, und bestimmte komplexe Formeln müssen möglicherweise weiterhin manuell von den Nutzern angepasst werden.

Ebenfalls lesenswert: Microsoft sagt, dass bösartige KI-Chrome-Erweiterungen bereits fast 900.000 Nutzer infiziert haben und möglicherweise ChatGPT-Unterhaltungen sowie sensible Daten stehlen.

Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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