China setzt „Roboterpolizisten“ gegen den Feiertagsverkehr ein

A humanoid traffic robot dressed in a police uniform, complete with a high-visibility yellow vest, white cap, and sunglasses, directs traffic at a city intersection in Wuhu, China. The robot's right hand is raised in a "stop" gesture as cars pass in the background.

Credit: Xinhua

Verfasst von
Aminu Abdullahi
Aminu Abdullahi
May 6, 2026
3 minute read
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Der Feiertagsverkehr in einer der meistbesuchten Touristenstädte Chinas wartete in diesem Jahr mit einem ungewöhnlichen Anblick auf: Roboterpolizisten lenkten Menschenströme, sprachen Warnungen aus und gaben sogar Wegbeschreibungen.

Während der Feiertage zum 1. Mai setzte Hangzhou das ein, was staatliche Medien als Chinas erste offiziell organisierte Roboter-Verkehrspolizeieinheit bezeichnen. Laut Global Times und Xinhua besteht die Einheit aus 15 intelligenten Robotern , die an wichtigen Kreuzungen stationiert sind, unter anderem im beliebten Landschaftsgebiet am Westsee.

Die Aufgabe dieser Maschinen besteht darin, den Verkehr zu regeln, Fußgänger und Radfahrer zu lotsen und menschliche Beamte dabei zu unterstützen, während einer der reisestärksten Zeiten des Jahres für Ordnung zu sorgen.

Der Schritt markiert den Übergang von früheren Erprobungen zu einem stärker koordinierten Einsatz unter realen Bedingungen. Zuvor wurden die Roboter bei Großveranstaltungen wie Marathons eingesetzt, nun sind sie im städtischen Alltag im Einsatz und bewältigen den dichten Feiertagsverkehr.

Was die Roboter tatsächlich tun

Die Maschinen sind dafür ausgelegt, sich wiederholende, zeitaufwendige Aufgaben zu übernehmen, die üblicherweise von menschlichen Beamten erledigt werden.

Ausgestattet mit Bilderkennungssystemen überwachen sie Kreuzungen auf Verstöße wie das Überfahren von Haltelinien, Fahren ohne Helm oder das Betreten von Fahrspuren. Wenn sie einen Verstoß erkennen, geben sie Sprachwarnungen aus. Werden diese nach wiederholten Hinweisen ignoriert, zeichnet das System den Verstoß auf und übermittelt ihn an eine zentrale Leitstelle, laut Global Times.

Außerdem dienen sie als digitale Assistenten. Touristen können über einen Touchscreen und eine Sprachschnittstelle mit den Robotern interagieren und nach dem Weg fragen. Mithilfe von Verkehrsdaten in Echtzeit schlagen die Roboter optimale Routen zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln vor.

Darüber hinaus sind die Roboter mit Ampelanlagen synchronisiert und mit den standardisierten Handzeichen der Verkehrspolizei programmiert. So können sie Fahrzeuge und Fußgänger mit klaren, koordinierten Gesten dirigieren.

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Konkrete Auswirkungen vor Ort

Erste Zahlen deuten darauf hin, dass die Roboter bereits aktiv Verstöße ahnden. In nur drei Tagen sprachen die Maschinen 11.897 Warnungen aus – durchschnittlich etwa eine Warnung pro Minute und 43 Sekunden –, berichtet The Straits Times unter Berufung auf Hangzhou Daily.

Die Präsenz der Maschinen könnte auch verändern, wie Menschen auf Kontrollen reagieren. Wie The Straits Times berichtet, sagte Polizeibeamter Chen Sanchuan: „Die mündlichen Hinweise der Roboter sind objektiv und direkt, deshalb nehmen die Menschen sie eher an.“

Die Behörden erklären, dass die Roboter kontinuierlich arbeiten können – acht bis neun Stunden pro Tag. Dadurch wird die körperliche Belastung für menschliche Beamte verringert, die andernfalls Aufgaben wie die manuelle Verkehrsregelung oder das wiederholte Aussprechen von Warnungen übernehmen müssten.

Über Hangzhou hinaus: eine landesweite Initiative

Hangzhou ist nicht allein. Auch aus anderen Städten wurden während der Feiertage ähnliche Robotereinsätze gemeldet.

In Kaschgar regelte ein Roboter in einer gut sichtbaren Uniform an einer stark frequentierten Kreuzung den Verkehr, während in Ordos zwei Roboterpolizisten Aufgaben der Verkehrskontrolle und Verkehrssicherheitserziehung übernahmen, laut Xinhua. Unterdessen schlossen sich in Shenzhen sogar humanoide Roboter Streifenteams an und erregten online Aufmerksamkeit.

Experten zufolge spiegelt dies eine umfassendere nationale Strategie wider, künstliche Intelligenz in öffentliche Dienste zu integrieren. Jiang Lei, ein von Xinhua zitierter Robotikforscher, sagte: „Dieser Trend deutet darauf hin, dass Roboterpolizisten erst der Anfang sind und weitere Branchen in China ihre intelligente Transformation beschleunigen dürften.“

Lesen Sie auch: Die Roboterhände von Linkerbot sind Teil von Chinas umfassenderem Wettlauf um die Entwicklung geschickter Roboter für die Fertigung, das Gesundheitswesen und andere Anwendungen in der realen Welt.

Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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