MiniMax ist längst nicht mehr nur ein weiteres KI-Start-up. Das Unternehmen bereitet seinen Börsengang vor.
Das chinesische KI-Unternehmen strebt laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen einen Börsengang im Umfang von 600 Millionen US-Dollar an, der von Alibaba und den Investmentbehörden Abu Dhabis unterstützt wird. Der endgültige Umfang und der Zeitpunkt des Angebots können sich jedoch noch ändern.
Laut einem Bericht von The Business Times erklärten mit der Situation vertraute Quellen, dass das chinesische Start-up kürzlich eine Vereinbarung mit der Investmentbehörde Abu Dhabis und Alibaba getroffen habe. Aufgrund des vertraulichen Charakters der Angelegenheit wollten die Quellen gegenüber The Business Times ihre Namen nicht nennen.
Wichtige Details zur Vereinbarung
Das KI-Start-up dürfte mehr als diesen Betrag einnehmen, wobei im weiteren Verlauf möglicherweise noch weitere Geldgeber hinzukommen, wie der Bericht weiter enthüllte. Die Zeichnungsaufträge der Investoren sollen am 31. Dezember beginnen, da der erwartete Börsengang des Unternehmens im Januar näher rückt.
Als eines der wenigen überlebenden Unternehmen aus den Preis-kämpfen der „Battle of One Hundred Models“ in China ist dieses Start-up entschlossen, eines der ersten chinesischen KI-Start-ups auf dem heimischen Markt zu werden, das an die Börse geht.
Alibaba und die Investmentbehörden Abu Dhabis sind nicht die einzigen Beteiligten an dieser Vereinbarung. Die nicht namentlich genannten Personen erklärten außerdem, dass Perseverance Asset Management, IDG Capital und Mirae Asset, ein südkoreanisches Finanzdienstleistungsunternehmen, zu den wichtigen Investoren gehören werden, die MiniMax voraussichtlich unterstützen.
Da weitere Investoren hinzukommen, könnten sich der endgültige Umfang der Vereinbarung und ihr Zeitplan ändern, wie der Bericht enthüllte.
Wettlauf zwischen chinesischen und US-amerikanischen KI-Start-ups
Es bleiben jedoch Fragen zur Nachhaltigkeit. Viele chinesische KI-Start-ups, darunter MiniMax, haben Schwierigkeiten, mit der Leistung größerer Unternehmen mitzuhalten, die ihre Fähigkeiten rasch ausbauen.
OpenAI beispielsweise ist auf dem besten Weg, jährlich 13 Milliarden US-Dollar Umsatz zu erzielen – deutlich mehr als der Umsatz von MiniMax im vergangenen Jahr, der 30,5 Millionen US-Dollar betrug.
In diesem Jahr ist viel Geld in KI-Start-ups geflossen, wobei China und die USA direkte Wettbewerber sind. Die Chinesen konzentrieren sich offenbar stärker auf die Erschwinglichkeit von KI als Wettbewerbsvorteil, während US-amerikanische KI-Unternehmen ebenfalls daran arbeiten, ihre Modelle zu verbessern und so ihren Vorsprung zu behaupten.
Technologiekonzerne wie Meta haben bereits mehrere Schritte unternommen, um kleinere KI-Start-ups zu übernehmen und sogar KI-Experten in ihre Teams zu holen. Die jüngste Übernahme durch Meta ist ein 2-Milliarden-US-Dollar-Deal für ein in Singapur ansässiges, in China gegründetes KI-Unternehmen.
So steht es um asiatische KI-Start-ups
Der Börsengang im Umfang von 600 Millionen US-Dollar ist Teil eines umfassenderen, vierjährigen Wettlaufs Hongkonger Start-ups, die im Dezember an die Börse gehen wollen.
In den kommenden Jahren dürften KI-Unternehmen zu den wertvollsten Unternehmen überhaupt gehören und traditionelle Software- und Automobilunternehmen übertreffen, insbesondere in asiatischen Regionen.
Weitere Informationen dazu, wie gewaltige Kapitalmengen die KI-Landschaft neu gestalten, finden Sie in der Berichterstattung von eWeek über SoftBanks abgeschlossene Investition von 40 Milliarden US-Dollar in OpenAI.


