Am 13. November hat Dänemark ein wegweisendes Rahmenwerk für den Einsatz künstlicher Intelligenz im Einklang mit dem Gesetz der Europäischen Union über künstliche Intelligenz (AIA) und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vorgestellt. Der AIA ist ein wegweisendes, risikobasiertes Regulierungsrahmenwerk für die Entwicklung, Nutzung und Anwendung von KI durch Unternehmen, das im März vom Europäischen Parlament verabschiedet wurde und im August vollständig in Kraft trat, nachdem es die Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten, der Gesetzgeber und der Europäischen Kommission erhalten hatte.
Das Rahmenwerk ist in einem Whitepaper dargelegt und richtet sich an die Unternehmensleitung, Projektteams und für die KI-Implementierung im öffentlichen und privaten Sektor verantwortliche Personen. Es behandelt mehrere Aspekte, darunter die Definition von Einsatzszenarien für KI-Assistenten, den Einsatz von KI in der Gesellschaft, die Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor, den rechtlichen Rahmen, die Ausweitung der KI-Implementierung, die Schulung von Mitarbeitenden sowie den Aufbau von Strukturen für Nachbereitung und Unterstützung innerhalb der regulatorischen Grenzen von AIA und GDPR.
Öffentlicher und privater Sektor fordern Rahmenwerk
Mit Unterstützung des öffentlichen Sektors hat die IT-Beratung Netcompany ein Bündnis angeführt , in dem sich große dänische Unternehmen zusammengeschlossen haben, um das Whitepaper auszuarbeiten. Es bietet einen rechtlichen, technischen und organisatorischen Leitfaden für den Umgang mit der neuen Realität und den Herausforderungen, die KI mit sich bringt, und dient Unternehmen als Vorlage für die Implementierung und den Einsatz von KI-Systemen, um die Bereitstellung sicherer und zuverlässiger Dienste für Verbraucher zu gewährleisten.
„In Dänemark haben wir bereits gezeigt, wie der öffentliche und der private Sektor zusammenarbeiten können, um groß angelegte digitale Lösungen verantwortungsvoll umzusetzen, die auf demokratischen Werten und komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen beruhen“, sagte André Rogaczewski, Vorsitzender von DI Digital und CEO von Netcompany. „Mit dieser neuen Zusammenarbeit übernehmen wir erneut eine Vorreiterrolle – diesmal beim verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz.“
Eine der maßgeblichen Institutionen, die sich für ein solches Rahmenwerk einsetzen, ist der dänische Verband für Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Elektronik DI Digital, der Unternehmen aus den Bereichen IT, Elektronik und Telekommunikation vertritt. Auch Microsoft, Dubex, Trifork, Kammeradvokaten und weitere Organisationen aus der Finanzbranche wie ATP, Jyske Bank, PFA, Spar Nord und Topdanmark unterstützen das Vorhaben.
Netcompany hält das 35-seitige Dokument „Responsible Use of AI Assistants in the Public and Private Sectors“ für weitere interessierte Parteien offen, damit diese die Leitlinien ergänzen können.
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