Ford, GM und Stellantis streichen mehr als 20.000 Stellen, während KI die Arbeit in der Autoindustrie verändert

man carrying a box of belongings in office

Image: Vitaly Gariev/Unsplash

Verfasst von
Aminu Abdullahi
Aminu Abdullahi
May 18, 2026
3 minute read
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Amerikas bekannteste Autohersteller bauen ihre Personalbestände ab.

Die „Detroit Three“ – General Motors, Ford und Stellantis – haben in den vergangenen Jahren zusammen mehr als 20.000 Angestelltenstellen in den USA abgebaut. Das entspricht laut Unternehmensangaben und von CNBC ausgewerteten Beschäftigungsdaten etwa 19 % ihrer gemeinsamen Belegschaft in Büroberufen gegenüber den jüngsten Höchstständen in diesem Jahrzehnt.

Der Rückgang spiegelt den stetigen Abbau nach früheren Einstellungswellen wider, insbesondere bei General Motors, das seine US-Belegschaft in Büroberufen zuvor deutlich vergrößert hatte, bevor das Unternehmen in den vergangenen Jahren den Kurs umkehrte.

GM führt den Stellenabbau an

Auf General Motors entfällt der größte Anteil des Stellenabbaus: Zwischen 2022 und dem vergangenen Jahr verringerte das Unternehmen die Zahl seiner Angestellten in den USA um rund 11.000. Dem war eine Phase rascher Expansion vorausgegangen, in der die US-Belegschaft von GM in Büroberufen von etwa 48.000 Beschäftigten im Jahr 2020 auf rund 58.000 im Jahr 2022 wuchs, bevor der Abbau begann.

Zu den jüngsten Kürzungen gehörten auch im Zuge von Umstrukturierungen erfolgte Entlassungen in Bereichen wie der Informationstechnologie sowie im Zusammenhang mit dem Auslaufen des Robotaxi-Geschäfts von Cruise, wie CNBC berichtet. GM hat kürzlich außerdem weltweit zwischen 500 und 600 Angestellte entlassen. Quellen erklärten gegenüber CNBC, dass viele dieser Stellen im IT-Betrieb angesiedelt waren und teilweise mit dem Wandel des Personalbedarfs im Zusammenhang mit KI standen.

Ford und Stellantis bauen schrittweise ab

Auch Ford Motor hat seine Belegschaft aus Angestellten reduziert und gegenüber dem Höchststand von 2020 rund 5.300 Stellen in Büroberufen in den USA abgebaut; im vergangenen Jahr waren es noch etwa 30.700 Beschäftigte. Stellantis, der Mutterkonzern von Chrysler, ist einen ähnlichen Weg gegangen, allerdings in geringerem Umfang: Die Zahl seiner Angestellten sank von etwa 15.000 im Jahr 2020 auf rund 11.000 in den vergangenen Jahren.

Zusammen erreichte die Belegschaft der Autohersteller aus Detroit in Büroberufen 2022 mit etwa 102.000 Stellen ihren Höchststand, bevor sie bis zum Ende des vergangenen Jahres auf ungefähr 88.700 sank.

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KI und der Wandel der Branche treiben die Veränderungen voran

Führungskräfte und Analysten verweisen auf ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren hinter dem Stellenabbau, darunter der Aufstieg softwaredefinierter Fahrzeuge sowie elektrischer und autonomer Systeme, und die wachsende Bedeutung von KI im Arbeitsalltag.

Ford-CEO Jim Farley ist eine der deutlichsten Stimmen dieses Wandels. Auf dem Aspen Ideas Festival sagte er im Juli: „Künstliche Intelligenz wird buchstäblich die Hälfte aller Büroangestellten in den USA ersetzen.“ Außerdem erklärte er: „KI wird viele Büroangestellte zurücklassen“, wie CNBC berichtete.

Auch Wirtschaftswissenschaftler und Arbeitsmarktforscher erwarten, dass sich dieser Trend verstärkt. Gad Levanon vom Burning Glass Institute weist darauf hin, dass Tätigkeiten in Verwaltung, Finanzwesen, IT und Programmierung zu den am stärksten von Automatisierung bedrohten Bereichen gehören, während einige Verluste durch neue Stellen in Bereichen wie Cybersicherheit und autonomen Systemen ausgeglichen werden könnten.

Einstellungen gibt es weiterhin – sie verändern sich

Trotz der Entlassungen bauen die Autohersteller ihre Belegschaften nicht ausnahmslos ab. Toyota Motor etwa hat seine US-Belegschaft in Büroberufen Berichten zufolge zwischen 2020 und 2025 um etwa 31 % vergrößert und erreichte rund 47.500 Beschäftigte.

Auch innerhalb der Detroit Three wird in gezielten Bereichen weiter eingestellt. Stellantis-CEO Antonio Filosa erklärte, das Unternehmen plane trotz der anhaltenden umfassenderen Umstrukturierung weiterhin, in Nordamerika mehr als 2.000 Stellen in Büroberufen zu schaffen. 

Insgesamt führen die Autohersteller weiterhin mehr als 2.000 offene Stellen in den USA auf, von denen laut den von CNBC zitierten Stellenausschreibungen der Unternehmen fast 400 mit KI-Aufgaben verbunden sind.

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Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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