Google verändert stetig, was es bedeutet, zu „suchen“. Statt einfach eine kurze Liste von Links auszuliefern und es dabei zu belassen, experimentiert das Unternehmen damit, die Suche in einen Ort zu verwandeln, an dem Ideen Gestalt annehmen und Projekte entstehen können.
Der neueste Schritt in diese Richtung ist Canvas, ein direkt in den AI Mode integrierter Arbeitsbereich, der Nutzern beim Suchen einen dauerhaft verfügbaren Ort zum Brainstormen, Organisieren und Erstellen bietet.
Canvas wird nun für Nutzer in den gesamten USA eingeführt und bringt einen Workflow im Stil eines Projekts in die Google-Suche. Nutzer können über dialogbasierte Prompts Gliederungen, Entwürfe und sogar einfache Tools entwickeln und ihre Ideen schrittweise verfeinern, während der AI Mode den Arbeitsbereich in Echtzeit aktualisiert.
Ein seitlicher Bereich für sich weiterentwickelnde Ideen
Canvas erscheint als eigener seitlicher Bereich innerhalb des AI Mode, der Nutzern beim Suchen Raum gibt, Informationen zu sammeln, Pläne zu skizzieren und Ideen auszuarbeiten. Statt eine einzelne Antwort zu liefern und danach zu verschwinden, bleibt der Arbeitsbereich neben den Ergebnissen aktiv, sodass sich Projekte in mehreren Etappen entwickeln können.
Wenn Nutzer weitere Prompts hinzufügen, aktualisiert der AI Mode Canvas in Echtzeit, verfeinert Entwürfe, erweitert Gliederungen oder ordnet Informationen neu. Der Bereich bleibt über mehrere Sitzungen hinweg erhalten, sodass Nutzer später zurückkehren und am selben Projekt weiterarbeiten können.
Von groben Entwürfen zu funktionierenden Tools
Canvas kann direkt im Arbeitsbereich auch einfache Tools und Dashboards erstellen und Prompts im seitlichen Bereich in funktionierende Prototypen verwandeln.
Diese erstellten Inhalte können aktuelle Informationen aus dem Web und aus Googles Knowledge Graph einbinden, um Daten und Strukturen zu ergänzen. Für technisch anspruchsvollere Aufgaben können Nutzer eine Ansicht des zugrunde liegenden Codes einblenden und das Ergebnis über weitere Prompts feinabstimmen, bis sich das Tool oder die Oberfläche wie gewünscht verhält.
Dieser Ansatz ebnet den Weg für einfache Tools, die direkt in der Suche erstellt werden. Ein Student könnte beispielsweise einen Stipendien-Tracker zusammenstellen, während ein Entwickler ein kleines interaktives Hilfsprogramm oder Dashboard prototypisch umsetzen könnte, ohne den Browser zu verlassen.
So verwenden Sie Canvas im AI Mode
Um ein Projekt zu starten, öffnen Nutzer den AI Mode in Google Search und wählen im Toolmenü (+) die Option Canvas aus. Anschließend können sie beschreiben, was sie erstellen möchten, etwa einen Lernplan oder ein anderes benutzerdefiniertes Tool.
Der AI Mode erstellt im Canvas-Bereich einen funktionierenden Prototypen und bindet beim Strukturieren des Projekts relevante Informationen ein. Anschließend können Nutzer das Ergebnis testen, Layout oder Funktionen anpassen und es über weitere Prompts oder durch Anzeigen und Bearbeiten des zugrunde liegenden Codes weiter verbessern.
Das Experiment, aus dem Canvas hervorging
Canvas baut auf früheren Tests in den AI Mode Labs auf, in denen Google die Funktion erstmals einer kleineren Gruppe von Nutzern vorstellte, die mit KI-gestützten Suchtools experimentierte. In seiner frühen Form konzentrierte sich der Arbeitsbereich vor allem darauf, Menschen beim Organisieren von Informationen und beim Erstellen strukturierter Pläne für Aufgaben wie Lernen oder die Vorbereitung von Projekten zu unterstützen.
Google hat Canvas inzwischen erweitert, sodass auch Aufgaben wie kreatives Schreiben und Programmieren mit Planungs-Workflows unterstützt werden. Während früherer Tests in den AI Mode Labs deutete das Unternehmen außerdem an, dass künftige Updates Nutzern ermöglichen könnten, eigene Dateien wie Notizen oder Kursmaterialien hochzuladen, um Projekten zusätzlichen Kontext zu geben.
Google hat unveiled Gemini 3.1 Flash-Lite, das auf Geschwindigkeit und Effizienz ausgelegt ist.


