Ein in China ansässiges Entwicklungsteam hat kürzlich einen autonomen KI-Agenten namens Manus vorgestellt. Zwar sind viele Details noch nicht bekannt, doch die Lösung des Teams soll OpenAI – einen der wichtigsten Konkurrenten – in ersten Benchmarks übertroffen haben.
Was ist ein KI-Agent?
KI-Agenten wurden entwickelt, um fundierte Entscheidungen zu treffen, grundlegende Aufgaben zu erledigen und auf Grundlage ihrer bisherigen Erfahrungen und Interaktionen zu lernen. KI-Agenten stellen die nächste Generation virtueller Assistenten dar.
Manus ist ein autonomer KI-Agent. Während viele aktuelle KI-Modelle eine menschliche Interaktion per textbasiertem Chat oder Sprachbefehl erfordern, funktioniert Manus ohne schrittweise Anweisungen. Zu den ersten Fähigkeiten von Manus gehören unter anderem die Suche nach B2B-Lieferanten, die Erfassung potenzieller Kunden, die Erstellung von Lehrmaterialien und die Reiseplanung.
KI-Agenten sind zwar nicht gerade neu, doch der Aufstieg großer Sprachmodelle (LLMs) hat ihre Popularität gesteigert. In Kombination erleichtern KI-Agenten und LLMs die Interaktion mit KI und das Erreichen bestimmter Ziele.
Analyse der ersten Benchmarks
Das in China ansässige Entwicklungsteam hinter dem neuen KI-Agenten, bekannt als Manus AI, hat ein Einführungsvideo auf YouTube veröffentlicht, um seine neueste Innovation anzukündigen. Das Video behandelte nicht nur typische Anwendungsfälle wie die Prüfung von Lebensläufen, die Recherche zu Immobilien und die Aktienanalyse, sondern hob auch die Ergebnisse von Manus in ersten Benchmarktests hervor.
Für den Test von Manus’ Fähigkeit, Probleme aus der realen Welt zu lösen, nutzte das Team GAIA, ein gängiges Benchmarksystem für KI-Assistenten und andere generative KI-Tools. Im Vergleich zu früheren Benchmarks, die einst als „State of the Art“ (SOTA) galten, erzielte Manus in allen drei Schwierigkeitsstufen höhere Werte.
Doch damit waren die Tests noch nicht beendet. Das Manus-AI-Team maß die Leistung von Manus auch direkt im Vergleich zu OpenAI – und Manus übertraf auch diese Werte.
- Stufe 1: Manus (86,5 %) / OpenAI (74,3 %) / Bisherige SOTA (67,9 %).
- Stufe 2: Manus (70,1 %) / OpenAI (69,1 %) / Bisherige SOTA (67,4 %).
- Stufe 3: Manus (57,7 %) / OpenAI (47,6 %) / Bisherige SOTA (42,3 %).
Die ersten Benchmark-Ergebnisse sind vielversprechend, doch Manus ist derzeit nur im Rahmen einer Vorschau verfügbar, für die eine Einladung erforderlich ist. Ein genaues Veröffentlichungsdatum wurde nicht bekannt gegeben, und es ist unklar, wann der neue KI-Agent der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen wird.
Der Wettbewerb bei KI-Modellen nimmt Fahrt auf
Der Wettbewerb in der aktuellen KI-Landschaft nimmt täglich zu. Zwischen Manus und mehreren anderen Arten von KI-Modellen, die 2025 veröffentlicht wurden, entwickelt sich das Jahr bereits zu einer entscheidenden Phase für die Entwicklung der KI der nächsten Generation.


