Meta teilt weitere technische Details zu Aria Gen 2, der neuesten Version seiner für Forschende aus den Bereichen Robotik, Augmented Reality (AR), kontextbezogene KI und maschinelle Wahrnehmung (MP) entwickelten Brille.
Aria Gen 2 wurde im Februar 2025 angekündigt, und nun liefert Meta „…einen ausführlichen Überblick über die Bauform, die Audiofunktionen, die Akkulaufzeit, die verbesserten Kameras und Sensoren, die Rechenleistung direkt auf dem Gerät und mehr.“
Bauform
Aria Gen 2 bietet gegenüber dem Original zahlreiche Verbesserungen beim Tragekomfort. Nutzer können aus mehreren Größenvarianten wählen, darunter:
- Fassung: 145 mm / 152 mm
- Bügellängen: 154 mm / 158 mm
- Nasenpad: hoch / niedrig
Je nach Größe wiegt Aria Gen 2 zwischen 74 und 76 Gramm. Obwohl das Gerät damit schwerer ist als herkömmliche Brillen, die typischerweise zwischen 20 und 50 Gramm wiegen, entspricht sein Gewicht dem der 2020 veröffentlichten Aria-Brille der ersten Generation.
Zu den Hardware-Verbesserungen gehören eine LED-Statusleuchte, ein integrierter Privatsphäre-Schalter, Stereolautsprecher und integrierte Lautstärkeregler. All dies soll lange Forschungssitzungen ermöglichen, ohne Komfort oder Benutzerfreundlichkeit zu beeinträchtigen.
Sensorintegration
Metas Aria Gen 2 verfügt über eine verbesserte Belichtungssteuerung und einen Umgebungslichtsensor, was letztlich auch bei niedrigeren Bildraten zu einer besseren Funktionalität führt. Ein integrierter Ultraviolettmodus kann zwischen natürlicher (Außen-) und künstlicher (Innen-)Beleuchtung unterscheiden. Außerdem sind in Aria Gen 2 insgesamt acht Mikrofone verbaut, darunter ein Kontaktmikrofon im Nasenpad.
Die smarte Brille verfügt über einen Herzfrequenzmesser in Form eines Photoplethysmografie-Sensors (PPG-Sensors), der ebenfalls im Nasenpad verbaut ist.
Computersicht und maschinelle Wahrnehmung
Mit einem hohen Dynamikumfang (HDR) von 120 dB verdoppelt Aria Gen 2 den visuellen Bereich gegenüber der bisherigen Leistungsfähigkeit von 70 dB. Die Brille verfügt über nicht weniger als vier CV-Kameras sowie eine zusätzliche 12-MP-RGB-Kamera. Darüber hinaus bietet sie eine Reihe von MP-Algorithmen, die direkt auf dem Gerät ausgeführt werden, darunter:
- Visuell-inertiale Odometrie (VIO): Aria Gen 2 nutzt VIO, um nahezu jede Umgebung nahtlos zu kartieren und darin zu navigieren.
- Blickverfolgung: Metas neue Forschungsbrille nutzt zwei Kameras – eine unter jedem Glas –, um die Augen des Trägers aktiv zu verfolgen und anhand zahlreicher Faktoren zu vermessen. Dazu gehören Pupillendurchmesser, Blinzelerkennung, Vergenzpunkt und weitere Merkmale.
- Handtracking: Die smarte Brille verfolgt auch die Hände des Trägers und eignet sich damit ideal für Aufgaben wie die Manipulation von Roboterhänden.
Alle diese Algorithmen greifen auf einen speziell entwickelten Koprozessor zurück, der von Meta engineers entwickelt wurde und neben dem Hauptprozessor verbaut ist.
Die Zukunft bahnbrechender Forschung gestalten
Im Gegensatz zu smarten Brillen für Verbrauchersind die Brillen von Aria Gen 2 für Wissenschaftler und Forschende konzipiert, die die Grenzen moderner Technologie kontinuierlich erweitern.
Die Bewerbungen für Aria Gen 2 werden zwar irgendwann im Jahr 2025 möglich sein, doch Meta nimmt weiterhin Bewerbungen von Forschenden entgegen, die mit der ursprünglichen Generation der smarten Aria-Brille beginnen möchten.


