Mark Zuckerberg hat bei Meta ein neues KI-Labor ins Leben gerufen, das sich auf die Entwicklung künstlicher Superintelligenz konzentriert. Und er stellt das Team selbst zusammen.
Berichten der New York Times und Bloomberg zufolge ist Zuckerberg in das gewechselt, was Insider den „Founder-Modus“ nennen, und übernimmt direkt die Kontrolle über den Aufbau des Labors. Das verstärkte Engagement des CEO erfolgt, während Meta seine KI-Bemühungen neu organisiert, Milliarden investiert und wichtige Persönlichkeiten ins Unternehmen holt, um im Wettlauf darum, die menschliche Intelligenz zu übertreffen, davonzuziehen.
Was wir bisher über Metas Superintelligenz-Labor wissen
Metas Superintelligence Lab ist Teil einer umfassenderen Neuausrichtung der KI-Prioritäten des Unternehmens, wobei Zuckerberg persönlich die Kontrolle übernimmt und entscheidet, wer dem Team beitritt. Personen mit direkter Kenntnis erklärten gegenüber The New York Times, dass er Vergütungen im sieben- bis neunstelligen Bereich anbietet, um Spitzenforscher zu gewinnen.
In Bloombergs Berichterstattung, heißt es, Zuckerbergs Ziel sei es, dass Meta andere Tech-Unternehmen bei der Entwicklung von künstlicher allgemeiner Intelligenz (AGI) übertrifft. Sollte Meta diesen Meilenstein erreichen, will er die Technologie auf den Plattformen des Unternehmens und in den KI-Tools ausrollen, darunter den Meta-Chatbot.
Meta holt Scale AI ins Boot
Meta führt Gespräche über eine Investition in Höhe mehrerer Milliarden US-Dollar in Scale AI, die Teil des Aufbaus des neuen Superintelligenz-Labors sein soll. Alexandr Wang, Gründer und CEO des Unternehmens, wird der Initiative beitreten und eine wichtige Rolle übernehmen. Dabei bringt er Erfahrung mit groß angelegter KI-Infrastruktur und Datenoperationen ein.
Scale AI, 2016 gegründet, hat mit führenden KI-Unternehmen wie OpenAI, Microsoft und Cohere zusammengearbeitet und seine Aktivitäten auf Unternehmens- und Regierungsprojekte ausgeweitet. Im Rahmen des Deals werden außerdem weitere Scale-AI-Mitarbeiter zu Meta wechseln, was eine der größten externen Investitionen des Tech-Giganten darstellt.
Überholt und frustriert
Zuckerbergs Frustration über den enttäuschenden Start von Llama 4 und verzögerte Produkteinführungen hat ihn Berichten zufolge dazu gebracht, persönlich die Zusammenstellung eines neuen Eliteteams zu übernehmen. Er wendet sich persönlich an KI-Forscher und Ingenieure, veranstaltet private Treffen bei sich zu Hause und erstellt eine eigene Vorauswahl hochkarätiger Kandidaten. Um eng eingebunden zu bleiben, hat der CEO neue Mitarbeiter außerdem in die Nähe seines Arbeitsplatzes in Menlo Park umgesiedelt und eine WhatsApp-Gruppe namens „Recruiting Party“ eingerichtet, damit Führungskräfte rund um die Uhr koordinieren können. Sein Ziel ist es, etwa 50 Spezialisten zu rekrutieren, darunter einen neuen Leiter der KI-Forschung, und Metas Fortschritte auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz.


