Unternehmen investieren enorme Summen in Technologien der künstlichen Intelligenz. Anbieter drängen sie ihren Kunden auf und integrieren sie in nahezu jede Softwareplattform und -anwendung. Doch wie viele sind tatsächlich bereit für KI? Laut einer Analyse der Omnia Strategy Group (OSG), sind nur 28 Prozent der Rechenzentren darauf vorbereitet, KI-Workloads zu verarbeiten und KI-Dienste mit hoher Leistung bereitzustellen.
Für die übrigen gehören unter anderem die folgenden Punkte zu den größten Herausforderungen:
- Mangel an Grafikprozessoren (GPUs) und Hochleistungs-CPUs
- Unzureichende Stromversorgung durch das Netz
- Begrenzte interne Stromverteilungsinfrastrukturen
- Kühlinfrastrukturen können KI-Racks nicht vor Überhitzung schützen
- Nicht genügend Platz für die Einführung einer Flüssigkühlung
- Mangel an internem KI-Fachwissen
„Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Bereitschaftslücke sind tiefgreifend“, sagte Omnia CEO Jessica Marie. „Diese mangelnde Vorbereitung signalisiert einen dringenden Investitionsbedarf in die digitale Infrastruktur und unterstreicht die entscheidende Rolle von APIs bei der Unterstützung von KI-Integrationen.“
Trotz dieser Herausforderungen zeigt der KI-Bericht von OSG, dass 86 Prozent der Unternehmen davon ausgehen, dass KI die globale digitale Infrastruktur neu gestalten wird. Die meisten von ihnen beeilen sich, KI auf jede erdenkliche Weise einzuführen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Organisationen der Bereitschaft Priorität einräumen, in die Infrastruktur investieren und bei der Implementierung strategischer vorgehen müssen. Wer diese Herausforderungen direkt angeht, wird in den kommenden Jahren besser aufgestellt sein, um das volle Potenzial neuer Technologien zu nutzen.
API- und Infrastrukturengpässe
Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) ermöglichen die Kommunikation zwischen verschiedenen Softwareanwendungen und erleichtern es Plattformen wie Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure, sich in eine große Zahl anderer Anwendungen zu integrieren. APIs fungieren als Vermittler und stellen eine standardisierte Methode für Interaktion und Integration bereit. Diese APIs werden bereits häufig eingesetzt, um KI mit bestehenden Datenanalyseanwendungen.
zu kombinieren. Laut dem Omnia-Bericht sind 46 Prozent der Unternehmen der Ansicht, dass sich die Integration von KI- und Machine-Learning-Workloads in bestehende Abläufe schwierig gestalten wird. APIs sollten die Ergänzung des Unternehmens um KI erleichtern und die KI-Bereitschaft fördern, doch das Vertrauen darin, dass der aktuelle Stand der Technologie ausreichen wird, ist relativ gering. Nur 27 Prozent der Befragten glauben, dass die derzeitigen API-Managementplattformen in den kommenden zehn Jahren die Komplexität der KI-Integration bewältigen können. Nahezu die Hälfte der potenziellen KI-Nutzer ist zudem besorgt über die Probleme, die KI in Bereichen wie Sicherheit, Datenschutz, Compliance und Automatisierung verursachen könnte. Viele haben erkannt, dass veraltete Infrastrukturen und die Komplexität der IT ihre KI-Ambitionen wahrscheinlich ausbremsen werden.
Die geopolitischen Auswirkungen künstlicher Intelligenz
Einige sind der Ansicht, dass KI eine neue Ära des Glücks und der Produktivität für die Menschheit einläuten wird. Andere sehen in KI den Weg in eine düstere dystopische Zukunft. Sicher ist, dass geopolitische Verwerfungen wahrscheinlich sind. Die Zahlen von Omnia im KI-Bereitschaftsbericht zeigen, dass 79 Prozent KI eine erhebliche geopolitische Wirkung und eine wichtige disruptive Kraft in der globalen Wettbewerbslandschaft zuschreiben.
Jede Nation, die bei der Einführung und Integration von KI zurückfällt, könnte politisch, wirtschaftlich und militärisch ins Hintertreffen geraten. Laut Omnia glauben 74 Prozent, dass künstliche Intelligenz eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung des Klimawandels, künftiger Pandemien und anderer globaler Herausforderungen spielen wird. Die meisten erkennen an, dass Unterschiede bei den KI-Fähigkeiten zwischen Nationen wahrscheinlich zu Konflikten führen und den Wettbewerb verschärfen werden.
„84 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die Kontrolle über die digitale Infrastruktur im kommenden Jahrzehnt sehr oder äußerst wichtig für die Bestimmung des geopolitischen Einflusses sein wird“, sagte Marie. „Dies unterstreicht, wie technologische Fähigkeiten zunehmend die globalen Machtverhältnisse prägen.“


