OpenAI hat Sora gerade eine ordentliche Portion Starpower verpasst.
Mit dem neuesten Update des Unternehmens können Nutzer ihre Haustiere, Kritzeleien und Lieblingsobjekte in KI-generierten Videos zu wiederkehrenden „Character-Cameos“ machen – und so Alltagsgegenstände in digitale Co-Stars verwandeln. Damit erweitert sich Soras kreatives Repertoire nur wenige Wochen nach dem explosiven Start der Video-App.
„Bisher konntet ihr bereits Videos von eurem eigenen Cameo erstellen – jetzt könnt ihr Cameos der Figuren aus eurem Leben und eurer Fantasie erschaffen: eure Katze, ein Plüschtier, eine Kritzelei oder eine in Sora erdachte eigene Figur“, heißt es in den Release Notes von OpenAI.
Der Start erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem über KI-Inhalte und die Kontrolle über die eigene Identität heftig diskutiert wird. Außerdem kommt er unmittelbar nachdem Cameo, die Video-App für Prominente, OpenAI wegen des Begriffs „cameo“ verklagt und eine Markenrechtsklage eingereicht hat.
So funktionieren Character-Cameos
Mit diesem Update können Sora-Nutzer einen kurzen Clip eines Objekts oder Tiers hochladen und daraus eine wiederverwendbare, animierte Figur für künftige Videos machen. Jede Figur erhält einen eigenen Namen und Handle und erscheint in Szenen, sobald sie markiert wird.
„Nach der Erstellung verfügt jede Figur über eigene Berechtigungen, getrennt von eurem persönlichen Abbild: Behaltet sie nur für euch, teilt sie mit gegenseitigen Followern oder macht sie für alle auf Sora zugänglich“, erklärte OpenAI in seinen Release Notes.
Zum Auftakt hat OpenAI einige saisonale Figuren wie Frankenstein und Dracula eingebunden.
Haustiere, Plüschtiere und alles, was Spaß macht – aber keine Menschen
Character-Cameos sind ausschließlich für Tiere und Objekte gedacht. OpenAI stellt klar, dass sie nicht dazu dienen sollen, ohne Einwilligung das Abbild realer Menschen nachzubilden: „Character-Cameos sind nur für Objekte und Tiere gedacht. Sie sind nicht für echte Menschen da“, schrieb OpenAI.
Das geschieht vor dem Hintergrund, dass die Bedenken rund um KI und Deepfakes anhalten. Mit diesem Ansatz können Nutzer trotzdem teilnehmen, selbst wenn sie sich unwohl dabei fühlen, ihr Gesicht in Sora einzuscannen.
Zusätzlich zu den Character-Cameos hat OpenAI einige weitere kreative Funktionen hinzugefügt. Nutzer können nun mehrere Clips direkt in Sora aneinanderfügen, um längere Szenen und komplexere Geschichten zu erstellen. Laut den Release Notes ermöglicht das Zusammenfügen den Kreativen, „die Videos zu verbinden … [und] anspruchsvollere Erzählungen zu erstellen und eure Geschichte weiterzuführen – mit granularer Kontrolle über jedes Segment.“
Sora zeigt nun außerdem Ranglisten mit den am häufigsten remixten Clips und den meistgenutzten Cameos an – ein Schritt, der offensichtlich darauf abzielt, das Engagement der Community innerhalb der App zu steigern.
Das neue Sora-Update wird in den Vereinigten Staaten, Kanada, Japan und Korea ausgerollt. Dort können sich Nutzer nun für begrenzte Zeit ohne Einladung für die App registrieren.
Im Oktober veranstaltete OpenAI-CEO Sam Altman einen Livestream, in dem er über die Fortschritte des Unternehmens beim Aufbau eines Forschungsassistenten auf Praktikanten-Niveau bis September 2026 und eines vollständig automatisierten „legitimen KI-Forschers“ bis 2028 sprach.


