OpenAI-CEO Sam Altman war erstmals in The Tonight Show Starring Jimmy Fallon zu Gast und bot eine Mischung aus Humor, persönlichen Geschichten und Gedanken darüber, wie künstliche Intelligenz den Alltag verändert – einschließlich seiner eigenen Erfahrungen als frischgebackener Vater.
Im Gespräch gestand Altman, dass er sich trotz des Zugangs zu enormen Ressourcen stark auf ChatGPT verlässt, um sich in den verwirrenden Gefilden der Vaterschaft zurechtzufinden. Zwar hätten Eltern seit Jahrtausenden erfolgreich Kinder großgezogen, ohne Chatbots zu nutzen, doch für ihn persönlich sei ChatGPT unverzichtbar.
„Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich das hätte durchstehen sollen – herauszufinden, wie man ein Neugeborenes großzieht, ohne ChatGPT“, sagte Altman zu Fallon.
Er erzählte von einem panischen Moment auf einer Party. Nachdem ein anderer Elternteil erwähnt hatte, dass sein sechs Monate altes Kind bereits „überall“ herumkrabbele, wurde Altman klar, dass sein eigener, älterer Sohn noch nicht krabbelte. Er entschuldigte sich und ging auf die Toilette, um die KI zu konsultieren.
„Ich bin ins Badezimmer gerannt und dachte: ‚Muss ich mein Kind morgen früh zum Arzt bringen? Ist das in Ordnung?‘“ erzählte Altman.
Er merkte an, dass der Chatbot nicht einfach nur allgemeine medizinische Informationen lieferte. Stattdessen gab er Ratschläge, die auf seinen spezifischen Lebensstil unter hohem Druck zugeschnitten waren. Laut Altman erinnerte ihn die KI daran, dass er als CEO, der von vielen leistungsstarken Menschen umgeben ist, möglicherweise unrealistische Maßstäbe an sein Baby anlegt – und dass er sich „entspannen“ sollte.
Altman vergleicht den Aufstieg der KI mit dem Aufkommen von Smartphones
Neben Windeln und Entwicklungsschritten sprach Altman über seine umfassendere Vision von Technologie als Instrument für mehr Fairness. Er verglich den Aufstieg der KI mit dem Aufkommen des Smartphones und deutete an, dass die beste Technologie nicht der Elite vorbehalten sein sollte.
„Die reichste und mächtigste Person der Welt bekam dieselbe Hardware wie, nun ja, Milliarden andere Menschen auch“, sagte Altman und bezog sich dabei auf das iPhone.
Er argumentierte, dass sich KI in dieselbe Richtung bewegt und allen Zugang zu erstklassiger Intelligenz verschafft – nicht nur denjenigen, die sich teure Berater leisten können. „In vielerlei Hinsicht ist sie eine Art ausgleichende Kraft“, fügte er hinzu.
In dem Gespräch ging es auch um das rasante Tempo der KI-Entwicklung. Altman merkte an, dass die Technologie zwar erst drei Jahre alt sei, sich aber schneller verbreitet habe als jede andere Technologie in der Geschichte. Mit Blick auf die Zukunft prognostizierte er, dass die Fähigkeiten dieser Modelle über das Lösen mathematischer Aufgaben hinausgehen und sich der Bewältigung globaler Gesundheitskrisen widmen werden.
Auf die Frage, was er in den nächsten fünf Jahren erwarte, zeigte sich Altman mit Blick auf den medizinischen Bereich optimistisch. „In fünf Jahren hoffe ich, dass sie Krankheiten heilen“, sagte er.
Auch wenn das Gespräch locker blieb, war Altmans Woche alles andere als das: Altman erklärte kürzlich in einem Memo eine „rote Alarmstufe“, in dem er die Mitarbeiter aufforderte, ihren Fokus auf ChatGPT zu schärfen, während Wettbewerber, insbesondere Google, ihre eigenen Fortschritte im Bereich KI beschleunigen.
In Hollywood hat Leonardo DiCaprio KI als „brillant“ bezeichnet, sagt aber, echte Kunst müsse menschlich bleiben – ein Zeichen dafür, wie sich Stars mit den kreativen Grenzen der Technologie auseinandersetzen.


