Südkorea verabschiedet weltweit erstes Gesetz zur Kennzeichnung KI-generierter Inhalte

Verfasst von
Esther Shein
Esther Shein
Feb 2, 2026
2 minute read
A detailed, close-up image of the flowing South Korean flag, also known as the Taegeukgi, showing the central red and blue yin-yang symbol and four black trigrams.

image: envato/GreensandBlues

eWeek Inhalte und Produktempfehlungen sind redaktionell unabhängig. Wir können Geld verdienen, wenn Sie auf Links zu unseren Partnern klicken. Mehr erfahren

Südkorea hat das Heft in die Hand genommen und ein wegweisendes Gesetzespaket verabschiedet, das Unternehmen verpflichtet, KI-Inhalte eindeutig zu kennzeichnen.

Die 43 Artikel des als Gesetz zur Entwicklung künstlicher Intelligenz und zur Schaffung von Vertrauen (KI-Grundlagengesetz) bekannten Gesetzes beanspruchen, die „weltweit ersten“ zu sein, die auf nationaler Ebene durchgesetzt werden.

Das KI-Grundlagengesetz schreibt vor, dass der Einsatz generativer KI zur Erstellung von Texten, Bildern, Ton- und Videomaterial unsichtbare digitale Wasserzeichen enthalten muss und realistische Deepfakes sichtbar gekennzeichnet werden müssen. Das Gesetz gilt für koreanische Unternehmen jeder Größe.

Nach Angaben südkoreanischer Regierungsvertreter soll das Vertrauen in und die Sicherheit von KI verbessert werden, während zugleich das Bestreben des Landes vorangetrieben wird, neben den USA und China zu den drei führenden KI-Mächten der Welt aufzuschließen.

Widerstand von Start-ups

Nach dem Gesetz müssen Betreiber sogenannter „KI-Systeme mit hoher Wirkung“, etwa von Tools für medizinische Diagnosen, Einstellungsentscheidungen und Kreditgenehmigungen, nun Risikobewertungen durchführen und dokumentieren, wie ihre Systeme Entscheidungen treffen.

Kritiker sagen, Unternehmen zu zwingen festzustellen, ob ihre Systeme als KI-Systeme mit hoher Wirkung einzustufen sind, sei ein langwieriger und unsicherer Prozess.

Südkoreanische Tech-Start-ups haben das KI-Grundlagengesetz Berichten zufolge kritisiert und erklärt, die Offenlegungs- und Kennzeichnungspflichten gingen zu weit und könnten Innovationen bremsen, so The Guardian.

Regierungsvertreter haben die Behauptung zurückgewiesen, das Gesetz sei übermäßig restriktiv. Ihren Angaben zufolge zielen 80 % bis 90 % des Gesetzes darauf ab, die KI-Branche zu fördern, statt sie einzuschränken.

Unternehmen, die die Kennzeichnungspflichten nicht erfüllen, könnten mit Geldbußen von bis zu etwa 20.400 US-Dollar (30 Millionen Won) belegt werden. Um den Unternehmen jedoch Zeit zur Umsetzung zu geben, hat die Regierung eine Schonfrist von mindestens einem Jahr festgelegt, bevor Strafen verhängt werden.

Advertisement

KI-Regulierung in anderen Ländern

Andere Länder verfolgen bei der Regulierung von KI unterschiedliche Ansätze. Die Europäische Union (EU) hat mit der Umsetzung von KI-spezifischen Vorschriften begonnen. Die wichtigsten Bestimmungen ihres KI-Gesetzes, darunter die Pflicht für Unternehmen im Bereich generativer KI, urheberrechtlich geschütztes Material offenzulegen, das in Trainingsdatensätzen verwendet wurde, werden jedoch bis 2027 schrittweise eingeführt.

In den USA unterzeichnete das Weiße Haus im Dezember 2025 eine Durchführungsverordnung gegen die von ihm als „umständlich“ und „übermäßig“ bezeichneten Gesetze der Bundesstaaten, die nach seiner Darstellung die Entwicklung von KI behindern.

Die Trump-Regierung bestreitet, dass KI eine existenzielle Gefahr darstellt, und argumentiert, Regulierungen auf Bundesstaatenebene zu restriktiv seien.

Unterdessen ist New Yorks Responsible AI Safety and Education (RAISE) Act nun Gesetz und verpflichtet die größten KI-Entwickler, grundlegende Sicherheitsvorschriften einzuhalten. 

Lesen Sie auch: Grok-KI-Deepfakes angesichts von Bedenken über synthetische explizite Inhalte und den Missbrauch von KI.

Esther Shein

Esther Shein is a freelance writer and editor who specializes in writing about AI, cloud, cybersecurity, data, software, and IT leadership. In addition to TechRepublic and eWeek, her work has appeared in CIO.com, CSOOnline, ZDNet, TechTarget, Communications of the ACM, Consumer Goods Technology, Computerworld, The Boston Globe, and Inc. She has also written thought leadership whitepapers, ebooks, case studies, and marketing materials.

eWeek Logo

eWeek has the latest technology news and analysis, buying guides, and product reviews for IT professionals and technology buyers. The site's focus is on innovative solutions and covering in-depth technical content. eWeek stays on the cutting edge of technology news and IT trends through interviews and expert analysis. Gain insight from top innovators and thought leaders in the fields of IT, business, enterprise software, startups, and more.

Eigentum von TechnologyAdvice. © 2026 TechnologyAdvice. Alle Rechte vorbehalten

Werbetreibenden-Offenlegung: Einige der auf dieser Website erscheinenden Produkte stammen von Unternehmen, von denen TechnologyAdvice eine Vergütung erhält. Diese Vergütung kann beeinflussen, wie und wo Produkte auf dieser Website erscheinen, einschließlich beispielsweise der Reihenfolge, in der sie erscheinen. TechnologyAdvice schließt nicht alle Unternehmen oder alle auf dem Marktplatz verfügbaren Produkttypen ein.