Bei den diesjährigen US Open ist künstliche Intelligenz Teil der Berichterstattung über die Tennismeisterschaft. Jannik Sinners jüngster Gegner Alexander Bublik sagte, der Weltranglistenerste im Herreneinzel sei „…wie ein KI-generierter Spieler“.
Dank KI-Innovationen von IBM und der US Tennis Association (USTA) haben Fans im Vergleich zu früheren Meisterschaften neue Möglichkeiten, das heutige Herren-Einzelfinale zwischen Sinner und Carlos Alcaraz zu verfolgen.
Funktionen wie digitale Concierges
IBM und die USTA haben in der offiziellen App und auf der Website der US Open neue KI-Funktionen eingeführt die Tennisfans mehr Möglichkeiten bieten, Spiele zu verfolgen und die Veranstaltung zu erkunden. Die zu Beginn der Tennismeisterschaft veröffentlichten Neuerungen sollen das Turnier interaktiver und zugänglicher machen.
- Match Chat ermöglicht es Fans, Fragen zum Spielverlauf oder zu Statistiken zu stellen und schnelle Antworten zu erhalten, statt sich durch Anzeigetafeln zu suchen.
- Ask The Open beantwortet Fragen vor Ort zu Anreise, Abläufen und Einrichtungen.
- Live-Siegwahrscheinlichkeit aktualisiert während des Spiels Prognosen anhand wechselnder Wahrscheinlichkeiten.
- Wichtige Punkte fasst lange Artikel in kurzen Zusammenfassungen zusammen und hilft Fans, die wichtigsten Informationen in weniger Zeit nachzuholen. Die Zusammenfassungen werden mit IBMs watsonx-Plattform erstellt.
Von Daten zur 3D-Wiederholung
Die USTA testete außerdem ein 3D-System, das Ballwechsel mit digitalen Avataren und einem KI-Kommentator rekonstruiert und Fans eine weitere Möglichkeit bieten soll, Ballwechsel anzusehen. Laut Reuters hielt das Kommentartool seine Beschreibungen zurückhaltend und vermied Spekulationen. Bei Spielen mit Jannik Sinner und Daniil Medvedev kam es während der frühen Einsatzphase zu mehr als 5 Millionen Interaktionen von Fans.
KI im Sport – über die US Open hinaus
Die Einführung bei den US Open ist Teil eines größeren Trends, bei dem Sportorganisationen mit künstlicher Intelligenz experimentieren, um die Einbindung der Fans zu vertiefen.
ESPN hat einen KI-Avatar namens „FACTS“ getestet, der während Übertragungen datengestützte Analysen liefert. Das zeigt, wie Sender menschliches Storytelling mit maschinell generierten Daten verbinden.
Während March Madness prägten KI-gestützte Wettanalysen sogar die Diskussion über das Turnier: Ein Wetter mit hohen Einsätzen setzte 1 Million US-Dollar auf einen KI-generierten Turnierbaum.
Und in San Francisco hat Robot Fight Club virtuelle Realität, Robotik und KI zu einem hybriden Wettbewerb verbunden, der die Möglichkeiten von Live-Unterhaltung neu denkt.
Diese Entwicklungen zeigen, wie KI aus isolierten Experimenten in die Sportkultur des Mainstreams vordringt und nicht nur Übertragungen, sondern auch Erlebnisse bei Live-Veranstaltungen beeinflusst.


