Ich habe mit Neil Cohen, Head of Go-To-Market Strategy bei Portal26, über eine neue Studie gesprochen, die detailliert untersucht, wie Unternehmen generative KI einsetzen. Die Studienergebnisse zeigen erhebliche Investitionen in KI – und zugleich große Bedenken.
Weiter unten finden Sie die Podcast- und Videoversion des Interviews.
Einige wichtige Zitate aus dem Interview:
Studienergebnisse: Hoffnungen und Herausforderungen der KI
„Es gibt Ergebnisse [aus der Studie], die bestätigen, was viele Menschen denken, aber ich glaube, es gab auch ein paar Überraschungen. Wenn Menschen über generative KI sprechen, geht es um Hoffnungen und Ängste.“
„Über 80 Prozent der Unternehmen sagen also: ‚Das ist das Größte überhaupt.‘ Und genauso viele Menschen sagen, dass Datensicherheit und andere Probleme einen Nachteil darstellen. Wie bringt man diese Dinge also in Einklang?“
„Ich glaube, die nächstwichtigste Statistik war, dass bei 12 verschiedenen Branchen 73 % im vergangenen Jahr oder so einen Missbrauchsvorfall im Zusammenhang mit generativer KI hatten. Das sind also diejenigen, die es zugeben, richtig? 73 Prozent. Wenn man sich einige Branchen ansieht, etwa den juristischen Berufsstand, hatten 100 Prozent von ihnen ein Problem.“
Die Lernkurve der KI
„Wenn man in ChatGPT oder einer anderen AI app ist, sieht das Eingabefeld wie ein Suchfeld aus. Wenn man es also wie eine Suche behandelt, erhält man eine andere Art von Antwort, als wenn man es wie einen Prompt behandelt. Bei der Suche geht es zu 100 Prozent um die Absicht; bei generativer KI geht es um die Erstellung. Das ist eine andere Art von Vorgang. Was man also fragt, wie man mit ihr spricht oder wobei sie einem helfen soll, unterscheidet sich grundlegend. Und genau das ist ein großer Teil der Herausforderung für Menschen, die sich an diese neue Technologie anpassen wollen.“
Probleme mit Shadow AI
„Viele [Menschen] nutzen ‚Shadow AI‘. Sie sagen: „Es ist mir egal, ob mein Unternehmen das verboten hat – ich werde es [trotzdem verwenden]. Ich erledige die Arbeit, komme zurück und stelle sie wieder ins System ein.“
„Es gibt also viele Menschen, die mit einem Produktivitätstool [arbeiten], das viele noch immer nicht verstehen. Immer mehr KI-Apps sind öffentliche Modelle – wenn man Daten in sie einspeist, werden sie öffentlich.“
KI und die Schaffung von Arbeitsplätzen
„[Technologische Umbrüche] haben neue Arbeitsplätze geschaffen und schaffen weiterhin neue Arbeitsplätze. Ich glaube, dass KI neue Arbeitsplätze schaffen wird, wie du vorhin erwähnt hast: Prompt Engineer. [Die Entwicklung] strategischer Einsatzmöglichkeiten für künstliche Intelligenz, angewandte KI – wie wird man sie einsetzen? Was sind die richtigen Einsatzbereiche? Wie verwaltet man sie in einer Organisation?“
„Es wird zahlreiche Entwicklungen geben, die auf den Markt kommen – wir wissen noch nicht einmal, welche neuen Berufe entstehen werden. Prompt Engineer gab es vor zwei oder drei Jahren noch nicht. Heute gibt es ihn. Was wird es sonst noch Neues geben?“
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