
Figma Make. Bild: Figma
Figma, die beliebte kollaborative Designplattform, hat gerade ein umfangreiches Update vorgestellt, mit dem Designer und Produktteams schneller arbeiten können. Am Mittwoch kündigte das Unternehmen Figma Make an, eine KI-gestützte Funktion, die statische Designs mithilfe einfacher Text-Prompts in funktionierende interaktive Prototypen verwandelt.
Figma Make soll den Designprozess vereinfachen und beschleunigen. Mit nur wenigen Worten können Nutzer die KI auffordern, Funktionen auszuarbeiten, Interaktivität hinzuzufügen und funktionsfähigen Code zu generieren.
Der Start folgt auf den Aufstieg des „Vibe-Coding“, während Plattformen für KI-Coding-Assistenten wie Microsofts GitHub Copilot, Cursor und Windsurf Tools entwickeln, die Text-Prompts nahtlos in funktionierenden Code verwandeln. Figmas Vorteil ist die enge Integration in bestehende Design-Workflows.
So funktioniert Figma Make
Figma Make nutzt das Claude 3.7 Sonnet-KI-Modell von Anthropic, um Designs in interaktive Erlebnisse zu verwandeln. Statt bei null anzufangen, können Designer der KI eine bestehende Figma-Datei übergeben. Das Tool generiert daraufhin funktionsfähigen Code und bewahrt dabei die ursprüngliche Designstruktur.
Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
- Interaktives Prototyping: Statische Screens in klickbare Demos mit Animationen und Echtzeit-Feedback verwandeln.
- Dynamische Datenintegration: Designs mit echten Daten testen, etwa mit Live-Diagrammen oder nutzergenerierten Inhalten.
- Responsive Anpassungen: Ein Mobile-App-Design mit wenigen Prompts in eine Desktop-Version verwandeln.
Laut dem Blogbeitrag des Unternehmens zur Vorstellung von Figma Make besteht das Ziel darin, Teams zu helfen, „Konzepte schneller zu validieren, Richtungen gründlicher zu erkunden und Ideen effektiver zu vermitteln“. Die neue Funktion ist direkt in die Figma-Plattform integriert und wird derzeit mit Nutzern der kostenpflichtigen Figma-Tarife getestet, die bei 16 US-Dollar pro Sitz und Monat beginnen.
Was bedeutet das für Designer?
Manche befürchten vielleicht, dass KI Designer ersetzen könnte, doch Figma-CEO Dylan Field ist anderer Meinung. In einem kürzlich geführten Gespräch mit Garry Tan von Y Combinator sagte Field: „Je mehr Zeit vergangen ist, desto überzeugter bin ich von der Rolle eines Designers – und ich glaube, dass sie in Zukunft zu den entscheidenden Rollen bei der Entwicklung von Software gehören wird.“
Das Unternehmen betont, dass es bei Figma Make nicht darum geht, Designer zu ersetzen, sondern den Prozess zwischen Idee und Prototyp zu beschleunigen.
Mehr als nur Figma Make
Figma kündigte außerdem Figma Sites an, eine derzeit getestete Funktion, mit der Nutzer Designs in Live-Websites verwandeln können. Künftig soll sie auch KI-generierten Code und integrierte CMS-Funktionen unterstützen. Die Updates sind Teil des umfassenderen Vorhabens, Figma zu einer All-in-one-Plattform für Design und Entwicklung zu machen.
Zu den weiteren neuen Funktionen gehören:
- Grid: Eine responsive Layout-Engine für sauberere und flexiblere Designs.
- Figma Draw: Neue Illustrationswerkzeuge wie ein Formerstellungswerkzeug und Text-auf-Pfad.
- Figma Buzz: Ein eigener Bereich für Marken- und Marketingteams zur Verwaltung kreativer Assets in großem Maßstab.
Mit Figma Make und seinem Paket neuer Funktionen positioniert sich Figma als mehr als nur ein Designtool – die Plattform entwickelt sich zu einer Full-Stack-Plattform für die Erstellung digitaler Produkte. Während KI die Softwareentwicklung neu gestaltet, weisen Figmas Updates auf eine Zukunft hin, in der Design und Entwicklung von der Idee bis zur Umsetzung Hand in Hand gehen.


