Moderne Marketingfachleute sehen sich mit einer riesigen Datenmenge konfrontiert, die Daten erfordert eine sorgfältige Analyse, um neue Trends zu erkennen und den besten Kundenservice zu bieten. Die Daten können aus Ihrem Unternehmen, dem Markt oder von Wettbewerbern stammen. Erkenntnisse aus diesen Daten helfen Unternehmen, wichtige Entscheidungen zu treffen – und sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
Doch das Durchforsten dieses Meers an unorganisierten Daten kann eine überwältigende Aufgabe sein. Leicht übersieht man offensichtliche Muster oder mögliche Fehler und kommt am Ende zu einer fehlerhaften Analyse.
Dabei kann Datenvisualisierung helfen, indem sie komplexe Daten in ein visuelles Format umwandelt, das sich schnell erfassen und analysieren lässt. Eine klarere Darstellung der Informationen hilft Ihnen, genaue Entscheidungen zu treffen und bessere Marketingpläne zu entwickeln.
Siehe auch: Die besten Tools zur Datenvisualisierung
Was ist Datenvisualisierung?
Datenvisualisierung ist der Prozess, Daten in Form eines Diagramms, einer Grafik oder eines anderen visuellen Kontexts darzustellen. Sie können die Daten als Ganzes visualisieren oder nur die relevanten Abschnitte, auf die Sie sich gerade konzentrieren möchten. So können Mitarbeiter – insbesondere nichttechnische Mitarbeiter – die Daten besser verstehen und analysieren als anhand von reinem Text oder Zahlen in einer Tabelle.
Am Arbeitsplatz ermöglicht Datenvisualisierung, komplexe Datensätze schnell zu erfassen und wichtige Erkenntnisse daraus abzuleiten. Auf Grundlage dieser Analyse können Sie aussagekräftige Marketingkampagnen erstellen und fundierte Geschäftsentscheidungen treffen.
Siehe auch: Was ist Datenanalyse?
Der Einsatz von Datenvisualisierung im Marketing
Marketingteams können Datenvisualisierung in nahezu allen Phasen ihrer Kontaktaufnahme einsetzen, etwa bei der Verarbeitung erhobener Daten, der Erstellung einer Marketingstrategie und der Analyse der Leistung der Marketingstrategie.
Hier sind fünf Möglichkeiten, wie Marketingfachleute Datenvisualisierung zu ihrem Vorteil nutzen:
1. Komplexe Daten in ein leicht verständliches Format umwandeln
Daten in einer Tabellenkalkulation ermüden Augen und Gehirn, weil Sie vollständig aufmerksam sein müssen, um die wichtigen Informationen zu erkennen. Schon ein paar Sekunden Unaufmerksamkeit genügen, und Sie übersehen eine wichtige Zahl, die auf einen Trend oder Ausreißer hinweisen könnte.
Sobald dieselben Informationen als Grafik dargestellt werden, lassen sich die Daten leichter interpretieren und Muster sowie Zusammenhänge zwischen verschiedenen Faktoren erkennen.
Marketingfachleute können diese Funktion nutzen, um die auf dem Markt erhobenen Rohdaten in ein Format umzuwandeln, das sich einfach verstehen und analysieren lässt. So lassen sich Kundenpräferenzen und die Unternehmensleistung leichter analysieren. Diese Erkenntnisse ermöglichen es Ihnen, gemeinsam neue, wirksame Marketingstrategien zu entwickeln und bestehende zu verbessern.
Siehe auch: Die besten Data-Mining-Techniken
2. Kundenprofile erstellen
Modernes Marketing setzt voraus, dass Sie die Präferenzen Ihrer Kunden verstehen, um Ihre Dienstleistungen und Produkte individuell anzupassen. Wenn Sie ihre Wünsche nicht berücksichtigen, wird es Ihr Wettbewerber tun. Der Einsatz digitaler Tools, um auf Käufer einzugehen, ist ein Kernelement der digitalen Transformation.
Erfolgreiche Marketingteams müssen Profile ihrer Kunden erstellen. Das Profil kann nach traditionellen demografischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht und Standort kategorisiert werden. Sie können auch modernere Kategorien erstellen, beispielsweise auf Grundlage der von den Kunden genutzten Social-Media-Plattform oder des Kanals, Links oder der Anzeige, die sie auf Ihre Website geführt hat, usw.
Die Visualisierung der Daten zu all diesen demografischen Merkmalen hilft Ihnen, genaue Kundenprofile zu erstellen. Sie zeigt, wie verschiedene Kundengruppen auf bestimmte Marketingstrategien reagieren, welche Profile mit größerer Wahrscheinlichkeit zu wiederkehrenden Kunden gehören und welche Produkte bei bestimmten Gruppen am beliebtesten sind.
Diese Informationen unterstützen das Marketingteam bei der Entwicklung personalisierter Dienstleistungen für den Kunden. Sie sind außerdem wichtig für effektive, datengestützte, zielgerichtete Anzeigen, die für bestimmte Zielkunden optimiert sind.
3. Marketingstrategien analysieren
Nachdem Sie Marketingstrategien entwickelt und umgesetzt haben, müssen Sie analysieren, was funktioniert hat und was nicht. Zu Beginn jeder Marketingkampagne sollten Sie konkrete und messbare Ziele festlegen. Sie dienen als Grundlage für Analysen nach Abschluss des Marketings.
Leider können Rohdaten bei einer solchen Analyse irreführend sein. Eine bestimmte Anzeige scheint möglicherweise erfolgreich dabei zu sein, Besucher auf Ihre Website zu führen. Sobald Sie die Daten jedoch in einer Grafik visualisieren, die die Customer Journey bis zum Ende abbildet, erkennen Sie, dass die meisten Leads aus diesem Kanal nicht zu kaufenden Kunden werden.
Siehe auch: Die besten Tools für Datenanalyse
4. Die Leistung verschiedener Plattformen bewerten und verbessern
Der Großteil des Marketings erfolgt heute digital über Social-Media-Posts, Blogs und Websites. Doch – Überraschung – Marketingplattformen wie Massenmedien und Printmedien sind nach wie vor beliebt und effektiv. Offensichtlich können Sie nicht allen diesen Plattformen die gleichen Ressourcen zuweisen. Ermitteln Sie stattdessen anhand der Art Ihrer Zielgruppe die effektivste Plattform für Ihr Produkt.
Dazu können Sie die den einzelnen Plattformen zuzuschreibenden Verkaufsergebnisse im Verhältnis zu den für diese Ergebnisse eingesetzten Ressourcen bewerten. Die Visualisierung der Daten (z. B. in Diagrammen) hebt die Plattformen mit dem besten Return on Investment (ROI) hervor. Konzentrieren Sie sich auch bei ähnlichen Plattformen wie sozialen Medien auf bestimmte Websites und bewerten Sie deren Leistung. Plattformen mit schlechten Ergebnissen können aussortiert werden, während Plattformen mit besseren Ergebnissen mehr Ressourcen erhalten.
5. Website-Conversions verbessern
Die Nutzererfahrung auf Ihrer Website bestimmt, welche Art von Interaktion Nutzer mit Ihrer Website und Ihrem Produkt haben werden und wie lange diese dauert. Eine schwer navigierbare, langsam ladende oder anderweitig umständliche Website vertreibt Kunden, bevor sie etwas kaufen oder ein Abonnement abschließen. Eine Website mit einer hohen Absprungrate entgeht Umsatz und sie erzielt außerdem eine niedrige Platzierung in den Suchmaschinenergebnissen.
Deshalb müssen Sie die Customer Journey auf Ihrer Website bewerten, Schwachstellen identifizieren und beseitigen, um die Kundenerfahrung zu verbessern. Visualisierte Daten helfen Ihnen zu erkennen, ob relevante Probleme von der Website selbst ausgehen.
Es gibt auch externe Faktoren, an denen Sie arbeiten können. So kann beispielsweise die Wahl Ihres Webhosts die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website beeinflussen. Wenn Sie feststellen, dass dies der Fall ist, wechseln Sie zu einer zuverlässigeren Alternative, damit Sie keine potenziellen Kunden mehr verlieren.
Solche Bewertungen und Verbesserungen an der Website sorgen dafür, dass Ihre Conversion-Raten weiter steigen – aber auch hier müssen Sie sie kontinuierlich überwachen.
Siehe auch: Die besten Tools für Data Mining
Fazit: Analysieren Sie stets weiter
Moderne Unternehmen arbeiten mit Daten aus ihren eigenen Systemen, von Websites der Wettbewerber, aus dem Markt und von Kunden. Daher setzen alle Unternehmen Ressourcen ein, um Daten zu sammeln und ihre Wettbewerber zu übertreffen – das sollten auch Sie tun. Doch die Daten sind nutzlos, wenn Sie sie nicht richtig analysieren oder keine genauen Erkenntnisse gewinnen können, die Ihre Entscheidungen leiten.
Datenvisualisierung ermöglicht es Ihnen, die Daten zu verstehen und sie Ihrem Team und Ihren Stakeholdern einfach und visuell unterstützt zu erklären.
Über den Autor:
Jerry Low ist der Gründer der Websites Webrevenue und WHSR.


