Qlik und Tableau gehören zu den angesehensten Business-Intelligence- und Datenanalyse-Tools auf dem Markt. In diesem Artikel vergleichen wir diese beiden führenden Datenanalyseplattformen und zeigen, welcher Nutzer jeweils am besten zu ihnen passt.
Um auf dem Markt für Business Intelligence (BI) und Datenanalyse bestehen zu können, müssen Anbieter Funktionen wie Datenaufbereitung, Data Mining, visuelle Exploration, Erkenntnisgewinnung und Self-Service-Analysen anbieten. Der Markt verlangt außerdem nach cloudbasierten Tools, die Funktionen zur Datenvisualisierung und interaktive Dashboards mit wichtigen Leistungsindikatoren (KPI) bieten. Intuitive, leicht verständliche Diagramme haben höchste Priorität erlangt. Die Tools müssen außerdem Daten aus einer Vielzahl von Quellen erfassen können.
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Qlik vs. Tableau: Vergleich der wichtigsten Funktionen
Qlik ist eine End-to-End-Lösung für Datenintegration und Datenanalyse für modernes BI. Über seine Active Intelligence Platform liefert es Echtzeiterkenntnisse und Automatisierung und nutzt dabei künstliche Intelligenz und die Cloud.
Im Gegensatz zu vielen anderen BI-Plattformen auf dem Markt, die auf SQL angewiesen sind, kann die Engine von Qlik mit jeder Datenquelle in ihrem bestehenden Format arbeiten. Dadurch können Nutzer Analysen für sämtliche Daten innerhalb von Qlik ausführen. Das Unternehmen bietet die Lösung auf verschiedene Weise an. Neben SaaS stehen Multi-Cloud- und On-Premises-Optionen zur Auswahl.
Die Datenanalyseplattform Qlik Sense umfasst eine Engine für assoziative Analysen und KI-Funktionen und läuft auf einer leistungsstarken Cloud-Plattform. Sie ermöglicht Führungskräften, Entscheidungsträgern, Analysten und Mitarbeitern, frei nach Erkenntnissen zu suchen und diese zu erkunden, um die digitale Transformation.
voranzutreiben. hilft Menschen, Daten zu sehen und zu verstehen. Die Plattform bietet visuelle Analysen mit KI, Datenmanagement und Kollaboration. Das Herzstück von Tableau ist eine proprietäre Technologie namens VizQL, die Datenvisualisierung zu einem integralen Bestandteil des Datenverständnisses macht. Ein herkömmliches Analysetool zwingt Sie, Daten in Zeilen und Spalten zu analysieren, eine Teilmenge der darzustellenden Daten auszuwählen, diese Daten in einer Tabelle zu organisieren und anschließend aus dieser Tabelle ein Diagramm zu erstellen. VizQL überspringt diese Schritte und erstellt sofort eine visuelle Darstellung, die während der Analyse direktes visuelles Feedback liefert.
Tableau bietet eine integrierte Suite für Datenanalyse und KI. KI-gestützte Analysen senken die Einstiegshürden für Data-Science-Techniken und ermöglichen es Business-Nutzern und Analysten, schneller fundiertere Entscheidungen zu treffen. Über die Erstellung von Diagrammen mithilfe einer Reihe von Vorlagen und Assistenten hinaus bietet die Plattform Kontrolle und Anpassungsmöglichkeiten bei der Gewinnung von Erkenntnissen. Der volle Funktionsumfang kann in jeder Cloud (privaten oder öffentlichen Cloud) oder On-Premises bereitgestellt und auf Mac oder PC genutzt werden.
Der KI-Assistent von Qlik Sense, genannt Insight Advisor, bietet Erkenntnisgewinnung, Aufgabenautomatisierung sowie Suche und Interaktion in natürlicher Sprache. Nutzer können Daten kombinieren und laden, intelligente Visualisierungen erstellen und per Drag-and-drop Analyse-Apps entwickeln. Außerdem bietet die Plattform interaktive mobile Analysen und eingebettete Analysen. Die Associative Engine ermöglicht es, Daten in jede Richtung zu erkunden.
Bei den KI-gestützten Cloud-Analysen von Qlik geht es also darum, von der passiven, rückwärtsgewandten Datennutzung zur Aktivierung relevanter und zeitnaher Daten für Echtzeitentscheidungen überzugehen. Dank der offenen Cloud-Architektur können IT und Nutzer Analysen mit der von ihnen bevorzugten Cloud-Plattform nutzen, etwa AWS, Google Cloud Platform oder Microsoft Azure.
Tableau verfügt über mehr als 80 native Datenkonnektoren, wodurch Nutzer auf Daten aus sehr vielen Quellen zugreifen können. Mit Web Data Connectors lässt sich eine Vielzahl von Datenquellen anbinden. Nutzer können Daten entweder in die Daten-Engine aufnehmen oder Abfragen an ihre Datenbanken weiterleiten.
Tableau gehört inzwischen Salesforce. Das hat positive Auswirkungen auf die Integration mit Salesforce und eröffnet den Zugang zu einer großen neuen Kundenbasis. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob Salesforce Tableau weiter wachsen lässt oder eher als Mehrwert für die eigenen Kernangebote betrachtet.
Siehe auch: Data-Mining-Techniken
Qlik vs. Tableau: Vergleich der Analystenmeinungen
Qlik wird von Gartner seit vielen Jahren als Leader eingestuft. Auch der aktuelle Gartner Magic Quadrant für Analyse- und Business-Intelligence-Plattformen ordnet Qlik dieser Kategorie zu. Gartner nannte Qlik außerdem im Magic Quadrant 2021 für Datenintegrationstools einen Challenger. In einer aktuellen BARC-Studie erreichte Qlik in der jährlichen Befragung von rund 2.500 BI- und Analytics-Praktikern in sechs Vergleichsgruppen sechs erste Plätze und 45 führende Positionen.
Insgesamt lobt Gartner Qliks starke Produktvision für ML- und KI-gestützte Erweiterungen sowie die flexible Bereitstellung, durch die Kunden nicht auf eine bestimmte Cloud beschränkt werden. Die Übernahmen von RoxAI, Knarr Analytics und Blender.io erweitern die Funktionen für Alarmmeldungen, Continuous Intelligence und die Integration von SaaS-Plattformen. Dadurch werden die Möglichkeiten entlang der gesamten Daten- und Analytics-Pipeline ausgebaut. Darüber hinaus soll das Data Literacy Program Nutzer in BI und Analytics schulen und den Bedarf an Data-Science-Abschlüssen in der Analytik beseitigen. Gartner merkt jedoch an, dass Tableau auf Grundlage der Gartner-Such- und Kundenanfragedaten ein größeres Markt-Momentum aufweist.
Tableau ist ein weiterer Leader im Gartner Magic Quadrant und wird etwas höher als Qlik bewertet. Das Analystenhaus gab Tableau gute Noten für seine elegante Benutzeroberfläche, die nahtlose Analysen ermöglicht. Auch bei den erweiterten Visualisierungsfunktionen schneidet Tableau dank seiner VizQL-Engine gut ab. Im Marketingbereich ist Tableau laut Gartner dynamischer als Qlik. Da mehr als 145.000 Menschen an der Online-Anwenderkonferenz teilnehmen und die kostenlose Plattform Tableau Public mehr als drei Millionen Datenvisualisierungen umfasst, lobt Gartner Tableau auch für seine Benutzerfreundlichkeit. Schließlich hat das Unternehmen viel Zeit und Mühe in seine Partnerschaft mit Salesforce investiert. Tableau Viz Lightning wurde beispielsweise entwickelt, um die Integration von Tableau-Visualisierungen in Salesforce zu vereinfachen.
Qlik vs. Tableau: Preise
Obwohl Qlik Sense die zentralen Analyse- und BI-Plattformfunktionen in einer einzigen Lizenz bietet, sind laut Gartner zusätzliche Lizenzen für Erweiterungen wie Qlik Catalog, Qlik Insight Advisor Chat und Qlik NPrinting für Mode-1-Reporting erforderlich, wenn die Lösung On-Premises bereitgestellt wird. Die SaaS-Plattform von Qlik vereinfacht dagegen alles zu einem Standardabonnement. Dennoch wird die Komplexität der Produktpreise mitunter als Kritikpunkt an Qlik genannt.
Tableau ist bei den Preisen etwas transparenter als Qlik. Das Unternehmen bietet Abonnementpläne für Unternehmen mit festen Preisen an. Dennoch verwies Gartner auf Bedenken hinsichtlich der Premiumpreise, die von Kunden geäußert wurden. So führt das Unternehmen beispielsweise Tableau CRM ein, das bis zu 150 US-Dollar pro Nutzer und Monat kostet.
Qlik vs. Tableau: Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Vergleich
Sowohl Qlik als auch Tableau sind äußerst leistungsfähige BI- und Analytics-Lösungen und gehören zu den besten Angeboten ihrer Branche. Mit keiner der beiden Entscheidungen können Nutzer viel falsch machen. In vielerlei Hinsicht sind sie ähnlich:
- Beide Unternehmen ermöglichen Kunden, interaktive Dashboards zu erstellen.
- Beide bieten die Flexibilität, On-Premises oder mit einem beliebigen großen Cloud-Anbieter.
- bereitzustellen. Beide haben Augmented Analytics hinzugefügt und nutzen Technologien der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens, um die Datenanalyse auf ihren Plattformen zu vereinfachen.
- Beide bieten Datenmanagementfunktionen, mit denen Unternehmen die von ihren Produkten analysierten Daten kuratieren und verwalten können.
Tableau zufolge funktioniert die Plattform besser als Qlik mit modernen Datenbanken. Das liegt daran, dass Tableau entweder live mit Daten verbunden werden kann (Abfragen in der Datenbank ausführt und Ergebnisse in Echtzeit zurückgibt) oder im Arbeitsspeicher arbeitet (Daten aus Quellsystemen in Tableau übernimmt). Dadurch können Kunden Leistung, Kosten und Aktualität der Daten leichter steuern als mit Qlik. Zwar können sowohl Tableau als auch Qlik Dashboards erstellen, doch Tableau ist der Ansicht, dass VizQL nicht technischen Nutzern ermöglicht, Daten ohne Hilfe der IT zu erkunden. Bei Qlik sind für die Datenanalyse möglicherweise technische Kenntnisse erforderlich.
Eine weitere Vergleichsmöglichkeit bietet der Blick auf die Nutzergemeinschaften. Die Qlik-Community umfasst einen großen Anteil an IT-Entwicklern und Systemintegratoren. Das deutet auf einen starken Fokus auf Backend-Integration und IT-Kompetenz hin. Die riesige Fangemeinde von Tableau konzentriert sich dagegen stärker darauf, Kunden bei der Überwindung von Hindernissen zu helfen, die die Einführung von Analytics-Produkten verlangsamen. Auch wenn diese Darstellung stark verallgemeinert ist, eignet sie sich möglicherweise gut, um die Plattformen gegenüberzustellen. Die eine spricht Entwickler und Integratoren gezielt an. Die andere richtet sich an ein breiteres, nicht technisches Publikum.
Auf der anderen Seite ist Tableau als Cloud-Plattform weniger leistungsfähig. Aufgrund seiner Vergangenheit mit On-Premises-Bereitstellungen sind die cloudgehosteten Lösungen hauptsächlich auf Tableau Online und Tableau CRM beschränkt. Gartner stellte fest, dass Tableau für seine große On-Premises-Kundenbasis keine cloudnative Architektur bietet, mit der sich die Vorteile der Cloud vollständig nutzen lassen.
Auch Forrester merkte an, dass sich die Qlik Associative Engine von der Konkurrenz abhebt. Die meisten Wettbewerber setzen auf suchbasierte BI-Plattformen, um geführte Analysen und Datenexploration bereitzustellen. Die Suche in Qlik Sense basiert dagegen auf Datenwerten und Beziehungen. Dadurch können Nutzer Datenpunkte direkt aus einer Visualisierung auswählen. Laut Forrester „unterstützt dies eine nahezu uneingeschränkte Datenexploration.“
Qlik vs. Tableau: Für wen eignet sich welche Lösung am besten?
Tableau richtet sich an Business-Nutzer, die eine intuitive Plattform benötigen, um mithilfe von Daten besser informiert zu sein. Zu den idealen Nutzern zählen nicht technische Mitarbeiter aus Fachabteilungen, die durch ein besseres Verständnis von Daten fundiertere Entscheidungen treffen möchten. Aufgrund der Eigentümerschaft von Salesforce und der umfassenderen Salesforce-Integration werden sich Salesforce-Nutzer offensichtlich eher für Tableau als für Qlik entscheiden.
Qlik lässt sich eher als Plattform für IT-Mitarbeiter und Datenanalysten charakterisieren, die auf Anfragen aus dem Business nach Daten und Analysen reagieren. Die Cloud-Architektur eignet sich jedoch besser für Unternehmen, die bereits stark in die Cloud investieren. Daher bietet Qlik in der Cloud eine höhere Skalierbarkeit und Flexibilität.
Siehe auch: Leitfaden zu Datenpipelines


