Das ist ein Dilemma, vor dem viele Unternehmen im Zusammenhang mit Cloud-IT-Services stehen. Sie können den Do-it-yourself-(DIY-)Weg wählen und den Großteil – wenn nicht sogar alles –, was ihre IT-Umgebungen betrifft, intern erledigen. Oder sie lagern die Verantwortung an ein Drittunternehmen aus.
Beide Optionen bieten bestimmte Vorteile, abhängig von den individuellen geschäftlichen Anforderungen eines Unternehmens. Das Problem – zumindest eines davon – ist, dass der IT-Betrieb heute weit über Anwendungen und Desktopcomputer hinausgeht. Er ist inzwischen entscheidend dafür, wichtige Geschäftsinitiativen umzusetzen.
Das stellt viele Unternehmen vor eine Herausforderung. Ihre IT-Teams sind bereits damit beschäftigt, neue Software bereitzustellen, sich über die sich ständig weiterentwickelnden Cybersecurity-Bedrohungen auf dem Laufenden zu halten, Hardware zu warten und andere alltägliche Aufgaben zu erledigen. Nur wenige haben die Zeit oder das Fachwissen, einen Schritt zurückzutreten und eine umfassende Strategie zu entwickeln, die an den übergeordneten Zielen ihres Unternehmens ausgerichtet ist.
Deshalb müssen Unternehmen prüfen, wie die Auslagerung bestimmter Aspekte des IT-Betriebs an einen Managed-Services-Anbieter ihnen helfen kann. Im Folgenden werden fünf Vorteile von Managed Services vorgestellt, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden sollten, ob die Auslagerung an einen Managed-Cloud-Service-Provider oder der DIY-IT-Ansatz gewählt werden soll
1. Weniger Belastung für Mitarbeiter und Ressourcen
In Gesprächen über Managed Services wird häufig erwähnt, dass interne Ressourcen freigesetzt werden – und das aus gutem Grund. Es ist einer der größten Vorteile des IT-Outsourcings.
Die Auslagerung routinemäßiger IT-Aufgaben wie Systemüberwachung und Patchen ermöglicht es internen IT-Fachleuten, sich auf das Geschäft zu konzentrieren – sei es auf die Entwicklung von Produkten, die Verbesserung der betrieblichen Effizienz oder andere strategische Vorhaben. Solche Initiativen sind entscheidend dafür, dass Unternehmen eine wichtige digitale Transformation durchlaufen und sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und erhalten können.
Doch nicht nur routinemäßige Aufgaben können an Managed-Services-Anbieter übertragen werden, insbesondere im Zusammenhang mit Cloud-Umgebungen. Managed-Services-Anbieter können Aufgaben wie die Überwachung der Cloud-Sicherheit, Reporting und technischen Support übernehmen sowie Cloud-Ausgaben über verschiedene Kanäle hinweg prognostizieren, planen, optimieren und effektiv zuweisen. Das schafft Zeit für die internen IT-Mitarbeiter und ermöglicht es Unternehmen, mehr Nutzen aus ihren Cloud-Ressourcen zu ziehen.
Anstatt Zeit mit der Recherche nach Best Practices, dem Beobachten von Trends, die sich auf ihre Cloud-Umgebungen auswirken, und den für Investitionen in die neuesten und besten Tools erforderlichen Schritten zu verbringen, können sich interne IT-Abteilungen darauf verlassen, dass ihre Managed-Services-Anbieter diese Aufgaben übernehmen
2. Mit spezifischem Fachwissen wachsen
Viele IT-Projekte sind relativ unkompliziert und erfordern kein besonderes Fachwissen. Einige sind jedoch äußerst komplex, zeitaufwendig und erfordern möglicherweise Erfahrung, die über das hinausgeht, was interne IT-Fachleute mitbringen.
In vielen Fällen handelt es sich um viel beachtete Projekte, bei denen viel auf dem Spiel steht. Dazu können die Migration regulierter Workloads in die Cloud oder die Entwicklung von Anwendungen gehören, die fortschrittliche Technologien wie künstliche Intelligenz einsetzen. Werden diese Projekte nicht korrekt umgesetzt, kann dies zu geschäftsschädigenden Ausfallzeiten, Produktfehlern oder anderen Konsequenzen führen.
Mitten in einem solchen Projekt ist nicht der richtige Zeitpunkt, festzustellen, dass die eigenen Mitarbeiter nicht über die nötigen Fähigkeiten für die Umsetzung verfügen. Gleichzeitig ist es für Unternehmen nicht kosteneffizient, Vollzeitmitarbeiter mit der erforderlichen Erfahrung und Expertise nur für ein einzelnes Projekt einzustellen.
Der Einsatz von Managed Services löst dieses Problem, indem Unternehmen Zugriff auf die erforderlichen projektspezifischen Ressourcen erhalten. Entscheidend ist, mit Managed-Services-Anbietern zusammenzuarbeiten, die nachweislich erfolgreich Projekte der benötigten Art umgesetzt haben. Neben der Erfahrung und dem Wissen des Anbieters kann Ihr Team durch die Zusammenarbeit mit einem Managed-Services-Anbieter auch selbst dazulernen.
3. Ihre Cloud-Bereitstellung optimieren
Ein erfolgreiches IT-Projekt endet nicht mit der Bereitstellung in der Cloud. Interne Teams müssen sich häufig der nächsten Aufgabe widmen. Sie stehen nicht immer zur Verfügung, um laufende Verbesserungen vorzunehmen, die sicherstellen, dass eine Lösung ihr volles Potenzial entfaltet und das Unternehmen eine Rendite auf seine Technologieinvestition erzielt.
Für einen Managed-Services-Anbieter gehört diese Verantwortung häufig zum Projektumfang. Es liegt in seinem Interesse, nicht nur eine optimale Lösung zu entwickeln. Er will nach der Bereitstellung auch zusätzliche Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass die Lösung wie erwartet funktioniert und den erwarteten Nutzen liefert.
Die besten Managed-Services-Anbieter verfügen über umfassende Cloud-Expertise für die laufende Optimierung. Diese Optimierung umfasst sowohl die Performance von Anwendungen und Infrastrukturen als auch die Kostenkontrolle.
Diese Unternehmen setzen Tools wie Frameworks zur Nutzerbefähigung, ROI-Reporting, Kostenprüfungen und kontinuierliche Verbesserungen ein, um sicherzustellen, dass die von ihnen entwickelten und implementierten Cloud-Lösungen langfristig einen Mehrwert liefern.
4. Kontinuierliche Unterstützung
Viele interne IT-Teams sind rund um die Uhr verfügbar. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie konkrete Probleme bearbeiten können, die in einer Cloud-Umgebung oder bei einem Cloud-Service auftreten. Dafür ist häufig spezielles Fachwissen erforderlich, das in einem Unternehmen möglicherweise nicht vorhanden ist. Außerdem sind interne IT-Mitarbeiter oft bereits durch konkurrierende Prioritäten stark ausgelastet. Selbst wenn sie über das nötige Fachwissen zur Behebung eines dringenden Problems verfügen, gibt es keine Garantie, dass sie dafür auch verfügbar sind.
Zu den Vorteilen eines Vertrags über Cloud-Managed-Services gehört, dass fachkundige Unterstützung nur einen Anruf, eine SMS oder eine E-Mail entfernt ist. Die meisten Managed-Services-Anbieter, die technischen Support rund um die Uhr anbieten, stellen auch Service-Level-Agreements (SLAs) bereit, in denen festgelegt ist, innerhalb welcher Zeit sie auf Kundenanfragen reagieren.
Einige dieser Unternehmen bieten auch Supportvereinbarungen an, die an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden können. Dazu kann die Bereitstellung von Support zu festgelegten Zeiten oder ein Stundenkontingent gehören, das jederzeit genutzt werden kann. Diese Flexibilität ergänzt interne IT-Ressourcen und ermöglicht den Zugriff auf das benötigte Fachwissen genau dann, wenn es erforderlich ist – ohne langfristige Investition.
5. Bessere Cybersicherheit
Auch in diesem Bereich kann die Zusammenarbeit mit einem Managed-Services-Anbieter einen enormen Unterschied machen. Managed-Services-Anbieter, die auf IT-Sicherheit für Cloud-Betriebe spezialisiert sind, verfügen über äußerst erfahrene Teams von Sicherheitsexperten. Sie gehören zu den führenden Kräften auf ihrem Gebiet und behalten neu entstehende Cyberbedrohungen im Blick.
Diese Unternehmen investieren in modernste Abwehrtaktiken und -tools sowie in Strategien zur Schadensbegrenzung. Die besten unter ihnen verfolgen einen mehrschichtigen Ansatz für die IT-Sicherheit und setzen eine Vielzahl von Ressourcen ein, um sich an Endpunkten, am Netzwerkrand und im gesamten Netzwerk gegen externe wie interne Angriffe zu schützen.
Zu den einsetzbaren Ressourcen gehören Sicherheits- und Schwachstellenbewertungen, mit denen sich Probleme identifizieren und beheben lassen, bevor sie zu tatsächlichen Problemen werden. Sie können auch die Verantwortung für die Überwachung des Netzwerks und der Cloud-Infrastruktur Ihres Unternehmens übernehmen, die Sicherheitsintegrität Ihrer Endpunkte wahren und Verfahren wie die Überwachung von Anwendungsschwachstellen, Firewall-Management und Konfigurationsmanagement integrieren.
Einige Anbieter von Managed-IT-Sicherheitsdiensten verfügen außerdem über Expertise bei der Einhaltung verschiedener regulatorischer Anforderungen und Branchenstandards. Sie können dabei helfen, die erforderlichen Kontrollen zur Erfüllung von HIPAA/HITECH, PCI-DSS und einer Vielzahl weiterer Anforderungen an die regulatorische Compliance zu integrieren.
Weitere Gründe für die Auslagerung des Cloud-Betriebs
Wir haben nur eine Handvoll der Themen behandelt, die bei der Entscheidung zu bewerten sind, ob Managed Services für Ihr Unternehmen geeignet sind. Es gibt viele weitere, und die Liste der Überlegungen wird länger, sobald Sie sich für Managed Services entscheiden. Dazu gehören auch die Qualifikationen des Managed-Services-Anbieters selbst.
In diesem Bereich sollten Sie recherchieren, um sicherzustellen, dass Sie einen hervorragenden Managed-Service-Partner finden, der zugleich auf Ihre aktuelle oder gewünschte Cloud-Umgebung abgestimmt ist.
Über den Autor:
Denis Volkov ist Director of Managed Services bei ClearScale.


