Die Technologie auszuwählen, die sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten am stärksten weiterentwickelt hat, wäre eine schwierige Aufgabe. Wahrscheinlich würde High Performance Computing (HPC) jedoch zu den aussichtsreichsten Kandidaten zählen.
Anfang der 2000er-Jahre wurden HPC-Installationen und ihre Leistung weitgehend von Systemen dominiert, die proprietäre Technologien wie Prozessoren und Interconnects nutzten. Doch bis 2008 basierten acht der zehn führenden Supercomputer laut Top500.org (darunter die drei Spitzenreiter) auf x86-Silizium von Intel und AMD.
Diese Entwicklungen lösten eine kommerzielle Renaissance für HPC aus. Obwohl HPC inzwischen deutlich günstiger ist als früher, erfordert es nach wie vor erhebliche Anfangsinvestitionen und wird tendenziell schneller überflüssig als andere kommerzielle Systeme. Gibt es eine Möglichkeit, wie HPC-Anbieter ihren Kunden mehr Flexibilität und eine bessere Rendite ihrer Investitionen ermöglichen können?
Lenovos jüngste Erweiterung seines TruScale-Portfolios für Everything-as-a-Service um ein neues HPC-as-a-Service (HPCaaS) bietet einen interessanten Ansatz.
Herausforderungen bei kommerziellem HPC
Warum bleibt leistungsfähiges HPC für viele Unternehmen unerreichbar? Schließlich wurden leistungsstarke HPC-Lösungen immer erschwinglicher, weil x86-CPUs und andere branchenübliche Komponenten günstiger und leichter zu beschaffen waren als proprietäre Technologien. Dieser Trend beschleunigte sich, als GPUs und andere branchenübliche Komponenten zentrale Rollen im HPC übernahmen.
HPC liefert jedoch definitionsgemäß und aufgrund seiner Konzeption den größten Nutzen durch eine optimale Funktionalität. Das bedeutet: Unternehmen, die sich mit HPC vom Wettbewerb abheben oder erfolgreich sein wollen, müssen kontinuierlich die Grenzen der Systemleistung ausloten und erweitern. Unternehmen, die sich die neuesten, schnellsten und leistungsfähigsten Lösungen leisten und beschaffen können, verschaffen sich automatisch einen Vorteil gegenüber ihren Konkurrenten.
Daher kann es beim HPC schmerzhaft teuer werden, „mit den Nachbarn Schritt zu halten“. Viele Unternehmen kaufen neue und größere Systeme, als sie möglicherweise benötigen, um unsichere Rechenanforderungen oder Marktveränderungen zu bewältigen. Angesichts der außergewöhnlichen Ereignisse der vergangenen zwei Jahre – die COVID-Pandemie hat globale Unternehmen und Lieferketten erschüttert – überrascht es nicht, dass Unternehmen ihre Kapitalinvestitionen überall dort zurückfahren, wo es möglich ist, auch bei Investitionen in moderne HPC-Lösungen, von denen sie profitieren könnten.
Lenovos neues HPCaaS
Was ist Lenovos neues TruScale HPCaaS und wie könnte es diese Probleme lösen? Zunächst hat das Unternehmen seine TruScale-Angebote so konzipiert, dass Kunden Services ebenso einfach beschaffen, nutzen und bezahlen können wie über öffentliche Cloud-Plattformen.
Wie andere TruScale-Angebote ermöglicht auch die neue HPCaaS-Lösung Lenovo-Kunden, On-Premises-Systeme – in diesem Fall HPC-Cluster – ohne Anfangsinvestition zu beschaffen und anschließend für die von ihnen verbrauchten Rechen-, Speicher- und sonstigen Ressourcen mit transparenten und planbaren Zahlungsoptionen zu bezahlen.
Über das TruScale Portal von Lenovo können sie außerdem ihre Budgets effektiv verwalten und Verbrauch sowie Zahlungsanforderungen visualisieren. Mit anderen Worten: Lenovo TruScale HPCaaS ermöglicht es Unternehmen, traditionell umfangreiche, kapitalintensive Investitionen in besser handhabbare und erschwinglichere Betriebsausgaben umzuwandeln.
Für auf HPC ausgerichtete Gruppen und Abteilungen ebenso wichtig ist, dass TruScale HPCaaS zusätzliche Rechen-, Speicher- und Beschleunigungsressourcen über einen von Lenovo als „Push-Button“-Zugriff bezeichneten Mechanismus bereitstellen kann. Nach Erfüllung des Bedarfs werden sie wieder abgeschaltet. Kunden können dadurch flexibel auf die jeweils benötigten oder finanzierbaren Ressourcen zugreifen und sie nutzen. Mit anderen Worten: Lenovos TurScale HPCaaS trägt dazu bei, dass die Zeiten, in denen Unternehmen zu wenige HPC-Ressourcen hatten oder zu viele kauften, schnell der Vergangenheit angehören.
Siehe auch: Führende Cloud-Unternehmen
Abschließende Analyse
Insgesamt ist Lenovos TruScale HPCaaS sowohl aus kommerzieller als auch aus strategischer Sicht interessant. Wie oben erwähnt, bietet die neue Lösung den Kunden des Unternehmens einfachere, transparentere und erschwinglichere Optionen für die Beschaffung, Nutzung und Bezahlung von HPC als herkömmliche Lösungen.
Das dürfte Unternehmen in HPC-intensiven Branchen wie Hochschulwesen, Gesundheitswesen, Fertigung und pharmazeutischer Forschung interessieren. Gleichzeitig könnte die Flexibilität von Lenovos Angeboten dazu beitragen, den Einsatz kommerzieller HPC-Anwendungen in anderen Branchen und Unternehmen auszuweiten und zu beschleunigen.
Schließlich ist erwähnenswert, dass die Entwicklung und Bereitstellung von TruScale HPCaaS eindeutig zu Lenovos Kernkompetenzen gehört. Das Unternehmen ist seit Langem sowohl im High-End-Supercomputing – seit Juni 2018 ist es der führende Anbieter auf Top500.org – als auch im kommerziellen HPC eine treibende Kraft. Insgesamt verfügt Lenovo über die Ressourcen, das Wissen und die Erfahrung, um TruScale HPCaaS für sich und seine Kunden erfolgreich zu machen.
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