Phoebe Gates, die jüngste Tochter von Bill Gates und Melinda French Gates, hat laut einem von Bloomberg eingesehenen Pitch Deck 30 Millionen US-Dollar für ihr KI-Shopping-Start-up Phia eingesammelt.
Ein Sprecher von Phia bestätigte die Finanzierungsrunde gegenüber Bloomberg ebenfalls. Die neue Finanzierung hebt die Bewertung von Phia auf 180 Millionen US-Dollar – nur wenige Monate, nachdem das Unternehmen im September seine erste Finanzierungsrunde über 8 Millionen US-Dollar abgeschlossen hatte. Die Runde wird von Notable Capital unter der Leitung des geschäftsführenden Partners Hans Tung angeführt, zu dessen früheren Investitionen Anthropic und Airbnb gehören.
Kleiner Perkins und Khosla Ventures unter dem Partner Keith Rabois beteiligen sich ebenfalls, wie Bloomberg berichtet.
Das von Gates und Sophia Kianni mitgegründete Unternehmen kann auf eine Reihe prominenter Unterstützer verweisen. Zu den Geldgebern gehören Hailey Bieber, Kris Jenner, Sheryl Sandberg und Sara Blakely.
Gates sagte gegenüber Vogue, dass ihr Vater das Projekt zwar öffentlich unterstützt, aber nicht darin investiert hat.
KI-gestützte Lösung für den „kaputten“ Onlinehandel
Die Gründer von Phia argumentieren, dass die Art und Weise, wie Menschen heute online einkaufen, schlicht nicht funktioniert. In Phias Pitch wird Online-Shopping als „kaputt“ beschrieben: Kunden verschwenden Zeit mit der Suche nach Angeboten und bestimmten Artikeln, während Marken ihre Zielgruppen mitunter falsch ansprechen.
Die Lösung des Start-ups ist eine KI-basierte Suchmaschine, die als mobile App und Chrome-Browsererweiterung verfügbar ist. Das Tool soll Nutzern helfen, Artikel zu finden, Preise zu vergleichen und Angebote einfach aufzuspüren. Nach Angaben des Unternehmens wurde das Phia-Tool in den acht Monaten bis November 750.000-mal heruntergeladen.
Gates betonte den Wert der Plattform für die Förderung nachhaltiger Gewohnheiten. „Auf dem Planeten gibt es genug Kleidung für die nächsten sechs Generationen“, sagte sie in einem Interview mit Elle. „Wir müssen keine neue Kleidung kaufen. Der Aufstieg von Secondhand-Mode ist wirklich aufregend. Wir müssen es den Verbrauchern einfach viel leichter machen.“
Auf der Welle der KI-Agenten-Start-ups
Bloomberg weist darauf hin, dass die Bewertungen von KI-Agenten-Unternehmen branchenübergreifend steigen. In seinem Pitch Deck ordnete sich Phia Start-ups wie Harvey, Mercor und Cursor zu – Unternehmen, die Bewertungen von 8 Milliarden US-Dollar, 10 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 29,3 Milliarden US-Dollar erreicht haben.
Der Vergleich unterstreicht das wachsende Vertrauen der Investoren in automatisierte Tools, die zeitaufwendige digitale Aufgaben übernehmen und die Entscheidungsfindung vereinfachen.
Mit der neuen Finanzierung, einer prominenten Investorenriege und einer starken Dynamik bei den Downloads positioniert sich Phia als einer der meistbeobachteten Neuzugänge in der boomenden KI-Shopping-Kategorie.
Gates und Kianni streben langfristig einen durchgängigen Assistenten an, der den Bedarf der Nutzer vorhersehen und personalisierte Empfehlungen liefern kann – ein System, das laut Gates auf der Technologie basiert, die sie sich „wünschen würden“.
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