Nachdem ein früherer Vorstoß im Senat darauf abzielte, den Zugang von Kindern zu KI-Begleitern einzuschränken, wirft der CHATBOT Act eine praktischere Frage für Anbieter auf: Welche Systeme für Jugendschutz, Einwilligung, Speicher und Werbung müssten sie entwickeln, wenn der Kongress den Vorschlag voranbringt?
Der Children’s Health, Advancement, Trust, Boundaries, and Oversight in Technology Act, kurz CHATBOT Act, wurde am 28. April 2026 von den Senatoren Ted Cruz, Brian Schatz, John Curtis und Adam Schiff eingebracht. Der Gesetzentwurf ist noch kein geltendes Recht, gibt aber KI-Anbietern, auf Schulen ausgerichteten Anbietern und Unternehmenskunden einen Einblick in die Plattformkontrollen, die Abgeordnete beim Chatbot-Zugang Minderjähriger erwarten könnten.
Jugendschutzfunktionen halten Einzug in das Chatbot-Design
Der Vorschlag ist Teil eines umfassenderen Vorstoßes des Kongresses für die Sicherheit von Kindern bei Chatbots, einschließlich eines separaten Gesetzentwurfs des Senats, der den Ausschuss in einer 22:0-Abstimmung passierte und KI-Chatbots für Kinder einschränken soll.
Der Senatsausschuss für Handelbeschrieb den CHATBOT Act als Vorschlag für öffentlich zugängliche KI-Chatbots, die offene Gespräche mit Nutzern führen können. Der Vorschlag nimmt Systeme mit engem Zweck aus, die hauptsächlich für Kundenservice, interne Forschung, technische Unterstützung oder Schulungen eingesetzt werden.
Nach dem Gesetzestext, müsste ein Anbieter, der weiß, dass ein Nutzer unter 13 Jahre alt ist, den Zugang über ein Familienkonto verlangen. Weiß der Anbieter, dass es sich um einen Teenager handelt, müsste er einen Elternteil benachrichtigen und vor der Einrichtung des Kontos eine überprüfbare elterliche Einwilligung einholen.
Mit Familienkonten könnten Eltern die Nutzungsdauer begrenzen, Belohnungen oder Abzeichen deaktivieren, Benachrichtigungen und Push-Mitteilungen ausschalten, Finanztransaktionen blockieren, nicht angeforderte Ausgaben einschränken, Transparenzkennzeichnungen für KI festlegen, den Chatbot-Speicher begrenzen und eine vollständige Aufzeichnung der Gespräche und Aktivitäten des Minderjährigen erhalten.
Die Werberegel ist kein pauschales Werbeverbot. Betroffene Unternehmen dürften personenbezogene Daten bekannter Kinder oder Teenager nicht für zielgerichtete Werbung verwenden, der Gesetzentwurf würde aber weiterhin altersgerechte Werbung erlauben, die über das Alter hinaus keine personenbezogenen Daten nutzt.
Verstöße würden nach dem Federal Trade Commission Act als unfaire oder irreführende Handlungen behandelt, und die Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten könnten Zivilklagen einreichen.
Das Problem mit der selbst angegebenen Altersangabe
Der Gesetzentwurf verlangt weder eine Altersabfrage noch eine Altersverifizierung, Prüfungen staatlicher Ausweisdokumente oder die Erhebung neuer Altersdaten. Die weitreichendsten Pflichten hängen stattdessen davon ab, ob ein Anbieter weiß oder ob objektive Umstände nach vernünftiger Einschätzung darauf schließen lassen, dass ein Nutzer ein Kind oder Teenager ist.
Dieser Maßstab wirft Compliance-Fragen für KI-Produkte auf, die auf selbst angegebenen Altersangaben beruhen – insbesondere während Regierungen strengere Beschränkungen für KI-Tools an Schulenabwägen. Anbieter benötigen möglicherweise eine klarere Dokumentation darüber, wie ihre Systeme Alterssignale erkennen, den Einwilligungsstatus erfassen, den Chatbot-Speicher verwalten, die Ausrichtung von Werbung beschränken, Beschwerden eskalieren und Nutzerdaten schützen.
Die FTC untersucht den Markt bereits. Im September 2025 leitete die Behörde eine 6(b)-Studie zu KI-Begleiter-Chatbotsein und forderte Informationen zu Sicherheitstests, Altersbeschränkungen, dem Zugang Minderjähriger zu Begleiterfunktionen und der Nutzung personenbezogener Daten an.
Diese Prüfung folgt auf umfassendere Bedenken darüber, wie Unternehmen Chatbots anhand von hochriskanten Eingaben von Teenagerntesten, bevor diese Systeme junge Nutzer erreichen. Die jüngsten Bedenken hinsichtlich für das KI-Training erhobener Aktivitätsdaten von Mitarbeiternzeigen, wie KI-Eingaben, Telemetriedaten und Nutzeraufzeichnungen auch jenseits von Produkten für junge Nutzer zu einem Unternehmensrisiko werden können.
Das nächste Signal wird sein, ob der Senatsausschuss für Handel Maßnahmen zum CHATBOT Act ansetzt. Bis dahin bleibt der Gesetzentwurf ein Vorschlag, zeigt aber, welche Plattformkontrollen Abgeordnete im Hinblick auf den Chatbot-Zugang, den Speicher, die Werbung und die elterliche Aufsicht bei Minderjährigen erwägen.
Mehr dazu: Auch in Entwicklerumgebungen zeichnen sich damit verbundene Risiken der KI-Governance ab, in denen agentische Tools Dateien lesen, Befehle ausführen und auf nicht vertrauenswürdige Projektinhalte in .


