Chinas Heim-Humanoide sind da: Was können sie tatsächlich?

China’s consumer humanoid push reaches the home as UBTech prepares U1 deliveries.

China’s consumer humanoid push reaches the home as UBTech prepares U1 deliveries. Image generated via ChatGPT

Verfasst von
Kezia Jungco
Kezia Jungco
Aug 3, 2026
3 minute read
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UBTechs erste Humanoide für Verbraucher zeigen, dass eine lebensechte Unterhaltung möglicherweise früher in den Haushalt Einzug hält als verlässliche Hausarbeit. Der nächste Test besteht darin, ob diese Modelle emotionale Interaktion in nützliche, zuverlässige Hilfe verwandeln können.

Das in Shenzhen ansässige Unternehmen UBTech will ab dem 16. September seine Begleitroboter U1 an chinesische Käufer ausliefern, nachdem mehr als 13.000 Bestellungen eingegangen sind. Die Maschinen können KI-gestützte Gespräche führen, Gesichtsausdrücke zeigen und auf Emotionen reagieren, aber sie können nicht kochen, putzen, Wäsche waschen oder die verlässliche körperliche Hilfe leisten, die viele Menschen von einem Heimroboter erwarten.

Ihre Ankunft bietet einen ersten Einblick darin, wie Chinas Robotikindustrie versucht, Humanoide aus kontrollierten Fabrikhallen in unberechenbare Wohnumgebungen zu bringen. Vorerst zahlen Käufer für emotionale Interaktion, den Neuheitswert und frühen Zugang zu einer Technologie, die noch lernt, zu Hause nützlich zu sein.

Im Inneren von UBTechs ersten Heim-Humanoiden

UBTechs Heim-Humanoide können sprechen, reagieren und lebensecht wirken, sind aber noch nicht in der Lage, nützliche Hausarbeit zu erledigen.

Die U1-Serie umfasst die Modelle Lite, Pro und Ultra, deren Preise von 119.800 Yuan bis 990.000 Yuan reichen. Bis zum 30. Juni waren bei dem Unternehmen 13.361 Bestellungen eingegangen – weniger als einen Monat nach Beginn des Vorverkaufs, berichtete die South China Morning Post.

Die Roboter nutzen Sprachinteraktion, KI-gestützte Gespräche, Gesichtsausdrücke und lebensechte digitale Haut, um ein Gefühl von Präsenz zu erzeugen. Laut Reuters erklärte UBTech, sein emotionales Sprachmodell könne mehr als 20 menschliche Emotionen mit einer Genauigkeit von über 90 % erkennen. Die Behauptung wurde nicht unabhängig überprüft.

Robots International merkte an, dass das Spitzenmodell U1 Ultra Female etwa 168 Zentimeter groß ist, 35,2 Kilogramm wiegt und über 88 Freiheitsgrade verfügt. Seine Silikonhaut und die bewegliche Wirbelsäule sollen sein Aussehen und seine Bewegungen menschlicher wirken lassen.

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Begleitung kommt vor der Hausarbeit

UBTech positioniert emotionale Begleitung als realistischen Ausgangspunkt, während sich die körperlichen Fähigkeiten der Roboter weiterentwickeln.

„Mit der Weiterentwicklung der KI-Fähigkeiten können Roboter durch große Sprachmodelle und emotionale KI-Modelle zunächst Begleitung bieten“, sagte CEO Zhou Jian laut SCMP.

„Haushaltsaufgaben wie Putzen, Wäschewaschen und Kochen können schließlich mit emotionaler Interaktion verbunden werden“, fügte Zhou hinzu. 

Frühe Käufer sind sich offenbar uneinig, ob dies ausreicht, um den Preis zu rechtfertigen. Einige erklärten der South China Morning Post, sie wollten in der ersten Reihe bei einer aufkommenden Technologie dabei sein und hätten bescheidene Erwartungen. Andere forderten ihr Geld zurück, nachdem Demonstrationen nur geringe praktische körperliche Fähigkeiten gezeigt hatten.

Für Verbraucher besteht der Gegensatz zwischen einem teuren Humanoiden, der auf einer Zukunftsvision basiert, und günstigeren Heimrobotern, die bereits eng umrissene Probleme lösen. Beispielsweise konnten Begleitroboter auf der Hong Kong Cat Expo Räume patrouillieren, Videos streamen, Leckerlis ausgeben und ihren Besitzern die Interaktion mit ihren Haustieren aus der Ferne ermöglichen – für 749 bis 1.579 Hongkong-Dollar.

China testet, ob Roboter ins Wohnzimmer gehören

UBTech setzt darauf, dass Chinas alternde Bevölkerung, sinkende Geburtenrate und wachsende Zahl von Einpersonenhaushalten eine Nachfrage nach robotischer Begleitung schaffen werden. Die SCMP merkte an, dass TrendForce prognostiziert habe, der Markt für Begleit-Humanoide könne bis 2030 ein Volumen von 1,1 Milliarden US-Dollar erreichen.

Für chinesische Verbraucher lautet die unmittelbare Erkenntnis, dass Heim-Humanoide nach wie vor Luxusgeräte zur Begleitung und keine praktischen Haushaltshilfen sind. Käufer zahlen für frühen Zugang, den Neuheitswert und emotionale Interaktion – nicht für nennenswerte Hilfe bei alltäglichen Aufgaben.

Für den breiteren APAC-Robotikmarkt könnte die Markteinführung von UBTech als früher Test dafür dienen, ob Verbraucher hochpreisige Humanoide akzeptieren, bevor deren körperliche Fähigkeiten mit ihrer konversationellen KI gleichziehen.

Eine breitere Akzeptanz wird von mehr abhängen als realistischer Haut und konversationeller KI. Um über die Begleitung hinauszugehen, müssen Heim-Humanoide sich sicher durch unberechenbare Umgebungen bewegen, Gegenstände zuverlässig handhaben, Datenschutzbedenken berücksichtigen und nützliche Aufgaben ohne ständige Beaufsichtigung erledigen können.

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UBTechs erste Modelle für Verbraucher zeigen, dass eine lebensechte Unterhaltung möglicherweise früher in den Haushalt Einzug hält als verlässliche Hausarbeit. Der nächste große Test ist nicht, ob ein Roboter zurücklächeln kann. Es geht darum, ob er beim Abwasch helfen kann.

Weiterlesen: Sehen Sie, wie Unitrees neueste KI Heim-Humanoiden praktischer machen könnte.

Kezia Jungco

Kezia Jungco is a staff writer with five years of hands-on experience testing and analyzing generative AI platforms, chatbots, and NLP tools. She writes in-depth coverage for both enterprise and consumer audiences, focusing on artificial intelligence, data analytics, CRM solutions, cloud infrastructure, cybersecurity, and emerging tech trends. Her work appears in TechRepublic, eWEEK, Datamation, TechnologyAdvice, and Selling Signals.

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