In der Techbranche sorgte die am Montag angekündigte spektakuläre Nachricht für Aufsehen, dass Apple und Google gemeinsame Sache machen, um die nächste Siri-Generation zu betreiben.
Einer, der sich über die Nachricht nicht freute? Elon Musk.
Als Reaktion auf die Nachricht auf X machte der CEO von Tesla und xAI keinen Hehl aus seiner Geringschätzung für die Partnerschaft und bezeichnete sie als gefährliche Ausweitung von Googles Einfluss.
„Das scheint angesichts der Tatsache, dass [sie] auch Android und Chrome haben, eine unangemessene Machtkonzentration zugunsten von Google zu sein“, schrieb Musk.
Musks Reaktion folgt auf eine Vereinbarung, die monatelang still vorbereitet worden war. Im August vergangenen Jahres berichtete ich, dass Apple erwog, Googles Gemini für eine Neuentwicklung von Siri einzusetzen, während der iPhone-Hersteller externe Unterstützung prüfte, um seine KI-Ambitionen schneller voranzutreiben. Diese Woche wurde der Plan offiziell.
Apple und Google haben eine mehrjährige Zusammenarbeit angekündigt im Rahmen derer Googles Gemini-Modelle und die Cloud-Technologie die nächste Generation der Apple Foundation Models antreiben werden, darunter eine stärker personalisierte Version von Siri, die später in diesem Jahr erwartet wird.
Warum Musk dagegenhält
Musks Kritik geht über ein einzelnes Produktupdate hinaus. Google kontrolliert bereits Android, Chrome und einen großen Teil der weltweiten KI-Infrastruktur – und nun möglicherweise auch die Intelligenzebene hinter Hunderten Millionen iPhones.
Als CEO von xAI, dem Unternehmen hinter dem Grok-Assistenten, ist Musk außerdem ein direkter Konkurrent sowohl von Googles Gemini als auch von OpenAIs ChatGPT. Im vergangenen Jahr reichte xAI Klage gegen Apple und OpenAI ein, wobei das Unternehmen ihnen vorwarf, sich verschworen zu haben, um „ihre anhaltende Vorherrschaft“ auf dem KI-Markt zu „sichern“.
Aus Musks Sicht verschärft die Aufnahme Googles in Apples KI-Stack nur das, was er als zunehmende Kontrolle einer Handvoll Techkonzerne über die Zukunft der KI betrachtet.
Apples strategische Neuausrichtung
Für Apple markiert die Gemini-Vereinbarung einen klaren Philosophiewechsel. Das Unternehmen hat seit Langem darauf gesetzt, zentrale Technologien selbst zu entwickeln, doch zunehmende Verzögerungen und ein schleppender Start bei generativer KI zwangen zu einem Umdenken.
Apple betonte zwar, dass Siri und Apple Intelligence weiterhin die Verarbeitung auf dem Gerät und den Datenschutz priorisieren werden, doch die zugrunde liegenden KI-Funktionen werden nun stark auf Googles Technologie angewiesen sein – ein seltener Zugeständnis des iPhone-Herstellers.
Trotz Musks Bedenken ist die Vereinbarung zwischen Apple und Google ein Erfolg für Alphabet, dessen Börsenwert nach der Ankündigung am Montag die Marke von 4 Billionen US-Dollar überschritt. Die Partnerschaft macht Google zu einem wichtigen Akteur, der nicht nur Suche und Surfen, sondern auch Sprachassistenten in den Android- und iOS-Ökosystemen antreibt.
Wann das Upgrade erwartet wird
Für Nutzer sollen die Früchte dieser „unreasonable“ Partnerschaft in diesem Frühjahr ankommen. Die überarbeitete, von Gemini unterstützte Siri soll Berichten zufolge mit iOS 26.4 starten und voraussichtlich im März oder April 2026 auf den Geräten eintreffen.
Im Gegensatz zur bestehenden ChatGPT-Integration von Apple, die optional ist und komplexen Anfragen vorbehalten bleibt, soll Gemini als standardmäßige Intelligenzebene für die Kernfunktionen von Siri dienen.
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