Geteilte Claude-Chats tauchten in der Suche auf: Das sollten Sie jetzt prüfen

Geteilte Claude-Chats tauchten in der Suche auf: Das sollten Sie jetzt prüfen

Image: Ilya Pavlov/Unsplash

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eWEEK Staff
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Aug 3, 2026
3 minute read
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Am vergangenen Wochenende tauchten einige geteilte Claude-Unterhaltungen und Artifacts in Suchergebnissen auf und machten aus einer Kollaborationsfunktion eine Datenschutz-Aufräumaktion für Nutzer und IT-Teams.

Dabei wurde kein Konto gehackt. Das Problem betraf die Teilen-Funktion von Claude, die öffentliche Links zu Chat-Snapshots und Artifacts erstellt, die jeder mit der URL aufrufen kann.

Laut TechCrunch fanden Reddit-Nutzer geteilte Claude-Chats und Artifacts in der Google-Suche, indem sie Abfragen wie „site.ai/share“ verwendeten. Einige enthielten Berichten zufolge Gesundheitsdaten, vertrauliche Unternehmensdokumente sowie Namen und Telefonnummern von Kindern.

Anthropic eigenen Leitfaden zum Teilen zufolge sind Claude-Chats standardmäßig privat, Nutzer können jedoch teilbare Links erstellen. Sobald ein Chat geteilt wurde, kann jeder mit dem Link den Chat-Snapshot aufrufen, einschließlich der Nachrichten und der Artifacts, die vor Erstellung des Links enthalten waren.

Diese Formulierung kann ein falsches Gefühl von Privatsphäre vermitteln. Viele Nutzer verstehen „jeder mit dem Link“ als ausreichend sicher für einen Kollegen, Kunden oder Freund. Wird der Link jedoch später in einem öffentlichen Forum, auf einer Social-Media-Seite oder einer anderen durchsuchbaren Website veröffentlicht, kann er sich eher wie eine öffentliche Webseite verhalten.

Artifacts machen die Veröffentlichung brisanter, weil sie Dashboards, Dokumente, Apps und Projektarbeitsbereiche enthalten können – nicht nur Chattext. Axios berichtete, dass einige über öffentliche Links geteilte, mit Claude erstellte Apps, Tools und Dokumente in der Google-Suche auftauchten.

Die unmittelbare Lehre ist einfach: Nutzer sollten nicht davon ausgehen, dass ein KI-Freigabelink privat ist, nur weil er für eine kleine Gruppe erstellt wurde.

Was Nutzer und Teams jetzt prüfen sollten

Claude-Nutzer sollten die Einstellungen öffnen, zu Datenschutz gehen und sowohl Geteilte Chats als auch Geteilte Artifacts überprüfen. Alles, was Namen, Telefonnummern, Gesundheitsdaten, Finanzdaten, Unternehmensdokumente, Zugangsdaten, Code oder Personalinformationen enthält, sollte nicht mehr geteilt werden, sofern es nicht tatsächlich für den öffentlichen Zugriff bestimmt war.

Nutzer sollten außerdem öffentliche Beiträge, Foren, Teamseiten und Social-Media-Konten durchsuchen, in denen sie möglicherweise Claude-Links eingefügt haben. Das Aufheben der Freigabe eines Claude-Links kann den künftigen Zugriff auf den Snapshot verhindern, entfernt aber möglicherweise keine zwischengespeicherten Ergebnisse, archivierten Kopien, Screenshots oder andernorts erneut veröffentlichten Links.

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Für Unternehmen beschränkt sich das Risiko nicht auf den Chatverlauf eines einzelnen Mitarbeiters. Geteilte KI-Unterhaltungen können Kundendaten, interne Pläne, Quellcode, juristische Notizen oder regulierte Daten enthalten. Ein öffentlicher KI-Freigabelink kann schnell zu einem Problem beim Umgang mit Daten werden, selbst wenn kein Konto gehackt wurde.

Sicherheitsteams sollten Mitarbeiter jetzt anweisen, geteilte Claude-Links zu überprüfen und für vertrauliche Arbeit keine öffentlichen Freigabelinks zu verwenden. Für die Zusammenarbeit sollten Mitarbeiter Ergebnisse in Systeme mit geeigneten Zugriffskontrollen übertragen, etwa interne Dokumente, Wikis, Ticketing-Tools oder freigegebene Projekträume.

Der Vorfall passt zu einem umfassenderen Problem bei der Kontrolle von Unternehmens-KI. eWeek berichtete kürzlich, dass Lücken bei der KI-Governance Unternehmen bereits eine unzureichende Übersicht über KI-Systeme und -Aktivitäten bescheren. Da immer mehr Mitarbeiter KI-Tools für die tatsächliche Arbeit nutzen, müssen öffentliche Freigabefunktionen genauso in den Richtlinien berücksichtigt werden wie Dateifreigaben, E-Mail-Weiterleitungen und Berechtigungen für Cloud-Speicher.

Organisationen, die KI-Agenten oder Coding-Tools einsetzen, sollten außerdem Zugriffs- und Identitätskontrollen überprüfen. Der Start von Neo zeigte, wie autonome Software neue Fragen dazu aufwirft, wem ein KI-System gehört, worauf es zugreifen kann und ob sich dieser Zugriff widerrufen lässt.

Auf der Hilfeseite von Anthropic heißt es, dass Team- und Enterprise-Nutzer Chats nur mit Mitgliedern derselben Organisation teilen können, nicht öffentlich. Administratoren sollten dennoch prüfen, welche Kontrollen vorhanden sind, ob die öffentliche Freigabe deaktiviert werden kann und wie geteilte Artifacts protokolliert werden.

Vorerst gilt als sicherste Regel: Behandeln Sie jeden KI-Freigabelink als öffentlich, sofern Ihre Organisation nicht das Gegenteil nachweisen kann.

Lesen Sie auch: ChatGPT-Freigabelinks wurden über echte OpenAI-URLs missbraucht. Das zeigt, wie vertrauenswürdige Links von KI-Plattformen Sicherheitsrisiken schaffen können, selbst wenn die Plattform selbst nicht gehackt wurde.

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