Google verwandelt dein Leben in eine tägliche Dosis KI-Geschichten.
Der Technologiekonzern hat Dreambeans gestartet, eine neue experimentelle App von Google Labs, die künstliche Intelligenz nutzt, um aus Informationen aus dem Google-Konto eines Nutzers täglich personalisierte Geschichten zu erstellen.
Die App ist als Alternative zum endlosen Scrollen gedacht, das in sozialen Netzwerken und auf Content-Plattformen üblich ist. Statt einen unendlichen Feed auszuliefern, erstellt Dreambeans jeden Tag eine begrenzte Auswahl an Geschichten auf Grundlage von Informationen aus verbundenen Google-Diensten.
Laut Google, soll die App Nutzern helfen, Ideen, Aktivitäten und Informationen zu entdecken, die ihnen wichtig sind, ohne in einem nie endenden Inhaltsstrom gefangen zu werden.
So funktioniert es
Dreambeans greift auf Googles System Personal Intelligence zurück und bezieht Kontext aus Apps wie Gmail, Kalender, Fotos, YouTube und dem Suchverlauf.
Jede Geschichte wird visuell mithilfe des KI-Modells Nano Banana 2 von Google gestaltet. Wenn eine Geschichte dich oder Menschen aus deinem Umfeld betrifft, kann die App Google Fotos nutzen, um in den Illustrationen deren Ähnlichkeit darzustellen, statt auf Stockbilder zurückzugreifen. Das verleiht dem Erlebnis eine persönliche Note.
Die Geschichten können Lifestyle-Empfehlungen, Nachrichten-Highlights, Reisetipps oder Erinnerungen an Veranstaltungen enthalten, die dir gefallen könnten. Nutzer können außerdem tiefer in die Geschichten eintauchen: Die App verlinkt für die nächsten Schritte auf Webressourcen, etwa um einen Hundespielplatz in der Nähe zu finden oder sich für einen Kurs anzumelden. Feedback zu den Empfehlungen verbessert künftige Geschichten, und Favoriten lassen sich in einer persönlichen Bibliothek speichern.
Als Gegenmittel gegen Doomscrolling konzipiert
Eine der zentralen Ideen von Dreambeans besteht darin, die Menge an Inhalten zu begrenzen, die Nutzer täglich erhalten.
Statt einen endlosen Strom an Empfehlungen anzubieten, erstellt die App laut TechCrunch in der Regel täglich zwischen 10 und 14 Geschichten. Google zufolge soll das begrenzte Format Menschen dabei helfen, nützliche Informationen zu entdecken und anschließend ihren Tag fortzusetzen.
Produktleiterin Gozde Oznur erläuterte gegenüber TechCrunch die Philosophie hinter diesem Ansatz: „Die Idee ist, ein paar inspirierende Ideen zu bekommen und dann hinauszugehen und sein Leben zu leben.“
Nutzer können Geschichten außerdem in einer persönlichen Bibliothek speichern und Feedback zu Empfehlungen geben. So hilft dieses Feedback der App dabei, künftige Geschichtensammlungen zu verfeinern.
Dreambeans benötigt mindestens eine verbundene App, um zu funktionieren. Nutzer können jedoch auswählen, welche Dienste sie verknüpfen. Google betont, dass in Dreambeans getroffene Entscheidungen keine Auswirkungen auf die Einstellungen anderer KI-Produkte haben, etwa auf Gemini Apps oder den KI-Modus. Nutzer haben außerdem die volle Kontrolle über ihre Daten und können sie jederzeit löschen.
Begrenzte Einführung beginnt
Dreambeans wird ab dieser Woche für berechtigte Google-AI-Ultra-Abonnenten ab 18 Jahren in den USA auf Android und iOS ausgerollt. Nutzer, die derzeit keinen Zugriff haben, können sich mit einem persönlichen Google-Konto über Google Labs auf eine Warteliste setzen lassen.
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