Schauspieler und Tech-Unternehmer Joseph Gordon-Levitt warnte, künstliche Intelligenz könnte die Gesellschaft „ohne Empathie“ zurücklassen, wenn sie echte menschliche Verbundenheit ersetzt.
Bei Utahs AI Summit 2025 in diesem Monat äußerte Gordon-Levitt seine Sorge, dass KI-gestützte Gespräche die Fähigkeit von Menschen beeinträchtigen könnten, echte zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen – insbesondere bei Kindern.
Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der Gesetzgeber, Technologieunternehmen und Regulierungsbehörden darüber debattieren, wie sich KI-Innovation mit dem Schutz der Nutzer in Einklang bringen lässt. Für IT-Führungskräfte unterstreichen die Aussagen den wachsenden Druck, nicht nur zu berücksichtigen, was KI leisten kann, sondern auch, wie sie menschliches Verhalten beeinflusst.
Eine Warnung mit Fokus auf Kinder und Verbundenheit
Gordon-Levitt äußerte seine Bedenken, während er eine stärkere Regulierung von KI-Chatbots und anderen KI-gestützten Tools forderte. Er sagte, seine Sorgen gründeten sich darauf, wie Kinder mit Technologie umgehen und wie diese Erfahrungen die emotionale Entwicklung.
„Ich mache mir Sorgen, dass es mehr schaden als nützen könnte, insbesondere Kindern und meinen Kindern“, sagte Gordon-Levitt auf dem Gipfel, wie AOL berichtete. „Das beunruhigt mich, und es hat mich gewissermaßen dazu gebracht, darüber zu sprechen“, fügte er hinzu.
In einem Gespräch mit Margaret Busse, der geschäftsführenden Direktorin des Utah Department of Commerce, betonte der Schauspieler, dass es Grenzen für die Fähigkeiten von KI gibt. Damit griff er frühere Äußerungen des Gouverneurs von Utah, Spencer Cox, auf, der seine „pro-menschliche“ KI-Agenda vorgestellt hatte, die sich auf Wirtschaft, Bildung und Politik konzentriert.
„Das Fundament jeder Zivilisation sind menschliche Beziehungen“, sagte Gordon-Levitt, wie Deseret News berichtete. Er fügte hinzu: „Eine menschliche Beziehung ist mehr als das, was ein Chatbot leisten kann.“
„Eine Zivilisation von Menschen ohne Empathie“
AOL berichtete, Gordon-Levitt habe seine Sorge geäußert, dass die Gesellschaft vor einer beunruhigenden Zukunft stehen könnte, wenn Menschen Gespräche und Beziehungen vor allem durch Chatbots erleben – einer Zukunft, in der es Einzelnen an Empathie, Perspektive und der Fähigkeit mangelt, menschliche Verbindungen.
aufzubauen. „Und wo steht unsere Zivilisation dann? Ich habe das Gefühl, es könnte wirklich düster werden“, fügte der Schauspieler hinzu.
Gordon-Levitt äußerte zudem Bedenken, dass das Ausmaß, in dem Kinder durch Chatbots synthetischer Intimität ausgesetzt sind, weiterhin unklar sei. Zwar kritisiert er KI-Begleiter, die jungen Menschen angeboten werden, betonte aber, dass er nicht grundsätzlich gegen Technologie sei.
Als Gründer der Kreativplattform HITRECORD bezeichnete sich der Schauspieler als Optimisten, der Potenzial für KI sieht, Bildung, Gesundheitsversorgung und kreative Tätigkeiten zu verbessern, wenn sie durchdacht und verantwortungsvoll eingesetzt wird.
Regulierungsdebatte in Utah
Gordon-Levitts Äußerungen fügten sich in die umfassenderen Diskussionen beim Utah AI Summit darüber ein, wie Regierungen auf das rasante Wachstum der KI reagieren sollten. Gemeinsam mit Cloudflare-CEO Matthew Prince und Nvidia-Mitgründer Chris Malachowsky sprach er über die Vorteile und Risiken, die mit der zunehmenden Nutzung von KI verbunden sind.
Auch der Gouverneur von Utah, Spencer Cox, sprach bei der Veranstaltung. Er merkte an, dass die Regierung seiner Ansicht nach nicht die Entwicklung von KI regulieren sollte, ein Eingreifen jedoch notwendig wird wenn KI-Tools zur Erstellung sexualisierter Chatbots für Kinder eingesetzt werden.
„Dann ist es meine Angelegenheit und die Angelegenheit der Regierung, und wir werden uns einschalten und euch sagen, was ihr tun dürft und was nicht“, betonte er.
In einem separaten Bericht von Deseret News wurde Cox beim AI Summit mit den Worten zitiert, jede KI-Entscheidung müsse daraufhin geprüft werden, ob sie menschliches Wohlergehen fördert oder unsere Fähigkeiten schmälert.
Er warnte, dass KI-Tools zwar bei der Bekämpfung von Krankheiten oder Umweltproblemen helfen können, diese Plattformen jedoch umgekehrt Lernen und persönliche Entscheidungsfähigkeit untergraben könnten, wenn Menschen zu passiven Konsumenten statt zu aktiven Beteiligten werden.
Mehr darüber, wie Regierungen Maßnahmen ergreifen, um Kinder vor KI-Risiken zu schützen, erfahren Sie in der Berichterstattung von eWeek über Kaliforniens neues KI-Gesetz.


