Meta belebt seine seit Langem kolportierten Smartwatch-Pläne wieder. Berichten zufolge will das Unternehmen 2026 sein erstes Gerät fürs Handgelenk auf den Markt bringen.
Das unternehmensintern als „Malibu 2“ bekannte Gerät soll sich laut einem Bericht von The Information auf Gesundheitstracking konzentrieren und einen integrierten Meta-AI-Assistenten bieten.
Damit kehrt Meta zu einem Produkt zurück, das das Unternehmen bereits zuvor erforscht, letztlich aber eingestellt hatte. Vor rund fünf Jahren arbeitete Meta an Smartwatch-Konzepten, darunter Versionen mit mehreren Kameras, bevor das Unternehmen die Entwicklung 2022 im Rahmen von Kostensenkungen innerhalb seiner Reality-Labs-Sparte pausierte.
Der Fokus auf Gesundheit und Fitness
Die wiederbelebte Smartwatch soll sich auf Gesundheits- und Fitnesstracking sowie KI-gestützte Funktionen konzentrieren.
Der Bericht von The Information legt nahe, dass das Gerät Metas KI-Assistenten direkt in das Nutzungserlebnis der Wearables integrieren wird. Damit folgt Meta einem breiteren Branchentrend, da Unternehmen biometrische Daten mit KI-Diensten verbinden wollen, um personalisiertere Erlebnisse zu ermöglichen.
Die Smartwatch dürfte nicht für sich allein stehen. Meta verzeichnet ein wachsendes Interesse an seinen KI-gestützten Smart Glasses, deren Auslieferungen im vergangenen Jahr laut von Reuters zitierten Daten von Smart Analytics Global auf knapp 6 Millionen Einheiten gestiegen sind.
Das Unternehmen hat die internationale Expansion seiner Ray-Ban Display-Brille kürzlich wegen der starken Nachfrage in den USA und begrenzter Liefermengen pausiert. In einer Erklärung im vergangenen Monat, teilte Meta mit, man habe beschlossen, die weltweite Einführung zu verschieben, um sich auf die Erfüllung von Bestellungen aus den USA zu konzentrieren.
Berichten zufolge hat Meta außerdem etwa vier Projekte für Augmented-Reality- und Mixed-Reality-Brillen in Entwicklung. Das Unternehmen überprüft jedoch die Zeitpläne für die Markteinführung, um zu vermeiden, zu viele Geräte zu schnell auf den Markt zu bringen und Kunden dadurch möglicherweise zu verwirren.
Das Wettbewerbsumfeld
Meta betritt keinen leeren Markt. Der Smartwatch-Markt in Nordamerika ist seit Jahren fest in Apples Hand, wobei die Apple Watch den Standard für Gesundheitstracking und die Integration in ein Ökosystem setzt. Samsung und Google komplettieren die Spitzengruppe.
Eine eng mit KI-Diensten und Smart Glasses verknüpfte Meta-Uhr wäre jedoch eine andere Art von Herausforderer: weniger ein Wettstreit um technische Daten als ein Kampf darum, welches Unternehmen mit seinem allgegenwärtigen KI-Ökosystem Teil des Alltags wird. Apple plant Berichten zufolge Brillen und möglicherweise einen tragbaren Pin als Ergänzung zu seinem bestehenden Angebot. Google hat bestätigt, dass seine für 2026 geplanten Smart Glasses mit Android-Uhren funktionieren werden.
Offenbar versucht jeder, das Handgelenk, die Ohren und die Augen der Nutzer für sich zu gewinnen.
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