Microsofts Brad Smith kritisiert US-Regel zur KI-Verbreitung: „Unzureichende Versorgung“ wird Geschäfte zu chinesischen Anbietern treiben

Brad Smith on CES.
Verfasst von
Chris Bernard
Chris Bernard
Feb 27, 2025
3 minute read
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In einem heute veröffentlichten Blogbeitrag äußerte Microsoft-Vizepräsident und -Präsident Brad Smith Bedenken hinsichtlich der vorläufigen endgültigen AI Diffusion Rule der Biden-Regierung. Er warnte, dass sie die Führungsrolle der USA im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) unbeabsichtigt behindern und Chinas KI-Sektor zugutekommen könnte. Smith argumentierte, dass die Regel, die den Export fortschrittlicher KI-Komponenten in bestimmte Länder beschränkt, die Beziehungen zu wichtigen Verbündeten schwächen und das Wirtschaftswachstum in diesen Regionen bremsen könnte.

Was ist die AI Diffusion Rule?

Die im Januar 2025 eingeführte AI Diffusion Rule soll die nationale Sicherheit schützen, indem sie den Export fortschrittlicher KI-Komponenten in Länder beschränkt, die als „Tier-Two“-Länder eingestuft sind, darunter unter anderem die Schweiz, Polen, Griechenland, Singapur, Indien und Israel. Für diese Länder gelten mengenmäßige Beschränkungen bei der Einfuhr amerikanischer KI-Technologie, was Sorgen über Versorgungsengpässe weckt. Smith zufolge befürchten Kunden in diesen Ländern nun eine „unzureichende Versorgung mit kritischer amerikanischer KI-Technologie“, was sie möglicherweise dazu veranlasst, nach Alternativen bei chinesischen KI-Anbietern zu suchen.

Die Regel ist Teil einer umfassenderen US-Strategie zur Kontrolle der weltweiten Verbreitung von KI-Technologien und soll verhindern, dass Gegner fortschrittliche KI-Fähigkeiten erwerben. Smith und andere Kritiker argumentieren, dass sie eine zentralisierte Kontrolle über die globale Computerwirtschaft etabliert und die Reichweite amerikanischer Technologieunternehmen einschränkt.

Auswirkungen auf den Technologiesektor und die Geopolitik

Smith hob die möglichen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum der USA und die globale Führungsrolle im Technologiesektor hervor und verwies auf Microsofts Investition von 80 Milliarden US-Dollar in die KI-Infrastruktur weltweit – mehr als die Hälfte davon entfällt auf die USA. Er argumentierte, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur in anderen Ländern unerlässlich sei, um lokale Unternehmen und Verbraucher mit Diensten mit geringer Latenz zu versorgen. Zugleich warnte er, die derzeitige Regel „hält von etwas ab, das als amerikanische wirtschaftliche Chance betrachtet werden sollte – dem Export weltweit führender Chips und Technologiedienste“.

Smith forderte die Trump-Regierung auf, die Regel zu überarbeiten, schlug die Abschaffung mengenmäßiger Obergrenzen und die Beibehaltung qualitativer Sicherheitsstandards vor und betonte, wie wichtig es sei, amerikanischen Unternehmen den globalen Wettbewerb zu ermöglichen.

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„Amerikas KI-Wettlauf mit China beginnt im eigenen Land“, schrieb er.

Andere Perspektiven

Alans Estevez, Bidens Unterstaatssekretär für Handel im Bereich Industrie und Sicherheit, verteidigte die Regel im Januar mit dem Argument, sie verhindere, dass Gegner fortschrittliche KI-Fähigkeiten erwerben, die eine Sicherheitsbedrohung darstellen könnten. Doch nur wenige Tage später, nachdem er sein Amt angetreten hatte, unterzeichnete Präsident Trump die Executive Order 14179 mit dem Titel „Removing Barriers to American Leadership in Artificial Intelligence“. Damit widerrief er einige frühere Maßnahmen und legte einen Plan zur Förderung der KI-Entwicklung fest.

Die Anordnung schreibt vor, innerhalb von 180 Tagen einen Aktionsplan auszuarbeiten, um die Führungsrolle der USA im Bereich KI zu sichern, wobei der Fokus auf menschlichem Wohlergehen, wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und nationaler Sicherheit liegt. Außerdem verlangt sie eine Überprüfung bestehender Maßnahmen, um Aktionen zu identifizieren und zu korrigieren, die diesen neuen politischen Zielen möglicherweise widersprechen. Obwohl die Regierung noch keine konkreten Änderungen an der AI Diffusion Rule bekannt gegeben hat, deutet diese Executive Order auf eine Verlagerung hin zu einer Politik, die der amerikanischen KI-Innovation und Führungsrolle Priorität einräumt.

Erfahren Sie mehr über die führenden KI-Unternehmen, die am wahrscheinlichsten von dieser Regel betroffen sein werden.

Chris Bernard

Chris Bernard is managing editor of eWeek. He brings more than 15 years of experience covering how organizations select, implement, and deploy technology to the role. He’s also worked as a newspaper and magazine journalist in Alaska and New England, a technical writer for several startups, and as senior copywriter for a B2B advertising agency. Previously, he was managing editor of Datamation and Enterprise Storage Forum.

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