Mind Robotics, das von Rivian-CEO RJ Scaringe gegründete Robotikunternehmen, hat weitere 400 Millionen US-Dollar an neuer Finanzierung eingeworben.
Die von Kleiner Perkins angeführte jüngste Finanzierungsrunde bringt die Gesamtfinanzierung des Unternehmens auf mehr als 1 Milliarde US-Dollar und bewertet es mit rund 3,4 Milliarden US-Dollar, so eine mit der von The Wall Street Journal zitierten Transaktionsstruktur vertraute Person. An der Finanzierungsrunde beteiligten sich auch Investoren wie Salesforce Ventures und Incharge Capital, eine mit Volkswagen verbundene Venture-Capital-Gesellschaft.
Mind Robotics wurde 2025 gegründet und zunächst als internes Projekt bei Rivian mit dem Namen „Project Synapse“ entwickelt, bevor es Ende 2025 als eigenständiges Unternehmen ausgegründet wurde.
Rivian bleibt sowohl strategischer Partner als auch Anteilseigner des Startups, und die Unternehmen arbeiten bereits eng zusammen. Das Robotikunternehmen setzt derzeit KI-gestützte Roboter in Rivians Fabrik in Normal, Illinois, ein und trainiert sie dort. Der Standort dient als realitätsnahes Testgelände für seine Systeme.
Was das Unternehmen entwickelt
Mind Robotics konzentriert sich auf die Entwicklung KI-gestützter Industrieroboter für Fabrikarbeiten, die über einfache repetitive Aufgaben hinausgehen.
Das Unternehmen entwickelt laut AI Businessein Full-Stack-System, das KI-Modelle, Robotikhardware und Infrastruktur für den Einsatz kombiniert. Seine Systeme werden darauf trainiert, komplexe Fertigungsaufgaben wie Montage, Materialhandhabung, Inspektion und präzise Manipulation in laufenden Produktionsumgebungen zu bewältigen. Ziel ist es, über traditionelle Industrieroboter hinauszugehen, die typischerweise auf repetitive, vorprogrammierte Aktionen beschränkt sind.
Warum Investoren jetzt einsteigen
Die Robotikbranche erlebt derzeit einen starken Zuwachs an Interesse, da Unternehmen mithilfe von KI den Arbeitskräftemangel beheben und die Effizienz in Fabriken steigern wollen. Mind Robotics betritt ein dicht besetztes, aber schnell wachsendes Feld mit Akteuren wie Figure AI, Agility Robotics, Amazon und Tesla, die allesamt massiv in Automatisierung investieren.
Ilya Fushman, Partner bei Kleiner Perkins, sagte, die Chancen seien enorm. Er bezeichnete Robotik als „die ultimative Grenze des mit KI Machbaren“ und als „den größten Markt überhaupt“, so The Wall Street Journal.
Mit einer Gesamtfinanzierung von mehr als 1 Milliarde US-Dollar und ersten Robotern, die bereits in Rivians Fabriken im Einsatz sind, bewegt sich Mind Robotics von der Forschungsphase in den praktischen industriellen Einsatz. Das Unternehmen sieht sich nun einem dicht besetzten, schnelllebigen Robotikwettlauf gegenüber und konkurriert mit anderen KI-fokussierten Startups und großen Technologieunternehmen, die alle dasselbe Ziel verfolgen: Maschinen zu entwickeln, die zuverlässig gemeinsam mit Menschen in echten Fabriken und in großem Maßstab arbeiten können.
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