Der Lieblingsspieler aus dem Baseball hat sich gerade einen neuen Nebenjob zugelegt: niemals schlafen und immer antworten.
Die Spieler der Major League Baseball haben sich darauf geeinigt, KI-Versionen ihrer selbst zu lizenzieren, die direkt mit Fans chatten können. Damit beginnt eine neue Phase offiziell genehmigter, ständig verfügbarer digitaler Interaktion zwischen Sportlern und ihrem Publikum. Die Vereinbarung erlaubt es, die Abbilder der Spieler in dialogorientierten KI-Erlebnissen einzusetzen, die persönlich, interaktiv und kontinuierlich wirken sollen.
Laut Forbes wurde die Vereinbarung über MLB Players Inc. getroffen und ermöglicht KI-Avatare für alle aktiven Spieler, nicht nur für die Stars. Die Gespräche können sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln und über kostenpflichtige Interaktionen und digitale Erlebnisse zu Geld gemacht werden.
Spieleridentitätsrechte betreten unbekanntes Terrain
Die Vereinbarung folgt demselben Gruppenlizenzmodell, das seit Langem für kommerzielle Produkte wie Sportvideospiele genutzt wird, und ermöglicht einen einheitlichen Rahmen für den Einsatz von Spieleridentitäten. Dieser Ansatz schafft klare Regeln dafür, wie digitale Darstellungen erstellt und in großem Maßstab verbreitet werden.
Wie Forbes beschreibt, werden die KI-Versionen aus genehmigten Materialien erstellt und sollen widerspiegeln, wie sich die Spieler öffentlich präsentieren, ohne dass sie direkt eingebunden werden müssen. Die Spieler können später persönliche Inhalte beisteuern, wenn sie möchten; standardmäßig ist das Erlebnis jedoch so konzipiert, dass es eigenständig funktioniert.
Gespräche, die nicht zurückgesetzt werden
Die KI-Spielererlebnisse werden über Genies bereitgestellt, ein Unternehmen, das interaktive digitale Avatare entwickelt. Sie sind darauf ausgelegt, den Kontext über mehrere Gespräche hinweg beizubehalten, sodass Fans zurückkehren und dort weitermachen können, wo sie aufgehört haben.
Details aus früheren Unterhaltungen können künftige Antworten beeinflussen und den Interaktionen ein Gefühl von Kontinuität verleihen, statt jedes Mal wieder bei null anzufangen.
Text- und Sprachgespräche werden mit animierten visuellen Avataren kombiniert, wodurch die Unterhaltungen persönlicher wirken als herkömmliche digitale Kontaktpunkte.
Ein standardisierter Einstiegspunkt für jeden Spieler
Jeder aktive MLB-Spieler ist standardmäßig in der Vereinbarung enthalten. Dabei kommt dieselbe Gruppenlizenzstruktur zum Einsatz, auf die die Liga bereits bei kommerziellen Produkten zurückgreift. So können die KI-Erlebnisse mit dem vollständigen Kader starten, ohne dass jeder Spieler einzeln zustimmen oder eigens für ihn etwas entwickelt werden muss.
Der Zugang beschränkt sich nicht allein auf Gespräche: Die Struktur ermöglicht kostenpflichtige Interaktionen, Funktionen innerhalb der Erlebnisse und digitale Güter. Der erste Start konzentriert sich jedoch auf chatbasierte Erlebnisse; weitere Formate sollen folgen.
Anpassung an die heutige Art der Fan-Interaktion
Der Schritt reagiert auf die veränderten Erwartungen der Fans an die Interaktion mit Spielern, die sich nicht mehr auf Spiele, Presseauftritte oder Social-Media-Posts beschränkt. Jüngere Zielgruppen sind direkte Interaktionen auf Abruf gewohnt, die über traditionelle Zeitfenster für die Übertragung hinausgehen.
Mit der offiziellen Lizenzierung KI-basierter Interaktionen schafft MLB einen offiziellen Kanal für kontinuierlichen Zugang zu Spielern, der in ihr bestehendes Medienökosystem eingebettet ist. Damit entsteht ein Präzedenzfall für den Umgang mit Spielerabbildern und Fanbeziehungen über mehrere Ligen hinweg.
Anthropic nutzte eine Super-Bowl-Werbung, um Claudes werbefreie Haltung OpenAIs Kurs gegenüberzustellen.


