NTT Data-Bericht: Unternehmen haben Mühe, das rasante Wachstum der KI mit Verantwortung und Ethik in Einklang zu bringen            

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Image: aniqpixel/Adobe Stock

Verfasst von
Esther Shein
Esther Shein
Feb 12, 2025
3 minute read
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Laut einer neuen Studie des globalen IT-Dienstleisters NTT Data räumen mehr als 80 Prozent der Führungskräfte ein, dass Führung, Governance und die Bereitschaft der Belegschaft nicht mit den Fortschritten der KI Schritt halten und dadurch Investitionen, Sicherheit und das öffentliche Vertrauen gefährdet sind.

„Die Kluft zwischen der halsbrecherischen Innovation im KI-Bereich und den Systemen und Rahmenwerken, die erforderlich sind, um ihre verantwortungsvolle Nutzung zu steuern, wird größer“, sagte Andrew Wells, Chief Data and AI Officer von NTT Data, gegenüber eWeek. „Irgendwie liegt es in unserer Natur zu glauben, dass das Risiko sinkt, wenn ein Markt reifer wird.“

Die Lücke bei der KI-Verantwortung wird größer

Wells sagte, er sei überrascht gewesen, „wie uneins die C-Suite in dieser Frage ist: Statistisch gesehen gibt es keinen Konsens über das Gleichgewicht zwischen Verantwortung und Innovation.“ Mehr als 60 Prozent der Befragten räumen ein, dass die Lücke ein erhebliches Problem darstellt, während 81 Prozent der leistungsstärksten Unternehmen großen Wert auf das Gleichgewicht zwischen Innovation und Verantwortung legen, wie Wells anmerkte.

Der Bericht The AI Responsibility Gap: Why Leadership Is the Missing Link stellt außerdem fest, dass mehr als 80 Prozent der befragten Führungskräfte unklare staatliche Vorschriften als Hindernisse für KI-Investitionen und deren Umsetzung nannten, was zu einer verzögerten Einführung führt.

Bezeichnenderweise haben Sicherheit und Ethik eine geringere Priorität als die KI-Ambitionen – laut dem Bericht befürchten 89 Prozent der Führungskräfte aus der C-Suite Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Einsatz von GenAI. Doch nur 24 Prozent der CISOs glauben, dass ihre Unternehmen einem robusten Rahmenwerk folgen, um KI-Risiken und die Wertschöpfung in Einklang zu bringen.

Vor diesem Hintergrund sagten 67 Prozent der Führungskräfte, dass ihren Mitarbeitenden die Fähigkeiten fehlen, effektiv mit KI zu arbeiten, während 72 Prozent einräumten, keine KI-Richtlinie für eine verantwortungsvolle Nutzung zu haben.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis betrifft erhebliche Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit: 75 Prozent der Führungskräfte erklärten, dass KI-Ambitionen mit den Nachhaltigkeitszielen ihres Unternehmens kollidieren und Unternehmen daher energieintensive KI-Lösungen.

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Wie Führungskräfte die Lücke bei der KI-Verantwortung schließen können

Ohne entschlossenes Handeln riskieren Unternehmen laut dem Bericht eine Zukunft, in der die Fortschritte der KI die Governance übertreffen, die für eine ethische, sichere und effektive Einführung von KI erforderlich ist.

„Innovation ohne ein Verantwortungsmandat – sei es durch stärkere regulatorische Rahmenwerke oder entschlossene Führung – lässt Unternehmen damit kämpfen, Chancen und Risiken in Einklang zu bringen“, warnte der Bericht. „Geschäftsführer, denen dieses Gleichgewicht gelingt, sind besser aufgestellt, um in vollem Umfang von KI zu profitieren und zugleich die Zukunft ihres Unternehmens zu schützen – dafür ist jedoch eine starke, fokussierte Führung erforderlich.“

NTT Data empfiehlt Führungskräften:

  • KI verantwortungsvoll entwickeln: KI einschließlich GenAI, von Grund auf und durchgängig entwickeln und Sicherheit, Compliance und Transparenz vom ersten Tag an in die Entwicklung integrieren.
  • Gesetzliche Standards übertreffen: Über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen und mithilfe eines systematischen Ansatzes ethische und gesellschaftliche Standards für KI erfüllen.
  • Mitarbeitende weiterbilden: Sicherstellen, dass Teams für die Zusammenarbeit mit KI geschult sind und die Risiken und Chancen der KI verstehen.
  • Governance stärken: Mit Unternehmen, Regulierungsbehörden und Branchenführern zusammenarbeiten, um klarere, umsetzbare Governance-Rahmenwerke für KI zu schaffen und globale KI-Standards zu etablieren.

Methodik

Der Bericht basiert laut NTT Data auf Erkenntnissen von mehr als 2.300 Führungskräften aus der C-Suite und Entscheidungsträgern in 34 Ländern, die im Herbst 2024 erhoben wurden.

Esther Shein

Esther Shein is a freelance writer and editor who specializes in writing about AI, cloud, cybersecurity, data, software, and IT leadership. In addition to TechRepublic and eWeek, her work has appeared in CIO.com, CSOOnline, ZDNet, TechTarget, Communications of the ACM, Consumer Goods Technology, Computerworld, The Boston Globe, and Inc. She has also written thought leadership whitepapers, ebooks, case studies, and marketing materials.

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