OpenAI plant 3,2-GW-Rechenzentrum in Georgia, während die Ausgaben für KI-Infrastruktur stark steigen

AI data center

Image: Generated via Google’s Nano Banana

Verfasst von
Aminu Abdullahi
Aminu Abdullahi
Jul 23, 2026
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OpenAI kündigte am Mittwoch Pläne für Project Camellia an, ein groß angelegtes Rechenzentrumsprojekt im Effingham County im US-Bundesstaat Georgia nahe Savannah. 

Das Unternehmen teilte mit, einen Vertrag mit Georgia Power über die Lieferung von 3,2 Gigawatt Strom geschlossen zu haben. Die Stromversorgung soll von 2028 bis 2032 schrittweise bereitgestellt werden.

Das Projekt markiert das erste Rechenzentrum, bei dem OpenAI bei der Planung und Entwicklung der Anlage die Führung übernehmen wird, anstatt sich hauptsächlich auf Cloud-Anbieter zu verlassen. Das Unternehmen erklärte, es wolle 20 Milliarden US-Dollar investieren, um sich für ein Förderpaket zu qualifizieren. Die Gesamtkosten des Projekts könnten nach seiner Fertigstellung jedoch mehr als 30 Milliarden US-Dollar betragen, laut Bloomberg.

Der Schritt erfolgt, während KI-Unternehmen um zusätzliche Rechenkapazitäten ringen. OpenAI prognostiziert, dass seine Ausgaben für Infrastruktur bis 2030 rund 750 Milliarden US-Dollar erreichen könnten, während das Unternehmen die benötigten Rechenressourcen für das Training und den Betrieb zunehmend fortschrittlicher KI-Modelle ausbaut, berichtete The Wall Street Journal.

Der Umfang von Project Camellia wirft die Frage auf, ob eine derart ressourcenintensive Anlage die örtlichen Strompreise und die Zuverlässigkeit des Stromnetzes beeinträchtigen könnte.

OpenAI erklärte, dass die Anwohner wegen des Projekts keine höheren Stromtarife zahlen werden. Das Unternehmen werde die Infrastruktur- und Stromversorgungskosten übernehmen, die für den Betrieb der Anlage erforderlich sind. Georgia Power teilte mit, die Vereinbarung enthalte finanzielle Schutzvorkehrungen, die verhindern sollen, dass Kosten auf bestehende Kunden abgewälzt werden.

Der Versorger erklärte, dass die Anlage von OpenAI voraussichtlich rund 3.200 Megawatt Strom benötigen und bis zu 1.000 Megawatt flexible Laststeuerung bereitstellen wird. Das bedeutet, dass das Unternehmen seinen Stromverbrauch in Zeiten hoher Nachfrage reduzieren kann, um das Netz zu stabilisieren.

Vorteile für die Gemeinschaft und Verpflichtungen vor Ort

OpenAI versucht außerdem, Bedenken auszuräumen, die häufig mit der Entwicklung großer Rechenzentren einhergehen, darunter die Belastung öffentlicher Dienste und lokaler Ressourcen.

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Das Unternehmen erklärte, über die gesamte Laufzeit des Projekts 80 Millionen US-Dollar für Vorteile der Gemeinschaft bereitzustellen. Unterstützt werden sollen unter anderem Schulen, öffentliche Sicherheit, Gesundheitsversorgung, berufliche Weiterbildung, Wohnraum und kleine Unternehmen.

Außerdem plant das Unternehmen, bis zu 71 Millionen US-Dollar in Codex-Guthaben für berechtigte Studierende an Colleges, Community Colleges und technischen Schulen in Georgia bereitzustellen. Die Guthaben sollen den Studierenden Zugang zu den Programmiertools von OpenAI verschaffen, damit sie Erfahrungen mit KI-gestützter Softwareentwicklung sammeln können.

Das Unternehmen erwartet, dass durch das Projekt Tausende Arbeitsplätze im Baugewerbe sowie dauerhafte Stellen entstehen, und erklärte, lokale Auftragnehmer und Unternehmen bevorzugen zu wollen. OpenAI teilte außerdem mit, voraussichtlich zum größten Steuerzahler des Effingham County zu werden, indem es Hunderte Millionen US-Dollar an staatlichen und kommunalen Steuern entrichtet.

Ein neues Modell für KI-Infrastruktur?

OpenAI stellt das Projekt in Georgia als Beispiel dafür dar, wie die KI-Infrastruktur der Zukunft unter stärkerer Beteiligung der Gemeinschaft errichtet werden kann. Das Unternehmen erklärte, eine unabhängige Firma werde jährlich öffentliche Prüfungen durchführen, um zu bestätigen, dass es seine Verpflichtungen erfüllt. 

OpenAI wird außerdem mit Anwohnern und lokalen Behörden zusammenarbeiten, um einen Georgia Community Compact mit konkreten Zuständigkeiten auszuarbeiten. Chris Lehane, Chief Global Affairs Officer von OpenAI, sagte Axios, das Unternehmen sei überzeugt, dass die Einbindung der Gemeinschaft für künftige Projekte entscheidend sein werde.

„Letztlich werden Sie Genehmigungen für den Bau dieser Projekte nur erhalten, wenn Sie tatsächlich im Sinne dieser Gemeinschaften handeln – und die Gemeinschaften selbst sind deutlich anspruchsvoller geworden“, sagte Lehane.

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Aminu Abdullahi

Aminu Abdullahi is a B2C and B2B technology and finance writer with more than six years of experience covering enterprise IT, cybersecurity, cloud computing, artificial intelligence, fintech, business software, and emerging technologies. His work has appeared in publications including TechRepublic, eWEEK, Channel Insider, Geekflare, Enterprise Networking Planet, eSecurity Planet, CIO Insight, and Webopedia. With a technical background in computer science, he specializes in translating complex technology topics into clear, accessible content for business leaders and decision-makers.

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