Das heute beschleunigte Tempo der digitalen Transformation eröffnet Unternehmen erhebliche Chancen für Wachstum und Wertschöpfung für ihre Aktionäre. Gleichzeitig haben der Aufstieg vernetzter Unternehmen, die zunehmende Arbeit im Homeoffice und digitale Zahlungen unter anderem das Risiko von Cyberangriffen, Ransomware- und Malware-Attacken erhöht.
Für Technologieunternehmen, die an der Spitze dieses sich beschleunigenden Wandels stehen, wird Cybersicherheit zunehmend zu einer Top-Priorität. Laut dem 2021 KPMG CEO Outlook:
- 31 % der Technologievorstände weltweit sehen Cybersicherheit als größte Bedrohung für das Wachstum ihrer Organisation in den nächsten drei Jahren
- 39 % nannten die Widerstandsfähigkeit gegen Cyberangriffe als ihre wichtigste operative Priorität
- Doch nur 19 % geben an, sehr gut auf einen künftigen Cyberangriff vorbereitet zu sein
Unabhängig davon, wie gut ein Unternehmen auf Cyberrisiken vorbereitet ist, erfordert dieser Bereich kontinuierliche Investitionen und Wachsamkeit. Im Folgenden finden Sie drei Möglichkeiten, die Cyberabwehr weiter zu stärken.
Zusammenarbeiten
In der zunehmend vernetzten Umgebung von heute ist klar, dass Unternehmen nicht länger im Alleingang agieren können. Tatsächlich glauben 81 % der befragten Technologievorstände, dass ein branchenweiter Ansatz erforderlich sein wird, um das Problem der Ransomware angemessen zu lösen.
Dies wurde kürzlich bestätigt, als sich Führungskräfte der größten US-amerikanischen Technologieunternehmen mit Mitgliedern der Biden-Regierung trafen, um Möglichkeiten zur gemeinsamen Stärkung der Cybersicherheit unseres Landes zu erörtern. Gemeinsam sagten die Unternehmen mehr als 31 Milliarden US-Dollar für diese Initiative zu, darunter 250.000 neue Arbeitsplätze.
Beim Thema Talente anders denken
Der Wettbewerb um Fachkräfte in stark nachgefragten Bereichen wie Cybersicherheit und künstlicher Intelligenz ist hart, doch Technologieunternehmen könnten bereits einen Vorsprung haben. Führungskräfte dieser Organisationen sollten innerhalb ihrer eigenen Reihen nach Fachkräften mit den richtigen Kompetenzen suchen und bestehende Beschäftigte umschulen oder weiterqualifizieren, um dem Wandel des Sicherheitsumfelds zu begegnen.
Alternativ sollten Technologieführungskräfte, die den dynamischen M&A-Markt in diesem Bereich noch nicht nutzen, prüfen, ob eine strategische Übernahme, durch die schnell Cybersecurity-Fachkräfte ins Unternehmen geholt werden könnten, infrage kommt.
Eine Cyber-First-Kultur aufbauen
Aus technologischer Sicht reicht es nicht mehr aus, die richtigen Sicherheitsprotokolle zu implementieren; wichtiger denn je ist es, die Governance rund um die betriebliche Resilienz zu stärken, damit Unternehmen sich von jedem Vorfall erholen können. Ebenso entscheidend ist der Aufbau einer starken Kultur im Umgang mit digitalen Risiken und Cyberrisiken, die von den Führungskräften vorgelebt wird und für die die Beschäftigten gemeinsam Verantwortung tragen.
Angesichts der zunehmenden Cyber-, Ransomware- und sonstigen Angriffe müssen Unternehmensführer kontinuierlich Maßnahmen ergreifen, um ihre Organisationen vor Angreifern zu schützen, deren Methoden sich ständig weiterentwickeln. Um den Bedürfnissen von Kunden, Beschäftigten, Lieferanten und der Gesellschaft weiterhin gerecht zu werden, steht Cybersicherheit bei den CEOs von Technologieunternehmen eindeutig ganz oben auf der Agenda. Wer sich kontinuierlich auf diesen Bereich konzentriert, schafft Vertrauen und einen Wettbewerbsvorteil.
Über die Autoren:
Mark Gibson, US-Leiter für Technologie, Medien und Telekommunikation bei KPMG
Alex Holt, globaler Leiter für Technologie, Medien und Telekommunikation bei KPMG


