Die neuen Lenovo ThinkEdge-Server sowie die von Lenovo angekündigten Erweiterungen von Lenovo Open Cloud Automation und Lenovo XClarity auf der jüngsten Veranstaltung Mobile World Congress (MWC) sind gute Beispiele dafür, wie ein Anbieter Kunden dabei helfen kann, große Herausforderungen zu bewältigen. Werfen wir einen Blick auf die Lösungen.
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ThinkEdge SE10 und SE10-I: Kompakt und robust
Lenovos ThinkEdge-Portfolio für Edge Computing umfasst zahlreiche Lösungen und Formfaktoren. Sie reichen von zentralen Rechenzentren über lokale Rechenzentren in Außen- oder Zweigstellen (ROBO) bis hin zu Servern am äußersten Rand des Netzwerks, die für bestimmte Umgebungen entwickelt wurden.
Was die Formfaktoren betrifft, sind die neuen ThinkEdge SE10 und SE10-I (Industrial) die bislang kompaktesten Server von Lenovo für den äußersten Rand des Netzwerks. Mit einem Volumen von 0,8 l beim SE10 und 1,4 l beim SE10-I (Industrial) sind diese lüfterlosen Lösungen für die sichere Erfassung analoger Daten, etwa von Temperatur- und Luftstromsensoren, sowie für den Betrieb von Geschäftsausstattung wie Digital Signage und Kiosksystemen ausgelegt.
Beide Lösungen verwenden dieselben Intel-ATOM-Elkhart-Lake-Prozessoren und dieselbe Firmware und weisen viele gemeinsame Merkmale auf. Die SE10-I-Lösung ist jedoch robuster ausgelegt für Kälte und Hitze (-20 °C bis 60 °C), unterstützt Staub- und Wasserbeständigkeit nach IP50 und bietet mehr I/O-Ports.
Bei einem Briefing mit Analysten wies Charles Ferland, Lenovos VP und GM für Edge Computing in der Infrastructure Solutions Group (ISG) des Unternehmens, auf die Schwierigkeiten hin, mit denen Unternehmen bei der Einführung und Verwaltung von Edge Computing in großem Maßstab konfrontiert sind. Grund dafür sind die Komplexität dieser Umgebungen sowie die begrenzten personellen und technischen Ressourcen. Er sagte, dass das Design von ThinkEdge SE10 und SE10-I zusammen mit den Weiterentwicklungen von Lenovos Open Cloud Automation (LOC-A 2.6) und XClarity sie zu idealen Lösungen für eine Reihe von Anwendungen im Einzelhandel, in der Fertigung und in Smart Buildings macht.
Ferland erläuterte außerdem, wie ein Lenovo-Kunde, eine Lebensmittel-Einzelhandelskette, die neuen Server nutzt, um die Temperaturen in den Abteilungen für Gemüse, Fleisch und Meeresfrüchte sowie Tiefkühlkost besser zu überwachen und zu steuern, wodurch der Verderb reduziert und der Energieverbrauch verbessert wird.
Siehe auch: Was ist Edge Computing?
Automatisierung und Cloud-Orchestrierung am Edge
Wie werden sich Lenovos erweitertes LOC-A 2.6 und die erweiterten XClarity-Angebote auf die Edge-Computing-Bemühungen der Kunden auswirken?
LOC-A 2.6 dürfte zunächst die größten Auswirkungen haben, erfordert jedoch etwas Kontext zum Verständnis. In vielen oder den meisten Edge-Umgebungen müssen geschulte IT-Mitarbeiter die einzelnen Server und Komponenten physisch aufstellen. Anschließend laden sie Firmware und Software und verbinden das System für die abschließende Installation und Aktualisierung mit dem Unternehmensnetzwerk. Der Prozess erfordert eine nahtlose Produktlieferung, ist zeitaufwendig und kann durch Bedienfehler leicht ins Stocken geraten.
Lenovo LOC-A 2.6 verändert diesen Prozess grundlegend. Zunächst liefert das Unternehmen leere ThinkEdge-Server ohne geladene Firmware oder Software an den Zielort des Kunden. Dort packen die Mitarbeiter die Server aus, stellen sie am vorgesehenen Ort auf und verbinden sie mit der physischen Infrastruktur. Über eine Anwendung für Smartphone, Tablet oder Laptop können die Mitarbeiter die Server sicher aktivieren und mit Lenovo verbinden bzw. deren Verbindung bestätigen.
An diesem Punkt startet LOC-A 2.6 einen automatisierten Download- und Konfigurationsprozess und führt alle erforderlichen Aufgaben in der richtigen Reihenfolge aus, sodass der Server betriebsbereit wird. Alle erforderlichen Aktualisierungen und Patches werden automatisch installiert, sodass der Server innerhalb weniger Minuten oder Stunden bereit ist, seine Anwendung(en) zu hosten.
Diese Remote-Aktivierung reduziert verständlicherweise den Zeit- und Ressourcenaufwand, den Unternehmen für die Bereitstellung benötigen, und kann ihren CO2-Fußabdruck deutlich verringern. Darüber hinaus dürften die Änderungen an Lenovo XClarity die Verwaltung von Edge Computing erheblich optimieren und vereinfachen.
Die XClarity-Plattform, die bislang nur für die Rechenzentrumsysteme von Lenovo verfügbar war, kann nun das gesamte ThinkEdge-Portfolio des Unternehmens unterstützen, einschließlich Lösungen für den äußersten Rand des Netzwerks wie ThinkEdge SE10 und SE10-I. Dadurch können Unternehmen selbst die größten Edge-Umgebungen über eine einheitliche Benutzeroberfläche besser überwachen und verwalten.
Siehe auch: Führende Edge-Unternehmen
Abschließende Analyse
Neben seinen neuen und verbesserten Lösungen für Edge Computing nutzt Lenovo auch seine AI Innovation Centers, um Kunden und Partner zu schulen und weiterzubilden, damit sie den größtmöglichen Nutzen aus ihren Edge-Computing-Investitionen ziehen.
Als Ergebnis dieser und anderer Maßnahmen trägt Lenovo dazu bei, den praktischen Nutzen von Edge Computing erheblich zu erweitern und auszubauen. Wir gehen davon aus, dass Lenovo sein ThinkEdge-Portfolio sowie die zugehörigen Lösungen und Services im Laufe der Zeit weiterhin mit neuen Innovationen und Verbesserungen ergänzen wird.


