Adobe macht einen weiteren großen Schritt bei der Verbindung von KI und Kreativität. Das Unternehmen hat einen neuen KI-Assistenten für Photoshop sowie Aktualisierungen für Firefly Image Editorvorgestellt, mit denen Nutzer Bilder einfach durch die Beschreibung ihrer Wünsche bearbeiten können.
Die Ankündigungen zeigen, dass sich das Unternehmen zunehmend auf dialogorientierte KI-Tools konzentriert, die Designarbeit schneller und einfacher machen – auch für Einsteiger.
Hier ist eine Übersicht der wichtigsten Erkenntnisse zu den neuen KI-gestützten Funktionen.
- Photoshop verfügt jetzt über einen dialogorientierten KI-Assistenten
- Der KI-Assistent kann Bearbeitungen anwenden oder dich Schritt für Schritt anleiten
- Fotos lassen sich per Sprachbefehl bearbeiten
- Mit einer neuen KI-Markierungsfunktion lässt sich einzeichnen, wo Bearbeitungen stattfinden sollen
- Adobe Firefly erhält einen leistungsstarken neuen Bildeditor
- Firefly unterstützt mehr als 25 KI-Modelle
- Nutzer können mit unbegrenzt vielen KI-Generierungen experimentieren
Photoshop verfügt jetzt über einen dialogorientierten KI-Assistenten
Das größte Highlight ist die Einführung des KI-Assistenten in Photoshop, der jetzt als öffentliche Beta-Version im Web und auf Mobilgeräten verfügbar ist.
Laut dem Adobe-Blog können Nutzer mit dem Tool Bearbeitungen vornehmen, indem sie einfach beschreiben, was sie möchten. Statt durch Menüs und Tools zu navigieren, können Kreative Anweisungen wie das Entfernen von Objekten, das Anpassen der Beleuchtung oder das Ändern von Farben eintippen oder aussprechen.
„Die Verwendung des KI-Assistenten in Photoshop ist so einfach wie die Beschreibung der gewünschten Bearbeitungen – etwa das Entfernen störender Elemente, das Ändern von Hintergründen, das Verfeinern der Beleuchtung oder das Anpassen von Farben“, erklärt Adobe in seinem Blog.
Dieser dialogorientierte Ansatz soll komplexe Bearbeitungsaufgaben sowohl für Einsteiger als auch für Profis einfacher machen.
Der KI-Assistent kann Bearbeitungen anwenden oder dich Schritt für Schritt anleiten
Eine weitere interessante Funktion ist die Flexibilität bei der Arbeitsweise des Assistenten.
Nutzer können wählen, ob die KI die Bearbeitungen automatisch anwenden soll, oder den Assistenten bitten, sie Schritt für Schritt durch den Prozess zu führen. Adobe zufolge soll das Ziel darin bestehen, Nutzern beim Arbeiten Photoshop beizubringen, statt Aufgaben lediglich zu automatisieren.
Im Blog heißt es, das Tool ermögliche es „Kreativen auf jeder Erfahrungsstufe – von Studierenden über Illustratoren und Marketingfachleute bis hin zu vielen anderen –, mit Sicherheit, Klarheit und Schnelligkeit zu arbeiten.“
Fotos lassen sich per Sprachbefehl bearbeiten
Das Bearbeiten von Bildern könnte sich bald eher wie ein Gespräch mit einem digitalen Assistenten anfühlen. In der Photoshop-App können Nutzer Bearbeitungen per Sprache anfordern, was beim Arbeiten unterwegs hilfreich sein kann.
Beispielsweise könnte ein Nutzer den Assistenten bitten, ein Bild aufzuhellen, Farben anzupassen oder ein unerwünschtes Objekt zu entfernen – und das alles, ohne manuell durch die Benutzeroberfläche navigieren zu müssen.
Mit einer neuen KI-Markierungsfunktion lässt sich einzeichnen, wo Bearbeitungen stattfinden sollen
Adobe hat außerdem ein neues Tool vorgestellt namens AI Markup, das sich derzeit als öffentliche Beta-Version in Photoshop im Web befindet.
Mit dieser Funktion können Nutzer direkt auf einem Bild zeichnen, um den zu ändernden Bereich hervorzuheben, und anschließend einen Prompt hinzufügen, der die Bearbeitung beschreibt. So könnte jemand beispielsweise einen Teil eines Bildes einkreisen und die KI bitten, an dieser bestimmten Stelle Blumen oder Berge hinzuzufügen. Photoshop erzeugt die Änderungen dann innerhalb weniger Sekunden.
Adobe Firefly erhält einen leistungsstarken neuen Bildeditor
Neben dem KI-Assistenten hat Adobe auch seine kreative KI-Plattform Adobe Firefly aktualisiert.
Der neue Firefly Image Editor vereint mehrere KI-gestützte Bearbeitungswerkzeuge in einem einzigen Arbeitsbereich. Dadurch lassen sich sowohl KI-generierte Bilder als auch von Nutzern hochgeladene Fotos leichter verfeinern.
Zu den jetzt verfügbaren wichtigsten Funktionen gehören:
- Generative Fill zum Hinzufügen oder Ersetzen von Elementen in einem Bild
- Generative Remove zum Löschen unerwünschter Objekte
- Generative Expand zum Erweitern von Bildern auf neue Größen oder Seitenverhältnisse
- Generative Upscale zur Verbesserung von Auflösung und Detailgrad
- Remove Background zum Freistellen von Motiven mit einem einzigen Klick
Diese Tools sollen den Bearbeitungs-Workflow für Kreative vereinfachen.
Firefly unterstützt mehr als 25 KI-Modelle
Eine bemerkenswerte Änderung in Firefly ist die erweiterte Modellunterstützung. Laut Adobe können Nutzer jetzt Bilder mit mehr als 25 verschiedenen KI-Modellen erstellen, darunter Optionen von Unternehmen wie OpenAI und Google.
Zu den unterstützten Spitzenmodellen gehören die kommerziell sicheren Modelle von Adobe, Google’s Nano Banana 2, OpenAI’s Image Generation model, Runway’s Gen-4.5, sowie Flux.2 [pro] von Black Forest Labs.
Dieser Ansatz ermöglicht es Kreativen, mit verschiedenen KI-Stilen zu experimentieren und dabei in derselben Bearbeitungsumgebung zu bleiben.
Nutzer können mit unbegrenzt vielen KI-Generierungen experimentieren
Adobe lädt mit neuen Generierungslimits ebenfalls zum Experimentieren ein. Für begrenzte Zeit können zahlende Photoshop-Abonnenten im Web und auf Mobilgeräten bis zum 9. April mithilfe des KI-Assistenten unbegrenzt viele KI-Ergebnisse generieren.
Nutzer der kostenlosen Photoshop-Version können unterdessen mit 20 kostenlosen Generierungen beginnen. Firefly-Kunden steht bei der Verwendung der neuen Bildbearbeitungs-Tools derzeit eine unbegrenzte Anzahl an Generierungen zur Verfügung.
Lesen Sie auch: Das Update von Adobe kommt, während immer mehr KI-Bildbearbeitungs-Toolsdarum konkurrieren, die Fotobearbeitung für alltägliche Nutzer schneller und einfacher zu machen.


